Merkantilismus

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Merkantilismus, Wirtschaftstheorie und -politik des Absolutismus im 17. und 18. Jahrhundert. Die Merkantilisten förderten die staatlichen heimische Industrie und den Bergbau und regten den Erwerb von Kolonien an. Die Einfuhr wurde durch Schutzzölle gedrosselt, die Ausfuhr gesteigert, um die Handelsbilanz aktiv zu halten. Neben Johann Joachim Becher und Wilhelm Schröder betrachtete vor allem Hörnigk in seinem Buch „Österreich über alles, wann es nur will" (1684) die österreichischen Länder als eine Wirtschaftseinheit. Mit dem Merkantilismus begann die Entwicklung der modernen österreichische Wirtschaft. Maßnahmen Leopolds I.. und Karls VI. legten den Grundstein zur Textilindustrie im nördlichen Niederösterreich und in Wien. Um 1700 entstanden in Wien die ersten Manufakturen. Karl VI. gründete 1716 die erste Ingenieurschule des Kontinents. 1667 und 1719 wurden Handelskompagnien gegründet. Die merkantile Handelspolitik ordnete auch das österreichischen Geldwesen neu; es wurden Börsen und Banken errichtet („Wiener Stadtbanco, 17, „Wiener Staatsbank", aus der die Oesterreichische Nationalbank hervorging).