Matthias Franziskus Gerl der Jüngere

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Personenname Gerl, Matthias Franziskus
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 129176095
Geburtsdatum 01.04.1712
Geburtsort Klosterneuburg
Sterbedatum 13.03.1765
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Baumeister
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Gerlgasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse1Domgasse8
Wohnadresse1Domgasse6

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Gerl Matthias Franziskus (der Jüngere), * 1. April 1712 Klosterneuburg, † 13. März 1765 (laut Totenbeschauprotokoll) Stadt, Kleine Schulerstraße 844, „Zum roten Kreuz" (1, Domgasse 8), Architekt, Gattin (1740) Katharina, Witwe des bürgerlichen Maurermeisters Johann Gottfried Pockh ( † 9. September 1739).

War Polier, bewarb sich 1738 um die Meisterschaft (einer der letzten "Handwerker-Architekten"); er gilt als "Mann des Übergangs" und wurde von Hildebrandt beeinflusst. Klosterbaumeister der Piaristen, k. k. Hof- und Direktorialbaumeister und erzbischöflicher Baumeister.

Baute in Wien und Umgebung 1744 die Oberlaaer Pfarrkirche und 1746 den Klosterneuburger Hof in der Renngasse, führte den Erweiterungsbau der Böhmischen Hofkanzlei aus, 1746/1747 den Umbau der Simmeringer Pfarrkirche (Laurenzkirche), 1754-1756 (wahrscheinlich) den Bau der Theklakirche, 1758 die Erweiterung der Penzinger Kirche, 1760/1761 das Haus Kleine Schulerstraße 845 (1, Domgasse 6, ehemals Kleiner Bischofshof; aus dem Erbe Pockhs stammend, nunmehr Neubau, Katharina ließ das Hauszeichen "Maria Pötsch" in Rokokoumrahmung anbringen) und 1765 den Bau der Neulerchenfelder Kirche, außerdem 1747 den Bau eines Oratoriums an der Kaiserebersdorfer Pfarrkirche und 1751 des dortigen Pfarrhofs. Gerlgasse.

Literatur

  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 49
  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 34
  • Penzinger Museumsblätter. Wien: Museumsverein Penzing 1962- lfd. Band 15/16 (1967), S. 264