Oskar Strnad

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oskar Strnad (1948)
Personenname Strnad, Oskar
Abweichende Namensform
Titel Dr. techn.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 26.10.1879
Geburtsort Wien
Sterbedatum 03.09.1935
Sterbeort Bad Aussee, Steiermark
Begräbnisdatum
Friedhof Wiener Zentralfriedhof, Israelitische Abteilung, erstes Tor, Grab 6/0/5
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Architekt, Bühnenbildner
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit  jüdisch
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  28.02.2017 durch DYN\lanm09bub
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Oskar Strnad.jpg
Bildunterschrift  Oskar Strnad (1948)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 4807
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

Es wurden noch keine Funktionen zu dieser Person erfasst!

AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Preis der Stadt Wien für Architektur1947
Hockegasse1974
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse3Ungargasse24
Wohnadresse18Hockegasse88A
Sterbeadresse1Ruprechtsplatz1

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Objekte nach dieser Person benannt!

Strnad Oskar, * 26. Oktober 1879 Wien 1, Ruprechtsplatz 1 (Gedenktafel), † 3. September 1935 Bad Aussee, Steiermark (Wiener Zentralfriedhof, Israelitische Abteilung, erstes Tor, Grab 6/0/5), Architekt, Bühnenbildner. Studierte an der Technischen Hochschule Wien (Dr. techn. 1903), arbeitete anschließend im Atelier seines Lehrers Friedrich Ohmann als Hochbaukonstrukteur sowie im Atelier Fellner-Helmer. Im Oktober 1909 wurde er auf Vorschlag Josef Hoffmanns an die Kunstgewerbeschule berufen (1909/1910 Vertragslehrer, ab 1912 Professor), die neben anderen auch ihm ihren guten Ruf verdankt; zu seinen Schülern gehören Carl Appel, Erich Boltenstern, Oswald Haerdtl, Otto Niedermoser, Ernst Plischke, Franz Schuster und Grete Schütte-Lihotzky. 1909 begann seine selbständige Tätigkeit als Architekt; 1910/1911 baute er das Haus 7, Stuckgasse 14, 1910-1912 das Haus 19, Cobenzl 71, 1912 entwarf er mit Hoffmann den Österreichischen-Pavillon für die Kölner Werkbundausstellung und 1914 allein das Haus Wassermann im Kaasgraben; 1916 führte er Umbauten im Palais Kranz durch (9, Liechtensteinstraße 53-55). Weitere Werke befinden sich außerhalb Wiens. Für die Stadt Wien war er an der Planung des Winarskyhofs (20) beteiligt (1924/1925; Stiegen 16- 23). Zu seinen letzten Arbeiten als Architekt gehörten ein mit Oskar Wlach geplantes Doppelhaus für die Werkbundsiedlung (1930/1931) und das städtische Wohnhaus 15, Holochergasse 40 (1931/1932). Als Bühnenbildner debütierte Strnad 1919 am Deutschen Volkstheater („Antigone"); 1924 verpflichtete ihn Max Reinhardt ans Theater in der Josefstadt (Hofmannsthals „Der Schwierige"), 1926 folgte das Debüt bei den Salzburger Festspielen („Ariadne auf Naxos"; nach den Entwürfen für 1932 entstand auch das Bühnenbild für die Staatsoper 1935) und 1927 jenes an der Staatsoper. 1929 schuf er das Bühnenbild für die Inszenierung Reinhardts von „Dantons Tod" (Büchner) im Arkadenhof des Rathauses. Strnad wohnte 3, Ungargasse 24 (1914-1929) beziehungsweise 18, Hockegasse 88A (1930-1934). Preis der Stadt Wien für Architektur (1947).

Literatur

  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Richard Bamberger [Hg.]: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Verlags-Gemeinschaft Österreich-Lexikon 1995
  • Herwig Rischbieter [Hg.]: Theater-Lexikon. Zürich: Orell Füssli 1983
  • Otto Niedermoser: Oskar Strnad. 1879 - 1935. Wien: Bergland-Verlag 1965
  • Lebendige Stadt. Almanach. Wien: Amt für Kultur, Volksbildung und Schulverwaltung der Stadt Wien 1954-1963. Band 10,1963
  • Johannes Spalt [Red.]: Der Architekt Oskar Strnad. Zum hundersten Geburtstage am 26. Oktober 1979. Wien 1979 (Berichte / Hochschule für angewandte Kunst in Wien, 20)
  • Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer. Band 3/1: Wien. 1.-12. Bezirk. Salzburg: Residenz-Verlag 1990
  • Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer. Band 3/2: Wien. 13.-18. Bezirk. Salzburg: Residenz-Verlag 1984
  • Bundesdenkmalamt [Hg.]: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Wien 1993
  • Hans Hautmann / Rudolf Hautmann: Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919-1934. Wien: Schönbrunn-Verlag 1980, S. 510 f.
  • Helmut Weihsmann: Wiener Moderne. 1910 - 1938. Modernes Bauen in Wien zwischen den Kriegen. Wien: Ars Nova Medienverl. 1983
  • Max Eisler: Oskar Strnad. mit den ausgewählten Schriften des Künstlers. Wien: Gerlach & Wiedling 1936
  • Franz Hadamowsky / Alexander Witeschnik: Hundert Jahre Wiener Oper am Ring [Jubiläumsausstellung]. Wien: Aktionskomitee 100 Jahr-Feier der Wiener Staatsoper 1969, S. 139 ff.
  • Gottfried Fliedl / Oswald Oberhuber: Kunst und Lehre am Beginn der Moderne. Die Wiener Kunstgewerbeschule 1867 - 1918. Salzburg / Wien: Residenz-Verlag 1986, S. 354
  • Sylvia Mattl-Wurm [Red.]: Interieurs. Wiener Künstlerwohnungen 1830 - 1930. Wien: Eigenverlag 1990 (Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 138), S. 170
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959 (Perlenreihe, 1008), S. 72
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 155
  • Patricia Steines: Hunderttausend Steine. Grabstellen großer Österreicher jüdischer Konfession auf dem Wiener Zentralfriedhof, Tor I und Tor IV. Wien: Falter-Verlag 1993, S. 198
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 01.09.1960, 15.10.1979.