Laurenz Haiden

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Personenname Haiden, Laurenz
Abweichende Namensform
Titel Ritter
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 1430
Geburtsort Wien
Sterbedatum 1486
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Pfarrkirche Guntramsdorf (vermutlich)
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Bürgermeister
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF


Es wurden noch keine Funktionen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Auszeichnungen zu dieser Person erfasst!

Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
WohnadresseInnere StadtFischerstiege1
WirkungsadresseInnere StadtFleischmarkt24
NameVerwandtschaftsgrad
Benigna WeihenbergerGattin
Barbara EilinsgrabGattin
Heinrich HaidenVater

Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Objekte nach dieser Person benannt!

Laurenz Haiden, Ritter (erstmals erwähnt 1472), * um 1430/1435 Wien, † vor 14. Februar 1486 Wien (oder Guntramsdorf; Begräbnisstätte vermutlich Pfarrkirche Guntramsdorf, Niederösterreich), Bürgermeister, erste Gattin Benigna Weihenberger, zweite Gattin Barbara Eilinsgrab, Sohn des reichen Kaufmanns Heinrich Haiden. Begann 1449 sein Studium an der Universität Wien, um später den ausgedehnten ererbten Besitz zu verwalten. In den Auseinandersetzungen zwischen Friedrich III. und seinem Bruder Erzherzog Albrecht VI. (1462) stand er auf der Seite des Kaisers und mußte daher 1462/1463 aus Wien flüchten. 1464/1465 unternahm er eine Fahrt ins Heilige Land (ab 1464/1465 „Ritter des Heiligen Grabes"). Haiden übte verschiedene öffentliche Ämter aus: er war Stadtrichter (1460), Ratsherr (1461, 1473-1476, 1478, 1485 [bis 5. Juni]), Bruckmeister (1461) und Bürgermeister (1479-1484). 1485 (während der Belagerung Wiens durch die Ungarn unter Matthias Corvinus) wurde er in einen Prozess verwickelt, in welchem man ihn der Unterschlagung beschuldigte. Wahrscheinlich über Intervention König Matthias', der am 1. Juni 1485 in Wien einzog, blieb ihm die Hinrichtung erspart. Haiden wohnte in seinem Haus in der Salvatorgasse (1, Fischerstiege 1); in einem anderen seiner Häuser (Fleischmarkt 24) hatte Haiden vor 1476 eine Koderie (Heim für arme Studenten) gestiftet, die zwischen 1507 und 1538 aufgelassen wurde. Die immer wieder behauptete Verbindung Haidens zum Namen von Straße und Haus „Zum Heidenschuss" ist falsch. Sein Wappen zeigt im Schild eine Gemme bzw. den Kopf eines Mannes mit flatternden Stirnbändern. Vom Kopf des Mannes gehen drei Strahlen abwärts.


Literatur

  • Richard Perger: Die Wiener Ratsbürger 1396 – 1526. Wien: Deuticke 1988 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 18), S. 208
  • Richard Perger: Die Haiden von Guntramsdorf, in: Jahrbuch des heraldisch-genealogischen Vereines Adler in Wien. Wien, 3. Folge, 7 (1967/70), S. 106 ff.
  • Felix Czeike: Wien und seine Bürgermeister. Sieben Jahrhunderte Wiener Stadtgeschichte. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1974, S. 118 und Register