Kirchberggasse

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Kirchberggasse 14 (Hausportal), 1899
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1862
Jahr bis
Name seit 1862
Andere Bezeichnung Zitterhofergasse
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Wolf von Kirchberger
Bezirk 7
Lage
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke Zur goldenen Rose (7, Kirchberggasse), Zum weißen Kreuz (7, Kirchberggasse 11, Gutenberggasse 10), Zu den drei Kronen, Zum schwarzen Rössel (7)
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  14.03.2018 durch WIEN1\lanm08jan
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Bildname HMW 024269.jpg
Bildunterschrift  Kirchberggasse 14 (Hausportal), 1899
Bildquelle Wien Museum, Inv.Nr. 24269, Foto: A. Stauda
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Kirchberggasse (7, Spittelberg), benannt (1862) nach dem einem alten niederösterreichischen Geschlecht entstammenden Wolf von Kirchberger († 1498), der Grundstücke am Spittelberg gepachtet hatte; 1832 über die Burggasse erweitert; ursprünglich teilweise Glockengasse; das unterste Stück seit 1898 Zitterhofergasse. Abschnittweise beidseitig bemerkenswerte und gut erhaltene barocke beziehungsweise biedermeierliche Vorstadthäuser.

Pfarrzugehörigkeit bis 1938

Bis 1938 lag die Standesführung in Österreich in den Händen der konfessionellen Behörden. Die Geburts-, Ehe-, und Sterbematriken von katholischen Bewohnerinnen und Bewohnern wurden von der zuständigen Pfarre geführt.

Gebäude

  • Nummer 4: Biedermeierwohnhaus "Zur goldenen Rose" (erbaut 1836 von Georg Schiemann), klassizistische Fassade mit ionischen Pilastern im zweiten und dritten Stockwerk.
  • Nummer 11 (Gutenberggasse 10): Wohnhaus "Zum weißen Kreuz" (erbaut in der ersten Bauphase des Spittelbergviertels, zweites Viertel des 18. Jahrhunderts), Fassade mit Pilastergliederung in den oberen Stockwerken.
  • Nummer 13 (Gutenberggasse 12): barockes Wohnhaus "Zum goldenem Pfau", Baukern 17. Jahrhundert, Fassade mit Pilastergliederung (erste Hälfte 18. Jahrhunderts).
  • Nummer 14 (Breite Gasse 11): barockes Vorstadthaus "Zu den drei großen Kronen", erbaut Ende des 17. Jahrhunderts; an der Fassade Metallrelief (Maria mit drei Kronen).
  • Nummer 16 (Breite Gasse 13): typisch dreigeschossiges Vorstadthaus ("Zum schwarzen Rössel") mit langgestrecktem Innenhof (Holzstiege, Großsteinpflaster).
  • Nummer 17 (Gutenberggasse 18): dreistöckiges Vorstadthaus, erbaut 1837 von Bernhard Kledus (wechselnde Hausschilder).
  • Nummer 22: Kirchbergisches Stiftungshaus ("Zum Kirchberg"), erbaut 1824 (klassizistisches Miethaus).
  • Nummer 24: Biedermeiermiethaus, erbaut 1824 von Philipp Högel, über dem Portal Eulenfigur.
  • Nummer 26: Biedermeiermiethaus, erbaut 1824 von Ignaz Göll; im Hausflur Gedenktafel für Camilla Krzisch (Stiftung des Hauses an das Blindenerziehungsinstitut).

Literatur

  • Bundesdenkmalamt [Hg.]: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Wien 1993, S. 301 f.
  • Elfriede Faber: Wien in alten Ansichtskarten 6/7, S. 89
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matrikenführer und Familienforscher. Wien: Verlag des Österreichischen Instituts für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde, 1929
  • Wolfgang Mayer: Spittelberg. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1981 (Wiener Bezirkskulturführer, 27), S. 32 ff.
  • Hans Rotter: Neubau. Ein Heimatbuch des 7. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Deutscher Verlag für Jugend und Volk 1925, S. 65 f.