Leopold Hasner von Artha

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Personenname Hasner von Artha, Leopold
Abweichende Namensform Hasner, Leopold
Titel Dr. jur., ao. Prof., o. Prof., Ritter
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 15.03.1818
Geburtsort Prag
Sterbedatum 05.06.1891
Sterbeort Bad Ischl
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Nationalökonom, Jurist
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Hasnergasse (23), Hasnerstraße
Denkmal Hasnerdenkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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Leopold Hasner Ritter von Artha, * 15. März 1818 Prag, † 5. Juni 1891 Bad Ischl, Oberösterreich, Nationalökonom, Jurist. Studierte Philosophie und Jus in Prag (Dr. jur. 1842), danach (bis 1848) Konzeptsbeamter bei der Hofkammerprokuratur in Wien beziehungsweise bis 1849 Redakteur der Prager Zeitung.

Nach Habilitation (1849) wurde Hasner ao. Prof. für Rechtsphilosophie und war 1851-1863 o. Prof. der Nationalökonomie an der Universität Prag beziehungsweise o. Prof. der politischen Ökonomie an der Universität Wien (1865-1867). Er galt als einer der hervorragendsten Vertreter der Hegelschen Lehre in Österreich. 1861 wurde er, in den böhmischen Landtag gewählt, Reichsratsabgeordneter (1863-1865 Präsident des Abgeordnetenhauses), 1867 wurde er ins Herrenhaus berufen (ab 1870 Führer und Sprecher der Verfassungspartei). Hasner war 1867-1870 Minister für Cultus und Unterricht und in dieser Eigenschaft Schöpfer des Reichsvolksschulgesetzes (1869), das er gegen verschiedene Widerstände durchsetzte (achtjährige Schulpflicht unter staatlicher Beaufsichtigung). Als Ministerpräsident (1. Februar bis 4. April 1870) war er ein Vertreter des Zentralismus und lehnte föderalistische Zugeständnisse ab. Ehrenbürger der Stadt Wien (25. Juni 1889) anläßlich des 20. Jahrestags der Wirksamkeit des unter seiner Ministerschaft erlassenen freiheitlichen Volksschulgesetzes.

Hasnerdenkmal, Hasnerstraße, Hasnergasse (23)


Literatur

  • Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. München: Oldenbourg 1974 - lfd.
  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Richard Bamberger / Franz Maier-Bruck: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Band 1: A–K. Wien: Österreichischer Bundesverlag / Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1966
  • Hanns Jäger-Sunstenau: Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien. Wien: Deuticke 1992 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 23), S.63