Laternenanzünder

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Laternenanzünder, Bediensteter, der bei einbrechender Dunkelheit die öffentlichen Gaslaternen (Kandelaber) entzündete; er trug einen weißlichen Arbeitsmantel und führte eine über zwei Meter lange Bambusstange mit sich, an deren oberem Ende ein windgeschütztes Lichtlein brannte; ursprünglich besorgte er seine Arbeit mittels einer Leiter, doch führte dies häufig zu Unfällen, wenn diese durch vorbeifahrende Kutschen angefahren wurde (Erlass 1775). Er ist in gewisser Hinsicht ein Nachfolger des Ölerers. Die Laternenanzünder hatten jahrzehntelang ihren Sammelplatz vor dem Haus des Apothekers Georg Pfendler (9, Porzellangasse 7).

Literatur

  • Mauriz Schuster: Alt-Wienerisch. Ein Wörterbuch veraltender und veraltetet Wiener Ausdrücke und Redensarten. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1983, S. 96 ff.