Alter Evangelischer Friedhof

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Art des Objekts Friedhof
Jahr von 1858
Jahr bis
Name seit
Andere Bezeichnung Matzleinsdorfer Evangelischer Friedhof
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Bezirk 10
Lage Triester Straße 1
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Alter Evangelischer Friedhof / Matzleinsdorfer Evangelischer Friedhof (10, Triester Straße 1). Seit den Konkordatsverhandlungen ergab sich die Zweckmäßigkeit, für evangelische Begräbnisse einen eigenen Friedhof zu errichten. Seit der Auflösung des Mariazeller Gottesackers 1783, wo ein evangelischer Teil vorhanden war, gab es keine eigene evangelische Begräbnisstätte. Am 25. Juli 1856 wurden die erforderlichen Schritte zur Einrichtung eines Evangelischen Friedhofs eingeleitet, und zwar vor der Matzleinsdorfer Linie. 1857 erfolgte der Grundankauf, am 7. April 1858 fand die Einweihung statt. 1858 bis 1860 wurde die nach Motiven byzantinischen Stils erbaute Friedhofskirche errichtet (Evangelische Friedhofskirche). Die Belegung des Friedhofs wurde mit 15. November 1904 (die Grüfte mit 30. September 1909) befristet, weshalb beim Zentralfriedhof ein (zweiter) evangelischer Friedhof angelegt wurde (Neuer Evangelischer Friedhof). Mehrfach wurde eine Sperre beziehungsweise Auflassung des Friedhofs erörtert, doch wurde 1987 sein Weiterbestand auf unbestimmte Zeit genehmigt.

Am Friedhof vor der Matzleinsdorfer Linie ruhen unter anderem: Heinrich Anschütz, Rudolf von Arthaber und Gustav von Arthaber, Friedrich Beckmann, Friedrich Ferdinand von Beust, Karl Ludwig von Bruck, Ernst Wilhelm von Brücke, Hans Canon, Ada Christen, Hugo Darnaut, Ferdinand Deutelmoser, Friedrich Dittes, Philipp Fahrbach senior und Philipp Fahrbach junior, Carl Faulmann, August Förster und Emil Ritter von Förster, Ludwig Gabillon und Zerline Gabillon, Carl von Hasenauer, Friedrich Hebbel (und Gattin Christine Enghaus), Theodor von Hornbostel, Carl Karlweis, Heinrich Laube, Hermann Nothnagel, Hermann Präuscher, Julie Rettich, Adele Sandrock, Moritz Saphir, Otto Weininger und Max Winter.

Siehe auch Neuer Evangelischer Friedhof

Literatur

  • Gustav Reingrabner: Der Evangelische Friedhof in Wien-Matzleinsdorf. In: Wiener Geschichtsblätter. Nummer 21. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1966, S. 115 ff.
  • Franz Knispel: Die Aufbahrungshalle für den evangelischen Friedhof Matzleinsdorf. In: Der österreichische Bestatter 32. Heft 6. 1990, S. 196 ff.
  • Werner Schubert: Favoriten. Wien: Mohl 1980, S. 222 ff.
  • Herbert Tschulk: X. Favoriten. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1985 (Wiener Bezirkskulturführer, 10), S. 62 f.

Links