Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (1922-2007)

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art der Organisation Behörde
Datum von 1922
Datum bis 2007
Benannt nach
Prominente Personen
Quelle
Letzte Änderung am  27.09.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF

Es wurden noch keine Adressen zu dieser Organisation erfasst!

frühere Adressierung

Es wurden noch keine früheren Adressen zu dieser Organisation erfasst!

BezeichnungDatum vonDatum bis
Magistratsabteilung X - Rechtsangelegenheiten des öffentlichen Gesundheitswesens. Private Heilanstalten. Apotheken. Friedhofswesen19021920
Magistratsabteilung 13 - Friedhofs- und sanitäre Rechtsangelegenheiten19201922
Magistratsabteilung 13a - Zentralfriedhofsverwaltung19221922
Magistratsabteilung 13a - Gemeindefriedhöfe19221924
Magistratsabteilung 13a - Betrieb: Gemeindefriedhöfe19241934
Magistratsabteilung 20 - Friedhofsverwaltung19341939
Abteilung IV/19 - Friedhofsverwaltung19391941
Abteilung G 25 - Friedhöfe19411945
Magistratsabteilung IV/12 - Friedhöfe19451946
Magistratsabteilung 43 - Friedhöfe19461973
Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe19732007

Inhalt:
  1. Aufgabenbereiche
  2. Entwicklungsübersicht
  3. Quellen
  4. Literatur
  5. Links
  6. Einzelnachweise


Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe.


Zentrale Aufgaben waren Planung, Erhaltung, Verwaltung und Betrieb der städtischen Friedhöfe, Urnenhaine und dazugehörigen Einrichtungen, die Durchführung von Be- und Enterdigungen und Einäscherungen, einschlägige Gebührenangelegenheiten, Beistellung und Anlage der Ehrengräber, Ausführung von Grabwidmungen, Pflege der Kriegs- und Opfergräber, Erlassung und Handhabung von Friedhofsordnungen, Führung der entsprechenden Evidenzen und Statistiken, Bestellung von Friedhofskontrahenten und der Wärterinnen der Bezirksleichenkammern sowie die Betriebsführung der städtischen Friedhofsgärtnerei und der Steinmetzwerkstätte.


Vorläufer

Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1902: Die Geschäftsaufzählung der Magistratsabteilung X umfasste unterschiedliche gesundheitspolizeiliche Aufgaben (Magistratsabteilung 15, Magistratsabteilung 16), so auch allgemeine Bestimmungen des Begräbniswesens, Leichenüberführungen und -exhumierungen, Bau und Instandhaltung von Leichenkammern sowie die Verwaltung von Friedhöfen.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1920: Magistratsabteilung 13; die Geschäftsaufzählung schloss an jene der Magistratsabteilung X an; Angelegenheiten der Friedhöfe, Leichenkammern und privater Begräbnisanlagen waren darin enthalten.

Aufgabenbereiche

1922: Mit Beschluss vom 10. Jänner 1922 wurden die Friedhofsangelegenheiten von der Magistratsabteilung 13 abgespalten, und es kam zur Errichtung einer neuen Magistratsabteilung 13a (Zentralfriedhofsverwaltung).[1] Die Geschäftsaufzählung umfasset neben Personalüberwachung und Erlassung von Dienstinstruktionen die Friedhofsordnung, Beerdigungsgebühren, Grabstellenvergebung, Gebäudeerhaltung, Graberhaltungswidmungen, Gräberausschmückung sowie Herstellung und Vertrieb von Grabsteinen und Grabkreuzen. Mit Erlass vom 18. September 1922 wurde der Aufgabenbereich erweitert,[2] durch Angelegenheiten des selbständigen Wirkungsbereichs nach dem Reichssanitätsgesetz (Errichtung, Instandhaltung und Überwachung der Leichenkammern und Begräbnisplätze) hinsichtlich aller Gemeindefriedhöfe. Zugleich wurde der Sachtitel auf „Gemeindefriedhöfe“ geändert.
1923:[3] Erweiterung der Geschäftsaufzählung auf dem Gebiet des Beerdigungswesens. So kamen hinzu: Führung des Totenkatasters, der Gräberprotokolle und Herausgabe des Verzeichnisses der Verstorbenen; Freileichenprotokoll für Zentralfriedhof und Südwestfriedhof; Überführungs- und Gebührenangelegenheiten.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1924: Erhebung der Magistratsabteilung 13a zu einem Betrieb; Neuformulierung der Geschäftsaufzählung.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1934: Magistratsabteilung 20; die Geschäftsaufzählung wurde neu abgefasst, jedoch sachlich nicht abgeändert. Neuer Sachtitel: „Friedhofsverwaltung“.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1939: Abteilung IV/19; durch die Schaffung von Groß-Wien kam es zu einer Erweiterung des Wirkungskreises. In der Geschäftsaufzählung erschien die Durchführung der Denkmalfundierungsarbeiten in Eigenregiefriedhöfen als Ergänzung auf.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1941: Abteilung G 25; kriegsbedingt hatte die Friedhofsgärtnerei auch den Anbau von Gemüse und Ölpflanzen vorzunehmen.[4] Änderung des Sachtitels: „Friedhöfe“.
1943: Überstellung der Abteilung G 25 aus dem Hochbauamt in das Grünflächenamt der Hauptabteilung G (Bauwesen).[5]
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1945: Magistratsabteilung IV/12.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1946 (1948):Magistratsabteilung 43; die Geschäftsaufzählung schloss sich wörtlich an jene von 1934 an. Einzige Ergänzung: Bestellung ständiger Unternehmer für Friedhofsarbeiten.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1955: Magistratsabteilung 43; Neuformulierung der Geschäftsaufzählung. Neu hinzu kamen Ausschmückung und Pflege der Ehrengräber der Stadt Wien, der Kriegs- und Fürsorgegräber sowie jener der Roten Armee.
1963:[6] Geringfügige Änderung der Geschäftsaufzählung.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1969: Magistratsabteilung 43; Überstellung der Magistratsabteilung in die Geschäftsgruppe IX. Die Geschäftsaufzählung erfuhr eine Änderung in Angelegenheiten der Graberhaltungswidmungen.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1979: Es erfolgte eine Straffung der Geschäftsaufzählung.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 1986: Es wurde eine weitere sprachliche Präzisierung sowie die Berücksichtigung der Grundverwaltung der abteilungseigenen Anlagen und Objekte vorgenommen.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 2005: Die Bestellung von Wärterinnen der Bezirksleichenkammern wurde aus der Geschäftsaufzählung gestrichen.
Geschäftseinteilung des Magistrats der Stadt Wien 2008 (Jänner): Die Magistratsabteilung 43 wurde in eine die Friedhöfe Wien GmbH umgewandelt.[7]


