Ottakringer Straße

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Ottakringer Straße (1952)
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1894
Jahr bis
Name seit 18.07.1894
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Bezirk 16, 17,
Lage Ottakring
Verkehr Straßenbahnlinie 44
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildname Ottakringer Straße.jpg
Bildunterschrift  Ottakringer Straße (1952)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 52276/4
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Ottakringer Straße (16, Ottakring; 17, Hernals), benannt (18. Juli 1894 Stadtrat) zur Wahrung des Namens der Vorortgemeinde Ottakring (Otachringen); vorher (im heutigen 16. Bezirk) Hauptstraße beziehungsweise Ottakringer Hauptstraße sowie (im heutigen 17. Bezirk) Obere Hauptstraße; in Dornbach (17) seit 1894 Güpferlingstraße. Mit 10. Mai 1905 (Stadtrat) wurde der innerhalb des Gürtels liegende Teil der Ottakringer Straße in die Alser Straße einbezogen.

Der Straßenzug gehört zu den wichtigsten Verkehrswegen, hat jedoch im Gegensatz zu den weiter südlich im Wiental oder nach Linz (Linzer Poststraße, heute Mariahilfer StraßeLinzer Straße) verlaufenden Straßen mehr lokalen Charakter, da er beim Wienerwald endet. An der Peripherie ist das Auslaufen der gründerzeitlichen Bauwelle noch immer an den niedriger werdenden Häusern des 19. Jahrhunderts zu erkennen. Der alte Ortskern von Ottakring wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts durch Neubauten weitgehend überlagert.

Gebäude

  • Nummer 9-15: Karl-Föderl-Hof.
  • Nummer 19: "Elisenhof"; Gedenktafel für Franz Paul Fiebrich, der 1918-1935 hier wohnte.
  • Nummer 82: Miethaus, errichtet 1906-1907 nach Plänen von Emil Hoppe. Ausführung durch Baumeister Ernst Humel.
  • Nummer 91: Ottakringer Brauerei.
  • Nummer 102-106 (Baldiagasse 2, Rosensteingasse 1): Baldiahof.
  • Nummer 118-120: Palais Kuffner. Gegenüber der Ottakringer Brauerei erbaute sich 1893 die Besitzerfamilie Kuffner einen repräsentativen Wohnsitz, der sich in seiner Gestaltung von der Baustruktur der Umgebung deutlich abhebt. Das Doppelgebäude trägt durch seine Fassadengliederung (mit Risaliten, Dachgiebeln, Erkern und Fensterumrahmungen), das rustizierte Sockelgeschoß, die in der Raumhöhe abgesetzte Beletage und seine qualitätvollen Schmiedeeisenarbeiten alle Merkmale eines vornehmen Stadtpalais der späthistoristischen Bauperiode des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
  • Nummer 123-125: Wilhelmine-Moik-Hof, städtische Wohnhausanlage.
  • Nummer 145: Im Hof barocke Johannes-Nepomuk-Statue.
  • Nummer 150 (Wattgasse 15, Familienplatz 1): ehemalige Schule (erbaut 1852 von Leopold Detter); das Gebäude nahm bis 1870 auch das Gemeindeamt auf, erhielt 1869 Zubauten für die Freiwillige Feuerwehr und wurde später für weitere notwendig gewordene Schulen erweitert ("Feuerwehrschule"). 1924 entstand eine Schule für 800 tschechische Kinder.
  • Bei Nummer 150: Weißes Kreuz.
  • Nummer 192: Im Hof des seit Generationen im Besitz der Familien Mandl beziehungsweise Noibinger befindlichen Altottakringer Hauerhauses steht ein noch von Heinrich Noibinger senior errichteter Saalbau sowie ein überlebensgroßes Holzkruzifix.
  • Nummer 204-218: Steinrelief "Ruhe auf der Flucht" von Oskar Bottoli; Sandsteinskulptur "Mädchen" von Margarete Hanusch (beide 1964).
  • Nummer 215: Altottakringer Kirche; an der Nordost-Ecke Kriegerdenkmal für die Gefallenen beider Weltkriege.
  • Nummer 217-221: Steinrelief "Großbrand 1835" von Alfred Hrdlicka (dem Brand fielen binnen einer Stunde 52 Häuser zum Opfer); im Vorgarten Bronzeskulptur "Mutter mit Kind" von Gertrude Diener-Weixler (beide 1962).
  • Nummer 224: Weinhauerhaus (ebenerdiger Streckhof) 10er Marie.
  • Nummer 242: ehemaliger Ottakringer Freihof. Vor Nummer 242: barocke Johannes-Nepomuk-Statue, deren Sockel einen Bogen der Prager Karlsbrücke symbolisiert.
  • Nummer 260: Grenzstein Inschrift "AA/ZS/1537", das heißt Adalbert Abt zu [den] Schotten, 1537).

Literatur

  • Christine Klusacek / Kurt Stimmer: Ottakring. Vom Brunnenmarkt zum Liebhartstal. Wien: Mohl 1983, S. 43 ff.
  • Peter Autengruber: Lexikon der Wiener Straßennamen. Bedeutung, Herkunft, frühere Bezeichnungen. Wien: Pichler Verlag 2014, 9. Auflage, S. 223