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Kolowratpalais

Aus Wien Geschichte Wiki
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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1846
Jahr bis 1881
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Franz Anton Kolowrat-Liebsteinsky
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Seilerstätte21
1Schwarzenbergstraße

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt119418211862
Stadt127717951821
Stadt104217701795
Das Kolowratpalais (Stadt 1194) auf dem Stadtplan, Wien (1858)

Kolowratpalais (1, zwischen Schwarzenbergstraße 1-3 beziehungsweise 2-4, etwa an der Einmündung der Seilerstätte bei 21, Konskriptionsnummer 1194), mit einem markanten vierstöckigen Turm.

Es wurde aus zwei Gebäuden errichtet, die 1745 an der Stelle von alten Häusern der Stadtguardia entstanden waren (siehe Seilerstätte 21). Eines davon wurde 1795 durch Karl Graf Pellegrini mit dem Nachbarhaus zusammengebaut und gehörte 1812 Josef Graf Erdödy (Haus Stadt 1194), das andere (Haus Stadt 994) bestand ebenfalls aus zwei (1802 durch Peregrin Graf Lamberti) ineinander verbauten Objekten. Die Gebäude gelangten 1834 beziehungsweise 1846 in den Besitz der gräflichen Familie Kolowrat, die im zweiten Stockwerk eine Verbindung zwischen beiden Gebäuden schuf.

Das Kolowratpalais, das durch seinen vier Stockwerke hohen Turm einen markanten Punkt in der Stadtsilhouette bildete, stand auf der Wasserkunstbastei. Als diese 1860 abgetragen wurde, musste über den Stadtgraben vor dem Palais eine Rampe angelegt werden, um die Ausfallsstraße gegen die Schwarzenbergbrücke herzustellen. 1862 begann der Abbruch der Bastei zwischen Kolowrat- und Coburgpalais, am 5. Mai 1868 beschloss der Wiener Gemeinderat den Ankauf des Palais von Graf Lützow, am 1. Juni 1869 wurde mit der Demolierung begonnen, 1881 verschwand (mit einem letzten Rest der Bastei) sein Turm.


Literatur

  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 373
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 2. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 423 f.