Maximilian Steiner

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Personenname Steiner, Maximilian
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 26.08.1830
Geburtsort Ofen, Ungarn
Sterbedatum 29.05.1880
Sterbeort Baden bei Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof, Israelitische Abteilung, erstes Tor
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Theaterdirektor, Regisseur, Schauspieler
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit  jüdisch
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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NameVerwandtschaftsgrad
Johann SteinerVater
Fanni WinklerMutter
Gabor SteinerSohn
Rosa KollinskyGattin

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Steiner Maximilian, * 27. August 1830 Ofen, Ungarn (Budapest), † 29. Mai 1880 Baden bei Wien (Zentralfriedhof, Israelitische Abteilung, erstes Tor), Theaterdirektor, Regisseur, Schauspieler, Gattin Rosa Kollinsky (* 1840 Temesvar, † 1890 Wien), Sohn des Meerschaumpfeifenerzeugers Johann Steiner und dessen Gattin Fanni Winkler, Vater von Gabor Steiner, Direktor des Theaters an der Wien (1862-1880 [1. August 1869-15. Mai 1875 mit Marie Geistinger ], Nachfolger von Friedrich Strampfer; Gedenktafel am Papagenotor, enthüllt 14. September 1992).

Steiner arbeitete um 1850 als Buchhalter und Ladengehilfe in einer Textilhandlung in Temešvar, spielte jedoch ab 1852 an den deutschen Theatern in Temešvar, Arad und Hermannstadt unter Direktor Friedrich Strampfer und wurde dann Regisseur (Possen und Vaudevilles). Als Strampfer 1862-1880 die Direktion des Theaters an der Wien übernahm, nahm er Josefine Gallmeyer, Carl Blasel und Steiner nach Wien mit; Steiner trat nur noch selten auf, wurde Sekretär des Theaters und Strampfers engster Mitarbeit. Bereits am 1. August 1869 übernahm er selbst Pacht, Direktion und Oberregie (bis 1875 war Marie Geistinger seine Mitdirektorin, doch behielt er die künstlerische Leitung in seiner Hand); bis 1880 führte er das Theater allein, dann folgten ihm bis 1884 seine Söhne Gabor Steiner und Franz (1855-1920; seine private Verbindung mit der zweiten Gattin von Johann Strauß, Angelika, die zu ihm zog und von der sich Strauß scheiden ließ, überschattete die Direktionszeit). Steiner war der Wegbereiter der Goldenen Ära der Wiener Operette (5. April 1874 Uraufführung der Fledermaus) und führte das österreichische Volksstück zu neuen Höhepunkten (5. November 1870 Uraufführung von Anzengrubers „Der Pfarrer von Kirchfeld").

Literatur

  • Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Wien: Daberkow 1889-1892
  • Register zu den Nachträgen in Wurzbachs "Biographischem Lexikon des Kaiserthums Österreich". Wien 1923
  • Franz Hadamowsky: Wien – Theatergeschichte. Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1988
  • Patricia Steines: Hunderttausend Steine. Grabstellen großer Österreicher jüdischer Konfession auf dem Wiener Zentralfriedhof, Tor I und Tor IV. Wien: Falter-Verlag 1993, S. 195