Entwicklungsübersicht

1902 Magistratsabteilung X - Gesundheitswesen
1920 Magistratsabteilung 13 - Friedhofs- und sanitäre Rechtsangelegenheiten (Gruppe IV. Sozialpolitik und Wohnungswesen)
1920 Magistratsabteilung 13[8] - Friedhofs- und sanitäre Rechtsangelegenheiten (Gruppe III. Wohlfahrtseinrichtungen, Jugendfürsorge und Gesundheitswesen)
1922 Magistratsabteilung 13a - Zentralfriedhofsverwaltung (Gruppe III. Wohlfahrtseinrichtungen, Jugendfürsorge und Gesundheitswesen)
1922 Magistratsabteilung 13a[9] - Gemeindefriedhöfe (Gruppe III. Wohlfahrtseinrichtungen, Jugendfürsorge und Gesundheitswesen)
1924 Magistratsabteilung 13a - Betrieb: Gemeindefriedhöfe (Gruppe III. Wohlfahrtseinrichtungen, Jugendfürsorge und Gesundheitswesen)
1934 Magistratsabteilung 20 - Friedhofsverwaltung (Gruppe III. Wohlfahrtsamt. Soziale Fürsorge und Gesundheitswesen)
1939 Abteilung IV/19 - Friedhofsverwaltung (Hauptabteilung IV. Bauwesen)
1941 Abteilung G 25 - Friedhöfe (Hauptabteilung G. Bauwesen)
1945 Magistratsabteilung IV/12 - Friedhöfe (Verwaltungsgruppe IV. Stadtbauamt)
1946 Magistratsabteilung 43 - Friedhöfe (Geschäftsgruppe VII. Baubehördliche und sonstige technische Angelegenheiten)
1969 Magistratsabteilung 43 - Friedhöfe (Geschäftsgruppe IX. Baubehördliche und sonstige technische Angelegenheiten)
1973 Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (Geschäftsgruppe VI. Umwelt und öffentliche Einrichtungen)
1976 Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (Geschäftsgruppe Städtische Dienstleistungen und Konsumentenschutz)
1979 Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (Geschäftsgruppe Vermögensverwaltung, städtische Dienstleistungen, Konsumentenschutz)
1983 Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (Geschäftsgruppe Verkehr und Energie)
1991 Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (Geschäftsgruppe Bürgerdienst, Inneres, Personal)
1994 Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (Geschäftsgruppe Bürgerdienst, Inneres, Personal und Wiener Stadtwerke)
1996 Magistratsabteilung 43 - Städtische Friedhöfe (Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke)
2008 Überleitung in:
Friedhöfe Wien GmbH


Quellen


Literatur

  • Felix Czeike / Peter Csendes: Die Geschichte der Magistratsabteilungen der Stadt Wien 1902-1970. Band 1. Wien: Jugend und Volk 1971 (Wiener Schriften, 33), S. 229-232
  • Peter Csendes: Geschichte der Wiener Magistratsabteilungen in den Wahlperioden 1969 bis 2005. Wien: Wiener Stadt- und Landesarchiv 2007 (Veröffentlichungen des Wiener Stadt- und Landesarchivs, Reihe C. Sonderpublikationen, Heft 13), S. 108


Links

Friedhöfe Wien GmbH


Einzelnachweise

  1. Pr.Z. 130/1922; Normalienblätter des Magistrats 1922, Nr. 1.
  2. Verordnungsblatt des Wiener Magistrates 1922, S. 73.
  3. Übernahme von Aufgaben des aufgelösten Konskriptionsamts. Erlass vom 4. Dezember 1922 (MD 7327/1922; Verordnungsblatt des Wiener Magistrates 1923, S. 15).
  4. Verwaltungsbericht der Stadt Wien 1940/1945, S. 308.
  5. Erlass vom 15. März 1943 (A 2 - 619/1943).
  6. Erlass vom 26. November 1963 (MD 3567/1963).
  7. Rathauskorrespondenz vom 29. September 2007.
  8. Einreihung in die Gruppe III mit Erlass vom 28. November 1920 (Gesetze, Verordnungen und Entscheidungen sowie normative Bestimmungen des Gemeinderates, Stadtrates und des Magistrates 1920, S. 105 f.).
  9. Änderung des Sachtitels mit Erlass vom 18. September 1922 (Verordnungsblatt des Wiener Magistrates 1922, S. 73).