Konskriptionsbogen

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Konskriptionsbogen waren aufgrund des Konskriptionspatents vom 25. Oktober 1804 angelegte und auf dem laufenden gehaltene Wohnungsbogen (1805-1846). Die Bögen sind innerhalb jeder Gemeinde (Konskriptionsbezirk) nach Hausnummern (Konskriptionsnummer (CNr.), siehe Häusernumerierung) und innerhalb jedes Hauses nach Wohnungsnummern angelegt. Jeder Bogen enthält Rubriken für Name, Geburtjahr, Geburtsort, Beruf (auch Meisterrechtserwerbung) und militärische Beschreibung. Zog eine Familie aus, so wurde ihr Name ausgestrichen und der Nachmieter eingetragen. Der Bogen konnte allerdings auch zur neuen Adresse mitübersiedeln. In diesem Fall wurde für den Nachmieter ein neuer Bogen angelegt. War ein Bogen vollgeschrieben, wurde er ausgeschieden. So sind viele der älteren Eintragungen vernichtet worden. Schwierigkeiten für die Forschung entstehen insbesondere, wenn bei Verwendung nach Streichungen oder bei Neubenützung auszuscheidender Bogen auf deren Rückseite das ursprünglich Anlagejahr nicht korrigiert wurde beziehungsweise sich Unklarheiten hinsichtlich der topographische Zuordnung ergeben. Dennoch sind die Konskriptionsbogen eine wertvolle Quelle personen- oder adressenbezogener Forschungen. Für Fremde (außerhalb Niederösterreichs beheimatete Personen) wurden eigene „Fremdenbögen" angelegt. Die Konskriptionsbogen werden im Wiener Stadt- und Landesarchiv verwahrt.


Quellen