Karl Friedrich Kübeck

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Personenname Kübeck, Karl Friedrich
Abweichende Namensform Kübeck von Kübau, Karl Friedrich
Titel Ritter, Freiherr, Geheimer Rat
Geschlecht männlich
GND 116577355
Geburtsdatum 28.10.1780
Geburtsort Iglau, Mähren (Jihlava, ČR)
Sterbedatum 11.09.1855
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Staatsmann, Wirtschaftsfachmann
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Kübeckgasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  12.06.2015 durch WIEN1\lanm09bar
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Hofkammerpräsident18401848
Präsident des Reichsrates1850
Präsident des Generalrechnungsdirektoriums1839

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Kübeck Karl Friedrich (1816 Ritter von, 1825 Freiherr von Kübau), * 28. Oktober 1780 Iglau, Mähren (Jihlava, Tschechische Republik), † 11. September 1855 Hadersdorf bei Wien, Staatsmann, Wirtschaftsfachmann.

Studierte an den Universitäten Prag und Wien Jus, trat 1800 in den Staatsdienst und wurde 1807 der Vereinigten Hofkanzlei zugeteilt. Er gehörte zu den Initiatoren der Gründung der Österreichischen Nationalbank (1816). In Würdigung seiner Leistungen durfte er Franz I. zu Kongressen in Laibach, Venedig und Verona begleiten. 1821 wurde er Staats- und Konferenzrat, 1839 Präsident des Generalrechnungsdirektoriums (das er neu organisierte) und 1840 Präsident der Hofkammer, ab 1841 war er hauptverantwortlich für den Ausbau des Eisenbahnnetzes sowie des Münz- und Bergwesens, 1846 organisierte er die Einführung der Telegraphie in Österreich; mit Hilfe einer Kreditkasse konnten die privaten Eisenbahnlinien ins staatliche Bahnnetz eingegliedert werden (Kübeck gehörte zu den Verfechtern eines staatlichen Eisenbahnnetzes). Nach der Auflösung der Hofkammer (1848) wurde er Mitglied des Reichstags in Kremsier und 1850 Präsident des (neuen) Reichsrats. Kübeck war ein heftiger Gegner der Demokratie und Befürworter des Neoabsolutismus (Berater Franz Josephs I.). Schrieb Tagebücher, die 1909 veröffentlicht wurden und eine beachtenswerte Quelle zur Geschichte seiner Zeit bilden. Geheimer Rat (1836); Großkreuz St. Stephan-Orden, Ehrenmitglied Akademie der Wissenschaften.

Kübeckgasse.

Literatur

  • Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. von der Historischen Commission bei der königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bände. Leipzig: Duncker & Humblot 1875-1912
  • Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. München: Oldenbourg 1974 - lfd.
  • Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte. Begründet von Hellmuth Rössler und Günther Franz, bearbeitet von Karl Bosl [u.a.]. München: A. Francke 1973-1975 [Gesamtaufnahme]
  • Matthias Bernath [Hg.]: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. 4 Bände. München: Oldenbourg 1974-1981
  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Neue österreichische Biographie. 1815 – 1918. Wien [u.a.]: Amalthea-Verlag 1923-1935, S. 16
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Max von Kübeck [Hrsg.]: Tagebücher des Carl Friedrich Freiherrn Kübeck von Kübau. 2 Bände. Wien: Gerold 1909
  • Max von Kübeck [Hrsg.]: Metternich und Kübeck - ein Briefwechsel. Supplementband der "Tagebücher des Carl Friedrich Freiherrn Kübeck von Kübau". Wien: Gerold 1910
  • Josef Neumayer: Die Entwicklung des Weltbilds Kübecks. Diss. Univ. Wien. Wien 1953
  • Presse. Wien, 15.05.1955
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst 1945 - lfd., 09.09.1955
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst 1945 - lfd., 21.10.1980