Meißl & Schadn

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Hotel und Restaurant Meißl und Schadn, errichtet 1896 nach Plänen von Karl Hofmeier
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1896
Jahr bis 1945
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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Bildname Meißl & Schadn.jpg
Bildunterschrift  Hotel und Restaurant Meißl und Schadn, errichtet 1896 nach Plänen von Karl Hofmeier
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, D 76617: Der Architekt, Heft 7 1896, S. 50
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
1Kärntner Straße16
1Neuer Markt2

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Meißl & Schadn (1, Kärntner Straße 16, Neuer Markt 2), Hotel, dehnte sich nach manchen Angaben später auch auf das Areal Neuer Markt 3 (heute Hotel Europa) aus.

Quellenmäßig gesichert ist, dass das Kernhaus des späteren Hotelbetriebs die Konskriptionsnummer 1052 trug und ab Mitte des 17. Jahrhunderts den Schildnamen "Zum blauen Hirsch" führte. 1852 kam das Haus in den Besitz des "Mittels der bürgerlichen Wein- und Gastwirte Wiens", das heißt der Gastwirtgenossenschaft, die ihren Sitz bis 1892 beim "Blauen Hirschen" hatte, das Haus selbst allerdings schon 1875 verkaufte. Eine endgültige Neugestaltung erfuhr der ganze Komplex erst 1896, als durch Karl Hofmeier das (neue) Hotel Meißl & Schadn (anstelle des demolierten Hotels gleichen Namens und eines bis in die Kärntner Straße reichenden, weitaus größeren Hauses) erbaut wurde, dessen der Kärntner Straße zugewandte Fassade mit Mosaikbildern von Eduard Veith geschmückt wurde (Darstellung der fünf Weltteile). Das Gebäude wies eine Gesamtzimmeranzahl von 105 Zimmern und 135 Betten auf. Das Hotelrestaurant wurde von Zeitgenossen als "Mekka der Wiener Rindfleischesser" bezeichnet. In der Schwemme kamen die Fiaker des nahegelegenen Standplatzes zusammen. 1916 erlangte das Hotel durch das Attentat Friedrich Adlers auf Ministerpräsident Karl Graf Stürgkh traurige Berühmtheit.

Nachdem das Haus gegen Ende des Zweiten Weltkrieges durch eine Bombe (12. März 1945) und Feuer (11. April 1945) schwerst beschädigt worden war, eröffnete die Hotelleitung im Haus Johannesgasse 12 einen Ausweichbetrieb, Das Haus Neuer Markt 2 wurde als Wohn- und Bürogebäude wiederaufgebaut.

siehe auch Kärntner Straße 16.


Literatur

  • Felix Czeike: Der Neue Markt. Wien [u.a.]: Zsolnay 1970 (Wiener Geschichtsbücher, 4), S. 40 f.
  • Technischer Führer durch Wien. Hg. vom Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Verein. Red. von Martin Paul. Wien: Gerlach & Wiedling 1910, S. 512 f.
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Wien: Gerlach & Wiedling 1906. Band 2, 1906, S. 445
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 394
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 1. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 39-41