Naglergasse 25

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1., Naglergasse 23-25, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1439
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zur Stadt Mainz, Zum Guten Hirten
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  26.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Naglergasse23-25.jpg
Bildunterschrift  1., Naglergasse 23-25, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtNaglergasse25

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt19717701795
Stadt29718211862
Stadt29818211862
Stadt32417951821
Stadt32517951821
Stadt19617701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Naglergasse 25 (Zur Stadt Mainz, Zum Guten Hirten; Konskriptionsnummern 297 und 298).

Hier standen ursprünglich zwei Gebäude:

Haus Stadt 297 "Zur Stadt Mainz"

1455 wird hier zum ersten Mal ein Gebäude urkundlich erwähnt. Da es zwei Jahre später um nur 16 Pfund Wiener Pfennig verkauft wurde, ist davon auszugehen, dass das Haus in dieser Zeit abbrannte (damals brannten auch die Häuser Stadt 293 [ Naglergasse 17 ], 294 [ Naglergasse 19 ], 295 [ Naglergasse 21 ] und 296 [ Naglergasse 23 ] ab). An einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Brandstatt von der Gemeinde als baufällig bezeichnet, daher eingezogen und um 10 Pfund Wiener Pfennig wieder verkauft. Der Käufer errichtete hier wieder ein Haus. Im Jahr 1797 wurde es vom Besitzer des Hauses Stadt 298 erworben und mit diesem 1802 baulich verbunden.

Haus Stadt 298

Die erste urkundliche Erwähnung dieses Hauses stammt aus dem Jahr 1439. Auch dieses fiel dem bereits erwähnten Brand zum Opfer. Zwischen 1471 und 1502 war das Haus besitzrechtlich in zwei Hälften geteilt, von denen eine erneut abbrannte und daher von der Gemeinde eingezogen wurde. Sie wurde jedoch von ihrem alten Besitzer zurückgekauft, der auch die andere (nicht oder nur wenig beschädigte) Hälfte erwarb und das Haus 1502 als Ganzes wiederherstellte. Im Dreißigjährigen Krieg fiel der damalige Eigentümer des Gebäudes, das seine Witwe erbte. 1802 wurde es mit dem Nachbarhaus Stadt 297 zu einem verbaut.

Nach 1802

Das 1802 entstandene Gebäude blieb bis mindestens 1885 im Besitz der Familie des Erbauers und gehörte danach (laut den Häuserkatastern von 1905 und 1911) dem "katholischen Waisenhilfsverein". Am 6. August 1926 wurde es von der "Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe" erworben und am 18. März 1932 an die "Österreichische Realitäten A.G." verkauft, die es 1936 gegen ein anderes Haus eintauschte.

Das Haus trägt die Namen "Zur Stadt Mainz" und "Zum Guten Hirten".


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 2. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 372-375