Margaretenhof (1)

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1., Jasomirgottstraße 6, Bauernmarkt 2a, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1359
Jahr bis 1880
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Wolfgang Wilhelm Prämer
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser, Wolfgang Wirsig: Wiener Hofnamen
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Bildname Jasomirgottstraße6.jpg
Bildunterschrift  1., Jasomirgottstraße 6, Bauernmarkt 2a, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Bauernmarkt2A
1Jasomirgottstraße6

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt58918211862
Stadt62817951821
Stadt53517701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Margaretenhof (1, Bauernmarkt 2A, Jasomirgottstraße 6; Konskriptionsnummer 589).

Der Margaretenhof wird im Jahr 1359 erstmals erwähnt. Aus einer Urkunde aus dem Jahr 1360 geht hervor, dass sich im Haus eine Margaretenkapelle befand. Da im Nachbarhaus eine Kapelle gleichen Namens existierte, könnte hier eine Verwechslung vorliegen (siehe Bauernmarkt 2).

Ab 1584 (Paul Harrer: Wien, seine Häuser) beziehungsweise 1587 (Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien) gehörte er dem Wiener Bürger und Handelsmann Hans Prämer. Über seine Söhne erbte es sein Enkel Wolfgang Wilhelm Prämer, der als Kunstschriftsteller 1678 in seinem Traktat "Ehrenpreis der kaiserlichen Residenz- und niederösterreichischen Haubtstadt Wienn" eine Stadtbeschreibung Wiens veröffentlichte.

Nachdem Papst Clemens die Freimaurer 1738 mit einem Bann belegt hatte, wurden deren Versammlungen in verschiedenen Häusern abgehalten. Als sie im Margaretenhof 1743 ein Fest veranstalteten, wurden sie verraten und das Haus vom Militär besetzt. Unter den zahlreichen Teilnehmern, die man verhaftete, befanden sich die Grafen Starhemberg und Trauttmansdorff. Angeblich hatte auch der Gemahl der Kaiserin Maria Theresia, Kaiser Franz I., an diesem Fest teilgenommen, er soll aber über eine Seitentreppe in das Nachbarhaus entkommen sein.

1873 wurde der Margaretenhof von der Stadtbaugesellschaft erworben und 1875 (Paul Harrer: Wien, seine Häuser) beziehungsweise 1880 (Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien) neu erbaut. Beim Abbruch wurden in den Fundamenten spätromanische Architekturspolien gefunden (heute Wien Museum).

Das heutige Gebäude entstand im Jahr 1911.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 711 f. (Margaretenkapelle) und 716-718 (Margaretenhof)