Konrad Hölzler (der Ältere)

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Personenname Hölzler, Konrad
Abweichende Namensform
Titel Ritter
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 1385
Geburtsort Matrei am Brenner
Sterbedatum 30.05.1442
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Stephansdom
Grabstelle nördlicher Chor
Ehrengrab
Beruf Bürgermeister, Kaufmann, Hausgenosse, Bergbauunternehmer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
WohnadresseLandskrongasse1-3
NameVerwandtschaftsgrad
Katharina von Haunstein1. Gattin
Konrad Hölzler (der Jüngere)Sohn

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Konrad Hölzler der Ältere (1438 Ritter), * um 1385/1390 Matrei am Brenner (?),† 30. Mai 1442 (!) Wien (?) (Begräbnisstätte Stephansdom, nördlicher Chor; Gruftplatte der Familie im Wien Museum), Bürgermeister, Kaufmann, Hausgenosse, Bergbauunternehmer, Gattin Katharina (Katrei) von Haunstein. Sein Wappen zeigt im silbernen Schild übereinander drei rote windische Hüte (oder Rundschilde), auf dem Helm ist der Kopf eines bärtigen Mannes mit Eselsohren dargestellt.

Als Sohn eines Tiroler Zollbeamten nach Wien gekommen, arbeitete Hölzler zwischen 1414 (seinem ersten nachweisbaren Auftreten in Wien) und 1441 fast durchwegs in leitenden öffentlichen Funktionen. Dreimal (1423/1424, 1430-1433 und 1440/1441) war er Bürgermeister. 1438 wurde er zugleich mit seinem Sohn Konrad (Konrad Hölzler der Jüngere) von Herzog Albrecht V. anlässlich dessen Krönung zum Ritter geschlagen. 1441 saß er im Regentschaftsrat für den unmündigen Ladislaus Postumus. Als Kaufmann trieb er Handel mit Frankfurt/Main und Venedig (1432 war er Mitglied im Ausschuss der Wiener Kaufleute). 1433 erwarb Hölzler die Herrschaft Pöggstall. Er wohnte wahrscheinlich im Haus "Die Landskrone" (Konskriptionsnummer 548, Teil des Hauses 1, Landskrongasse 1-3), das seine Gattin 1430 geerbt hatte.

Als er 1454/55 das Bürgermeisteramt ausübte, gab es einen Konflikt mit der Universität. Die Universität beschwerte sich, dass Hölzler wagte, die Sturmglocke über die Universität zu läuten. Hölzler sei vor den Rektor geritten, habe gemeint, die Studenten hätten ihn mit Steinen beworfen, und habe gedroht, fünf Studenten köpfen zu lassen. Auch drohe er mit Gewalt gegen die Professoren. In der Gegenklage leugnete oder schwächte die Stadt alles ab und versuchte die Schuld auf die Studenten zu schieben.

Literatur

  • Richard Perger: Die Wiener Ratsbürger 1396 – 1526. Wien: Deuticke 1988 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 18), S. 214
  • Richard Perger: Wiener Bürger des 15. Jahrhunderts als Förderer der Leonhardskirche in Tamsweg. In: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien. Wien: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 26 (1970), S. 77 ff.
  • Felix Czeike: Wien und seine Bürgermeister. Sieben Jahrhunderte Wiener Stadtgeschichte. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1974, S. 105, 107
  • Handbuch der Stadt Wien. Wien: Verlag für Jugend und Volk 97 (1982/1983), Band II, S. 233
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 746