Neustädter Hof

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Der Stein im Neustädterhof.
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1441
Jahr bis
Andere Bezeichnung Wiener Neustädter Hof, Neustädterhof
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Zisterzienserabtei Neukloster in Wiener Neustadt
Einlagezahl
Architekt Anton Ospel
Prominente Bewohner Ladislav Pyrker von Felsö-Eör
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser, Wolfgang Wirsig: Wiener Hofnamen
Letzte Änderung am  26.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Neustädterhof.jpg
Bildunterschrift  Der Stein im Neustädterhof.
Bildquelle Wilhelm Kisch: Wien. Wien: Gottlieb 1883
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtSterngasse3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt54117951821
Stadt47717701795
Stadt50718211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Neustädter Hof (1, Sterngasse 3; Konskriptionsnummer 507), ehemaliges Durchhaus in der Nähe des Hohen Markts, von der Preßgasse (heute Sterngasse) in die Krebsgasse (heute Marc-Aurel-Straße) führend.

Der Name dieses Hauses mit der frühbarocken Fassade und dem dorischem Portal leitet sich der Zisterzienserabtei Neukloster in Wiener Neustadt ab, dem es früher gehörte. In dem Gebäude befand sich die stadtbekannte Schenke des Klosters, der Neustädter Keller.

Das Haus wir erstmals 1467 urkundlich erwähnt. Vor der Mitte des 16. Jahrhunderts war Wolfgang Voglsinger dessen Besitzer. 1735-1737 wurde das 1708 von der Zisterzienserabtei Neukloster in Wiener Neustadt gekaufte Gebäude durch den Abt Benedikt Hell von Grund auf erneuert. Bei diesen Bauarbeiten wurden außerdem stattliche Weinkellereien angelegt. Ein 79 Pfund schwerer Stein, der aus einem osmanischen Mörser 1683 von der Leopoldstadt aus in die Stadt geschossen wurde und hier einschlug, wurde beim Neubau an der Fassade befestigt und mit einer Inschrifttafel versehen.

1847 starb in diesem Haus der Dichter und Erzbischof von Erlau, Ladislav Pyrker von Felsö-Eör, dessen Lyrik unter anderem von Schubert vertont wurde. Nachdem das Neukloster erhebliche Schulden angehäuft hatte, wurde es 1880 mit dem Stift Heiligenkreuz vereinigt. Damit fiel auch der Neustädter Hof diesem zu, jedoch wurde dies im Grundbuch nicht berücksichtigt.

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Schank "Neustädter Keller"

Literatur

  • Margarete Girardi: Wiener Höfe einst und jetzt. Wien: Müller 1947 (Beiträge zur Geschichte, Kultur- und Kunstgeschichte der Stadt Wien, 4), S. 144 f.
  • Auguste Groner: So war mein Wien. 1925, S. 61 ff.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 399
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 261-263
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 616
  • Hans Markl: Die Gedenktafeln Wiens. Wien: ABZ-Verlag 1949, S. 57
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959 (Perlenreihe, 1008), S. 96
  • Eugen Meßner: Die Innere Stadt Wien. Ein Beitrag zur Heimatkunde des I. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Österreichische Staatsdruckerei 1928, S. 141
  • Friedrich Reischl: Die Wiener Prälatenhöfe. Wien: Selbstverlag 1919, S. 126 f.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 89
  • Emmerich Siegris: Alte Wiener Hauszeichen und Ladenschilder. Wien: Burgverlag 1924, S. 83
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 87
  • Zur Gründungsgeschichte des Stiftes Neukloster in Wr. Neustadt. 1953