Moritz von Schwind

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Personenname Schwind, Moritz von
Abweichende Namensform
Titel Akad.-Prof.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 21.12.1804
Geburtsort Wien
Sterbedatum 08.02.1871
Sterbeort München
Begräbnisdatum
Friedhof Alter Südfriedhof, München
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Maler, Zeichner
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Schwindgasse
Denkmal Schwinddenkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Professor an der Akademie der bildenden Künste1847

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
GeburtsadresseInnere StadtFleischmarkt15
WohnadresseLandstraßeWassergasse10

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Moritz von Schwind, * 21. Dezember 1804 Stadt 750 (1, Fleischmarkt 15; Schwindhof), † 8. Februar 1871 München, Sonnenstraße 23, Maler, Zeichner, Gattin (3. September 1842 Karlsruhe) Luise Sachs (* 18. Juni 1816 Karlsruhe, † 29. November 1894 ebenda), Sohn des Hofsekretärs bei der Geheimen Hofkanzlei Franz (1792 Edler von) Schwind (* 23. Mai 1752 [!] Kotten bei Plan, Böhmen, † 7. Februar 1818 Stadt 745 [1, Fleischmarkt 3]) und dessen Gattin Franziska von Holzmeister (1770-1842 Stadt 1145 [1, Dorotheergasse 10]).

Besuchte das Schottengymnasium, begann an der Universität zu studieren, besuchte jedoch 1821-1823 die Akademie der bildenden Künste (Schüler von Peter Krafft und Ludwig Schnorr von Carolsfeld) und trat in Schuberts Freundeskreis; 1828 ging er nach München, wo er, nach Aufenthalten in Rom, Karlsruhe und Frankfurt am Main, 1847 Prof. an der Akademie wurde. In Deutschland entstanden auch jene Hauptwerke Schwinds, durch die er berühmt wurde (Fresken in der Münchner Residenz 1832-1836; Fresken auf der Wartburg bei Eisenach, Thüringen, 1853-1855; Gemäldezyklen mit Märchenmotiven). In Wien war Schwind an der Innenausgestaltung und am malerische-plastischen Außenschmuck der Oper beteiligt (1864) und schuf dort 1865-1868 auch Wandgemälde (Szenen aus der "Zauberflöte") in der Loggia sowie Kartons für 14 Lünetten (Opernszenen) und zwei Deckenbilder (Amoretten) für das Foyer (vollendet 1867). Er arbeitete am Schubertdenkmal mit, außerdem schuf er allegorische Fresken im Stiegenhaus der Wertheimsteinvilla (1840). Schwind war einer der Stammgäste im Wirtshaus "Zu den drei Hacken" in der Singerstraße (Gedenktafel).

Wohnhaft 3, Wassergasse 10. Schwinddenkmal, Schwindgasse


Literatur

  • Neue österreichische Biographie ab 1815. Große Österreicher. Band 15. Wien [u.a.]: Amalthea-Verlag 1963
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 30: Scheffel - Siemerding. Leipzig: Engelmann 1950
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Otto Albert Weigmann [Hg.]: Schwind. Des Meisters Werke in 1265 Abbildungen. Stuttgart [u.a.]: Dt. Verlagsanstalt (Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben, 9)
  • Gustav Glück: Moritz von Schwind und seine Vaterstadt Wien. Gedenkausstellung anlässlich des 150. Geburtstages am 21. Januar 1954. Katalog. Wien: Historisches Museum der Stadt Wien 1954
  • Gerhard Pommeranz-Liedtke: Moritz von Schwind. Maler und Poet. Wien [u.a.]: Schroll 1974
  • Heinrich Srbik / Reinhold Lorenz: Die geschichtliche Stellung Wiens 1740-1918. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1962 (Geschichte der Stadt Wien: Neue Reihe, 1), Register
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 76, S. 94, S. 187
  • Bundesdenkmalamt [Hg.]: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Wien 1993, Register
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 1: Das Kunstwerk im Bild. Wiesbaden: Steiner 1969, Reg.
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 4: Die Steine der Wiener Ringstraße. Ihre technische und künstlerische Bedeutung. Wiesbaden: Steiner 1972, S. 294
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 8/1: Das Wiener Opernhaus. Wiesbaden: Steiner 1972, Reg.
  • Renate Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19. Jahrhundert. Wien: Österr. Bundesverl. 1970, S. 37, S. 97
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Band 2. Wien: Gerlach & Wiedling 1906, S. 326 ff.
  • Währing. Ein Heimatbuch des 18. Wiener Gemeindebezirks. Wien: Selbstverlag Währinger Heimatkunde 1923-1925, S. 573
  • Döbling. Eine Heimatkunde des 19. Wiener Bezirkes in drei Bänden. Hg. von Döblinger Lehrern. Wien: Selbstverlag der Arbeitsgemeinschaft "Heimatkunde Döbling" 1922, S. 102, S. 169, S. 212, S. 277
  • Helga Hoffmann / Klaus G. Beyer: Die Fresken Moritz von Schwinds auf der Wartburg. Berlin: Union-Verlag 1976
  • Gerbert Frodl: Wiener Malerei der Biedermeierzeit. Rosenheim: Rosenheimer 1987 (Rosenheimer Raritäten), S. 261
  • Heinz Schöny: Wiener Künstler-Ahnen. Genealogische Daten und Ahnenlisten. Wiener Maler. Band 1: Mittelalter bis Romantik. Wien: Selbstverlag der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft "Adler" 1970, S. 183
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959, S. 26, S. 85