Oberlaaer Stadthaus

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1., Neuer Markt 15-17, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1770
Jahr bis
Andere Bezeichnung Kurcafé-Konditorei Wien-Oberlaa
Frühere Bezeichnung Hofschmiedhaus
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  26.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Neuer Markt15-17.jpg
Bildunterschrift  1., Neuer Markt 15-17, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtSeilergasse15
Innere StadtNeuer Markt16

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt113217951821
Stadt111217701795
Stadt108518211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Oberlaaer Stadthaus (1, Neuer Markt 16, Seilergasse 15; Konskriptionsnummer 1085; "Kurcafé-Konditorei Wien-Oberlaa").

Vorgängergebäude

1384 wird dieses Gebäude zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde es wegen Steuerschulen von der Stadt eingezogen und verkauft. Beim großen Stadtbrand des Jahres 1525 brannte es vollständig ab. Danach wurde die Brandstätte geschätzt und verkauft. Vor dem Neubau eines Gebäudes wurde das Grundstück geteilt, sodass nun zwei Objekte entstanden:

Haus A "Hufschmiedhaus"

Dieses Haus wurde am Beginn des 17. Jahrhunderts vom Steinmetz Sigmund Humpeller erworben, der mit Sicherheit mit Simon Hundpeller identisch ist und ab 1624 Dombaumeister bei St. Stephan war. 1693 kam es in den Besitz eínes Hofschmiedes und wurde danach "Hufschmiedhaus" genannt.

Haus B

Auch dieses Eckhaus gehörte mehrfach Hufschmieden. Auf dem Suttinger-Plan (1684) ist es bereits mit Haus A verbaut, was jedoch nicht stimmen kann, da es weiterhin anderen Personen als Haus A gehörte.


Heutiges Haus

Spätestens 1784 waren die beiden Gebäude zum heutigen Haus verbaut (Kernbau 16. Jahrhundert, Fassade um 1770). Laut Harrer (Paul Harrer: Wien, seine Häuser) wurde dieses bereits 1819 durch einen Neubau (Grundfläche: 212 Quadratmeter) ersetzt (es dürfte sich dabei jedoch nur um einen Umbau gehandelt haben). 1894 wurde es der "Confraternität, Priviligiertes Kranken- und Pensionsinstitut für Handlungscommis" gestiftet. 1937 kam es erneut in Privathand.

Die Konditorei Oberlaa (Oberlaaer Kurzentrum) hat am 2. Dezember 1985 in diesem Barockhaus eine Stadtfiliale eröffnet, nachdem sie das Gebäude von der "Chase Manhattan Bank" erworben und in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt und dem städtischen Kulturamt in seinen ursprünglichen Zustand versetzt hatte. Im Juni 1986 wurde ein Schanigarten eingerichtet.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Konditorei Oberlaa


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 1. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 195-199
  • Neuer Wochenspiegel. 25/1985
  • Die Presse, Kurier, 30. 11. 1985
  • Die Presse, Arbeiter-Zeitung. Zentralorgan der Sozialistischen Partei Österreichs. Wien: Vorwärts-Verlag 1889-1989, 1. 11. 1985
  • Wochenschau, 22. 12. 1985
  • Wien aktuell, 19l.6. 1986
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst 1945 - lfd., 30. 10. 1985.