Manfried Welan

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Personenname Welan, Manfried
Abweichende Namensform
Titel Univ.-Prof., Dr. iur., Dr. h. c.
Geschlecht männlich
GND 121037053
Geburtsdatum 13.06.1937
Geburtsort Wien
Sterbedatum
Sterbeort
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Jurist, Politiker
Parteizugehörigkeit Österreichische Volkspartei
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage, Gedenktage-GW, POLAR
Letzte Änderung am  18.05.2017 durch WIEN1\lanm09was
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Rektor der Universität für Bodenkultur Wien19911993
Sekretär und Schriftführer im Verfassungsgerichtshof
Österreichische Gesellschaft für Agrar-und Umweltrecht
Vorsitzender der österreichischen Rektorenkonferenz19791984
Prorektor der Universität für Bodenkultur Wien19751977
Institut für Konfliktforschung
Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz19861991
Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz19791981
Dritter Präsident des Wiener Landtages9 Dezember 198730 September 1990
ICEUR (International Center for Advanced and Comparative EU-Russia/NIS Research)
Stadtrat ohne Geschäftsbereich14 März 19869 Dezember 1987
Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats27 Mai 198330 September 1990
Präsident der Akademie für Umwelt und Energie in Laxenburg19821986
Jury der Lupac-Stiftung
Vizepräsident der Österreichischen Unesco-Kommission19912000
Rektor der Universität für Bodenkultur Wien19771984
Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Ökologie (ÖGÖ)
Präsident der UNESCO-Gemeinschaft Wien2003
Mitglied des Präsidiums des Demokratiezentrums Wien
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ehrenring der Universität für Bodenkultur29 November 1984
Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaft13 Januar 200426 Mai 2004

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Manfried Welan, * 13. Juni 1937 Wien, Jurist, Politiker.

Biographie

Manfried Welan studierte nach der Matura Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien und promovierte 1961 zum Dr. iur. Anschließend arbeitete er im rechtskundigen Dienst der Technischen Hochschule Wien. 1962 bis 1966 war er Mitarbeiter des Verfassungsgerichtshofes und 1967 bis 1969 in der wissenschaftlichen Abteilung der Bundeswirtschaftskammer tätig.

1969 wurde Welan, der auch zu den Gründervätern der österreichischen Politikwissenschaft zählt, an die spätere Universität für Bodenkultur als Professor und Vorstand des Instituts für Rechtswissenschaft berufen. 1973 wurde er zum Ordinarius bestellt, 1975 bis 1977 wirkte er als Prorektor, 1977 bis 1981 als Rektor und 1981 bis 1984 wiederum als Prorektor seiner Hochschule. Zwischen 1979 und 1981 war er überdies Vorsitzender der Österreichischen Rektorenkonferenz. Auch in den 1990er Jahren fungierte der Jurist als Rektor (1991 bis 1993) bzw. Vizerektor (1994 bis 2001) der Universität für Bodenkultur.

Nach der Gemeinderatswahl 1983 zog Welan als einer der "bunten Vögel" Erhard Buseks für die ÖVP in den Wiener Landtag und Gemeinderat ein, dem er mit einer Unterbrechung als Stadtrat ohne Geschäftsbereich (März 1986 bis Dezember 1987) bis September 1990 angehörte. Von 1987 bis 1990 übte er das Amt des Dritten Präsidenten des Wiener Landtags aus. Außerdem engagierte er sich in den Ausschüssen für Personal, Recht, Umwelt und Konsumentenschutz sowie Wissenschaft und Kultur.

Bis zu seiner Emeritierung 2005 war Welan als Ordentlicher Professor tätig. Zudem wirkte er von 1995 bis 2000 als Gastprofessor für Politik an der Europäischen Journalistenakademie an der Donauuniversität Krems. Darüber hinaus bekleidete der Jurist 1982 bis 1986 die Funktion eines Präsidenten der Akademie für Umwelt und Energie in Laxenburg, von 1986 bis 1991 jene des Vizepräsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz (ÖGNU) sowie im gleichen Zeitraum jene des Vizepräsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Ökologie (ÖGÖ). 1991 bis 2000 war er Vizepräsident der Österreichischen UNESCO-Kommission.

Welan verfasste eine Reihe grundlegender Publikationen über das österreichische politische System, darunter "Der Bundeskanzler im österreichischen Verfassungsgefüge" (1971, gemeinsam mit Heinrich Neisser), "Das österreichische Staatsoberhaupt" (1986), "Der Bundespräsident. Kein Kaiser in der Republik“ (1992), "Der Bürgermeister" (1993), "Recht in Österreich" (1999), "Was Europa zusammenhält“ (2004), "Wissenschaft und Politik als Berufe" (2006) oder "Kontinuität und Wandel der Zweiten Republik" (2008). 2012 erschienen ein Querschnitt seines wissenschaftlichen Werks unter dem Titel "Österreich auf dem Weg zur Demokratie? - Aufmerksame Betrachtungen aus einem halben Jahrhundert" sowie die Autobiographie "Ein Diener der Zweiten Republik". Ergänzend veröffentlichte er 2014 unter dem Titel "Student in Rot-Weiß-Rot" Erinnerungen an seine Studienjahre.

Literatur

  • Manfried Welan: Ein Diener der Zweiten Republik. Wien: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag 2012
  • Manfried Welan: Ein Kind meiner Zeit [Erinnerungen aus Anlass des Österreichjahres 2005]. Wien: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag 2005
  • Manfried Welan: Student in Rot-Weiß-Rot. Wien 1955 - 1960. Mit einem Vorwort von Heinrich Neisser. Wien [u.a.]: Böhlau 2014
  • Universität für Bodenkultur: Manfried Welan [Stand: 18.05.2017]

Links