Karl Honay

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karl Honay
Personenname Honay, Karl
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 126430055
Geburtsdatum 22.11.1891
Geburtsort Wien
Sterbedatum 05.06.1959
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 12.06.1959
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 14C, Nummer 27
Ehrengrab ja
Beruf Politiker, Feinmechaniker
Parteizugehörigkeit Sozialdemokratische Arbeiterpartei, Sozialistische Partei Österreichs
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage, POLAR
Letzte Änderung am  13.01.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Karl Honay.jpg
Bildunterschrift  Karl Honay
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 4626/3
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
FunktionFunktion vonFunktion bis
Leiter der Sozialdemokratischen Arbeiterjugend
Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats13 Dezember 19455 Juni 1959
Stellvertretender Vorsitzender des Bundesrates1 Juli 19465 Dezember 1949
Amtsführender Stadtrat für Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten24 Mai 19321 Oktober 1933
Mitglied des Bundesrates19 Dezember 19455 Dezember 1949
Amtsführender Stadtrat für Personal, Verwaltungs- und Betriebsreform20 November 19475 Dezember 1949
Amtsführender Stadtrat Geschäftsgruppe Wohlfahrtswesen und soziale Verwaltung1 Oktober 193312 Februar 1934
Vorsitzender des Bundesrates19 Dezember 194530 Juni 1946
Amtsführender Stadtrat für Finanzwesen17 April 194520 November 1947
Vizebürgermeister der Stadt Wien11 November 19475 Juni 1959
Amtsführender Stadtrat für das Wohlfahrtswesen5 Dezember 19495 Juni 1959
Amtsführender Stadtrat für Finanzwesen22 Juni 195110 Dezember 1954
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Bürger der Stadt Wien26 Juni 1959

Es wurden noch keine Adressen zu dieser Person erfasst!

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Karl Honay, * 22. November 1891 Wien, † 5. Juni 1959 Wien 9 (Allgemeines Krankenhaus), Feinmechaniker, Politiker.

Biographie

Als Arbeiterkind geboren, erlernte Honay das Feinmechanikergewerbe und kam bereits als Lehrling mit der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Berührung. Über Veranlassung Viktor Adlers wurde er in die Wiener Arbeiterkrankenkasse berufen, wo er im Referat für Sozialpolitik und Jugendschutz arbeitete. Während des Ersten Weltkriegs leitete Honay den Verband der Sozialdemokratischen Arbeiterjugend, nach dem Führungswechsel im Wiener Rathaus wurde er 1919 mit der Organisation des kommunalpolitischen Büros und des Pressediensts der Stadt Wien betraut. 1920 entsandte man ihn in den neugebildeten gemeinsamen Landtag Wien-Niederösterreich. Bis 1932 leitete er das Sekretariat des Klubs der sozialdemokratischen Gemeinderäte Wiens, gleichzeitig war er Sekretär des Österreichischen Städtebunds und Redakteur der "Österreichischen Gemeinde-Zeitung". 1932 wurde Honay vom Bezirk Ottakring in den Gemeinderat gewählt und von diesem zum Stadtrat für Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten, 1933 (nach dem Ausscheiden Julius Tandlers) zum Stadtrat für Wohlfahrts- und Gesundheitswesen ernannt.

Am 12. Februar 1934 wurde Honay ebenso wie Bürgermeister Karl Seitz und die anderen sozdemokratischen Stadträten verhaftet und ins Anhaltelager Wöllersdorf gebracht. Zwischen 1934 und 1945 hat Honay im Versicherungsgewerbe gearbeitet und in der illegalen Sozialistischen Bewegung am Kampf gegen den autoritären Staat teilgenommen. 1939 wurde er verhaftet und war acht Monate im Konzentrationslager Buchenwald interniert, im Juli 1944 verhaftete man ihn neuerlich. Bis Februar 1945 war Honay im Konzentrationslager Dachau. Nach Kriegsende übernahm er das Amt des Stadtrats für Finanzen, 1947 wurde er zum Vizebürgermeister gewählt und übernahm gleichzeitig als Stadtrat das Personalreferat. Von 1949 bis zu seinem Tod war Honay - mit einer Unterbrechung als Finanzstadtrat - Stadtrat für das Wohlfahrtswesen und hat in dieser Funktion eine Reihe von grundlegenden Reformen in der Jugend- und Altersfürsorge durchgeführt.

Auf bundespolitischer Ebene vertrat Honay Wien im Bundesrat, dessen Vorsitzender er 1945/1946 war.

Bürger der Stadt Wien (Ernennung kurz nach seinem Tod am 26. Juni 1959); Karl-Honay-Hof (Benennung anlässlich des zehnten Todestags, Gedenktafel mit Portraitrelief von Ferdinand Welz, 1970).

Literatur

  • Jean Maitron / Georges Haupt [Hg.]: Dictionnaire biographique du mouvement ouvrier international. Band 1: Autriche. Paris: Éditions Ouvrières 1971
  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hrsg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Hanns Jäger-Sunstenau: Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien. Wien: Deuticke 1992 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 23), S. 86
  • Kurt Stimmer [Hg.]: Die Arbeiter von Wien. Ein sozialdemokratischer Stadtführer. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1988, S. 297 f., S. 316
  • Hans Havelka: Der Wiener Zentralfriedhof. Wien: Jugend und Volk 1989
  • Rathauskorrespondenz, 22.05.1969
  • Rathauskorrespondenz, 25.09.1970
  • Wienbibliothek im Rathaus/Tagblattarchiv: Honay, Karl [Sign: TP-021310]

Links