Otto Tressler

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Personenname Tressler, Otto
Abweichende Namensform
Titel Prof., Hofrat, Hofschauspieler
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 13.04.1871
Geburtsort Stuttgart
Sterbedatum 27.04.1965
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 03.05.1965
Friedhof Döblinger Friedhof, Grupp 25, Nr.16
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Buchhandelsgehilfe, Schauspieler, Regisseur, Filmschauspieler, Maler, Bildhauer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ehrenring der Stadt Wien17 März 1937
Goethe-Medaille1941
Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich1956
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, I. Klasse1963
Ehrenring des Burgtheaters
Bürger der Stadt Wien8 Mai 1931
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse19Peter-Jordan-Straße68
Sterbeadresse1Herrengasse6-8

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Tressler, Otto * 13. April 1871 Stuttgart, † 27. April 1965 Wien 1, Herrengasse 6-8 (Döblinger Friedhof, Grab 25, Gruft 16), Schauspieler. Zunächst Buchhandelsgehilfe, wandte sich Tressler jedoch dem Schauspielberuf zu, wurde bei einer Laienaufführung entdeckt und 1890 ans Stuttgarter Landestheater verpflichtet, an dem er rasch großen Erfolg hatte. Ab 1896 gehörte er (während eines erfolgreichen Gastspiels engagiert) über ein halbes Jahrhundert dem Ensemble des Burg- und Akademietheaters an. Er stand in insgesamt 383 verschiedene Rollen 6.540 mal auf den Bühnen des Burg- und Akademietheaters, wo er im Lauf der Zeit vom komischen Fach und jugendlichen Liebhaberrollen ins ernste Fach wechselte und bis zu Altersrollen stets Glanzstücke der Schauspielkunst lieferte (insbesonders Shylock, Nathan, Peer Gynt, Cyrano). Ab 1913 führte er auch Regie. Obwohl zeitlebens ein „Schwimmer" (Textvergesser), wusste er sich stets elegant aus der Affäre zu ziehen. Nebenbei war er Filmschauspieler, Maler und Bildhauer. Wohnhaft 19, Peter-Jordan-Straße 68. Kammerschauspieler; Bürger der Stadt Wien (8. Mai 1931), Ehrenring der Stadt Wien (1937; Neuübergabe [wegen Verlusts des ursprünglich Rings) 1951), Goethe-Medaille (1941), Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich (1956), Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (1963).

Literatur

  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Richard Bamberger [Hg.]: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Verlags-Gemeinschaft Österreich-Lexikon 1995
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon [der Ersten und Zweiten Republik]. Wien: Ueberreuter 1992
  • Die Prominenz der Republik Österreich im Bild. Zürich: Ascot-Verlag 1962
  • Hermann A. Ludwig Degener: Wer ist wer. Unsere Zeitgenossen. Zeitgenossenlexikon enthaltend Biographien nebst Bibliographien. Angaben über Herkunft, Familie, Lebenslauf, Werke, Lieblingsbeschäftigungen, Parteiangehörigkeit, Mitgliedschaft bei Gesellschaften, Adresse. Andere Mitteilungen von allgemeinem Interesse. Berlin-Grunewald: Arani-Verlag 1905-1958
  • Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Hrsg. von Herbert A. Frenzel [u.a.]. Berlin: de Gruyter 1956
  • Schauspieler des Burgtheaters 1776 - 1976. Wien: Eigenverlag 1976 (Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 43), S. 34
  • Otto Tressler: Vor und hinter den Kulissen. Erinnerungen eines Burgschauspielers. Wien: Günther 1952
  • Gunther Martin: Damals in Döbling... Gestalten und Schauplätze einer Wiener Stadtlandschaft. Wien: J & V, Ed. Wien, Dachs-Verl. 1993, S. 48
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 11.04.1961