Leopoldinischer Trakt

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Leopoldinischer Trakt (1948)
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Leopold I.
Einlagezahl
Architekt Philiberto Lucchese, Giovanni Pietro Tencala, Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildname Leopoldinischer Trakt.jpg
Bildunterschrift  Leopoldinischer Trakt (1948)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 48112/4
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Heldenplatz

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Leopoldinischer Trakt (1, Hofburg). Nachdem man in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts an den Schweizerhof einen sechsachsigen Anbau für die Kinder Ferdinands I. angefügt hatte (heute Durchfahrt zum Heldenplatz), gab Leopold I. den Auftrag zu einem Verbindungstrakt zur Amalienburg, der 1660-1666 nach Plänen von Philiberto Lucchese durch Carlo Martine Carlone und Domenico Carlone errichtet beziehungsweise nach dem Brand von 1668 durch Giovanni Pietro Tencala bis 1680 wiederhergestellt und aufgestockt wurde (Lucchese war bereits 1666 verstorben). Der Balkon wurde 1750 von Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey hinzugefügt, die Schmalseite zum Ballhausplatz 1875 durch einen Vorbau verdeckt. Die flache frühbarocke Fassade zum Heldenplatz erinnert mit ihrer Lisenengliederung an die Münchener Residenz. Die Innenausstattung stammt aus der Zeit Maria Theresias (um 1750), die hier wohnte (Maria-Theresien-Appartement); im 19. Jahrhundert hatten im zweiten Stock die Eltern Franz Josephs I. (Franz Karl und Sophie) ihre Appartements.

Die Josefs- oder Kammerkapelle ist durch Wandfresken von Franz Anton Maulbertsch und Deckengemälde von Vinzenz Fischer geschmückt (1772; Entwürfe von Nikolaus Pacassi). Seit 1947 befinden sich im Leopoldinischen Trakt der Amtssitz des Bundespräsidenten und die Präsidentschaftskanzlei.

Literatur

  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 47 f.
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Ed. Wien, Dachs-Verlag 1993, S. 86 f.