Oskar Thiede

Aus Wien Geschichte Wiki
Version vom 8. September 2015, 15:09 Uhr von WIEN1\lanm09mer (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Bestätigte Version (Unterschied) | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Personenname Thiede, Oskar
Abweichende Namensform Thiede, Oskar Hermann
Titel Prof.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 13.02.1879
Geburtsort Wien
Sterbedatum 22.11.1961
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 28.11.1961
Friedhof Friedhof Mauer
Grabstelle Grab 32/2/2-3
Ehrengrab
Beruf Bildhauer, Medailleur
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  8.09.2015 durch WIEN1\lanm09mer
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF


FunktionFunktion vonFunktion bis
Vizepräsident des Künstlerhauses1933
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Große Goldene Medaille des Künstlerhauses Wien1924
Silberne Medaille der Olympiade London1948
Ehrenpreis der Stadt Wien1949
Silberne Medaille der Olympiade Helsinki1952
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse23Gebirgsgasse7
NameVerwandtschaftsgrad
Alice GöringGattin

Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Objekte nach dieser Person benannt!

Thiede Oskar * 13. Februar 1879 Wien, † 22. November 1961 Wien 23, Gebirgsgasse 7 (Friedhof Mauer, Grab 32/2/2-3), Bildhauer, Medailleur, Gattin Alice Göring.

Biographie

Oskar Thiede studierte fünf Jahre Metallkunsthandwerk, sechs Jahre an der Kunstgewerbeschule in Wien und an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Edmund Hellmer, Hans Bitterlich und Stefan Schwartz. Er arbeitete als Lehrer an der Fachschule für Zieseleure und Medailleure. An der Technischen Hochschule in Wien war er Vorstand der Lehrkanzel für Architektur und Plastik. Seit 1915 war er Mitglied des Künstlerhauses und 1933 auch dessen Vizepräsident. 1932 wurde Thiede der Titel "Professor" verliehen. Seine Mitgliedschaft in der NSDAP ist belegt und die Tatsache, dass er 1934 zumindest in engerem Kontakt zu den illegalen Mitarbeitern der NSDAP stand, ist unbestritten.

Er schuf Monumentalplastiken für den öffentlichen Raum, Kleinplastiken, Portraitbüsten, Reliefs und Bauplastiken sowie Medaillen und Portraitplaketten. Seine Werke sind heute noch auf öffentlichen Plätzen und an Gebäuden und Wohnhausan¬lagen zu sehen, wie beispielsweise der Tuchmacherbrunnen in der Tuchlauben (1928), die Bronzefigur des Johann Nestroy (Nestroydenkmal) an der Praterstraße (1929), die Plastiken im Haydn-Mausoleum in Eisenstadt, die Nachbildung der 1945 zerstörten Marienstatue von Hans Schwarthe auf der Marienbrücke in Wien (1945), die Bronzeplastik "Schwimmer" (1955) vor dem Theresienbad in Wien-Meidling, das Denkmal Clemens Maria Hofbauer am Minoritenplatz oder das Ungarnrelief an der Fassade des Hauses Beatrixgasse 5-7 in Wien.

1972 fand im Künstlerhaus eine Gedächtnisausstellung zur Ehren Oskar Thiedes statt.Er hinterließ ein umfangreiches Werk; einige seiner Plastiken und Reliefs sind im Wiener Stadtbild präsent, andere finden sich in diversen Sammlungen der Bundesmuseen und Museen der Stadt Wien und eine Reihe von Kleinplastiken werden immer wieder im Kunsthandel angeboten.

Quellen

  • Wiener Stadt- und Landesarchiv: Bestand NSDAP, A 1 - „Gauakten“, Personalakten des Gaues Wien, 1932-1955: 213.612
  • Wiener Stadt- und Landesarchiv: Bestand M.Abt. 119, A 42-NS Registrierung, 1945-1957: 23. Bezirk, 2078

Literatur

  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon [der Ersten und Zweiten Republik]. Wien: Ueberreuter 1992
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Bundesdenkmalamt [Hg.]: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Wien 1993, S. 94, S. 169
  • Ferdinand Opll: Liesing. Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirkes und seiner alten Orte. Wien: Jugend & Volk 1982 (Wiener Heimatkunde, 23), S. 195
  • Gerhardt Kapner: Freiplastik in Wien. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1970, S. 377 f., S. 496, S. 471 f.
  • Unsere Heimat. Zeitschrift für Landeskunde von Niederösterreich. St. Pölten: Verein für Landeskunde von Niederösterreich 3 (1948), S. 168 f.
  • Irene Nierhaus: Kunst-am-Bau: Im Wiener kommunalen Wohnbau der fünfziger Jahre. Wien: Böhlau 1993
  • Wladimir Aichelburg: 150 Jahre Künstlerhaus Wien 1861-2011. 3. Preise und Ehrungen. URL: http://www.wladimir-aichelburg.at/kuenstlerhaus/preise-und-ehrungen/ [Stand: 07.09.2015]

Links