Ledererhof 4

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
1., Ledererhof 4, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1421
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  25.01.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Ledererhof4.jpg
Bildunterschrift  1., Ledererhof 4, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtLedererhof4
Innere StadtFärbergasse6

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt36417951821
Stadt29817701795
Stadt29917701795
Stadt33518211862
Stadt36317951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Ledererhof 4 (Konskriptionsnummer 335), Färbergasse 6.

Im Zuge der Judenvertreibung des Jahres 1421 (siehe Geserah) wurde das Haus, "gelegen in der Judengassen ze Wienn pey dem türlein als man get an den Hof", von Herzog Albrecht V. beschlagnahmt und am 6. August 1421 verschenkt. Danach verliert sich dessen Spur bis 1513. In diesem Jahr stehen nun zwei Häuser auf dem Grundstück.

Haus A

Dieses Haus war offenbar einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen ("in der Prunst verdorben und niedergefallen, lange Zeit öd gelegen"). Da die Besitzer verstorben und keine Erben vorhanden waren, kam die Brandstatt in den Besitz der Stadt, die sie verkaufte. Da auf dem alten Haus eine Messstiftung von 70 Pfund Wiener Pfennig lag, musste diese entweder ausbezahlt oder burgrechtlich auf das neue Haus übertragen werden, das nun errichtet wurde und vor 1530 fertiggestellt war. Das Haus, das mehrfach versteigert werden musste, bestand bis 1807.

Haus B

Wie Haus A war auch Haus B dem Brand zum Opfer gefallen und als erbloses Gut in das Eigentum der Stadt gekommen. Diese verkaufte die Brandruine vermutlich zwischen 1523 und 1526 um 35 Pfund Wiener Pfennig. Der Käufer errichtete darauf ein Haus, das er um 457 Pfund Wiener Pfennig verkaufte und das kurz darauf noch einmal für 404 Pfund Wiener Pfennig den Besitzer wechselte. Alle drei Besitzerwechsel wurden im Jahr 1526 ins Grundbuch eingetragen, dürften aber zum Teil bereits früher stattgefunden haben. 1696 wurde ein Teil abgetrennt, der danach das Haus Stadt 334 (Färbergasse 8) bildete. Im Jahr 1807 wurde das Haus Stadt 335 B abgetragen.

Neubau 1807

Das heutige Haus entstand im Jahr 1807 anstelle der beiden alten Gebäude.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 3. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 493-496