Magistratsreform

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Hofdekret über die Einführung der Magistratsreform vom 16. August 1783
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildname WStLA Hauptarchiv Akten A1 1 1783 01 1r.jpg
Bildunterschrift]]  Hofdekret über die Einführung der Magistratsreform vom 16. August 1783
Bildquelle WStLA, Hauptarchiv-Akten: 1/1783
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

Mit den Hofkanzleidekreten vom 16. und 20. August 1783 wurde im Zuge der Verwaltungsreformen Josephs II. der „Magistrat der kaiserlichen Residenz-Stadt Wien" als bürgerliche (bis dahin landesfürstliche) Behörde geschaffen, an deren Spitze der Bürgermeister stand. Die Entscheidung wurde vom damaligen Bürgermeister Josef Georg Hörl mitgetragen, der in die Vorberatungen eingebunden gewesen war. Der Magistrat gliederte sich nunmehr als Organ der städtischen Verwaltung in drei voneinander unabhängig amtierende Senate: den Senat in publico-politicis et oeconomicis (Verwaltung im engeren Sinn und Finanzgebarung, unmittelbar vom Bürgermeister geleitet), den Senat in judicialibus civilibus (Zivilgerichtsbarkeit, unter der Leitung eines Vizebürgermeisters, der bis dahin das Amt des Stadtschreibers ausgeübt hatte) und den Senat in judicialibus criminalibus (Strafgerichtsbarkeit, ebenfalls unter der Leitung eines Vizebürgermeisters).

Siehe auch: Stadtverfassung