Kürsenhaus

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1325
Jahr bis 1801
Andere Bezeichnung Kursenhaus
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  25.01.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtHoher Markt8
Innere StadtMarc-Aurel-Straße2; 2A

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt511C18211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Kürsenhaus (auch Kursenhaus; 1, Hoher Markt 8, Teil, Konskriptionsnummer 511c; in der heutigen Hausfront Marc-Aurel-Straße 2 gelegen).

Das Haus stand in der Krebsgasse (Marc-Aurel-Straße), stieß hinten an den Berghof und seitlich an den Kramhof und war das Zunfthaus der Kürschner und Wiltwerker (Wiltwerkerstraße, heute Wipplingerstraße). 1430 wurde in einer Kürschnerordnung festgehalten, dass die Kürschner ausschließlich in diesem Haus ihre Waren anbieten durften ("Gäste" durften mitgebrachte Ware hingegen nur in ihrer Herberge oder Privatwohnung feilbieten).

Im Jahr 1325 wurde das Haus vom Kürschner und späteren Bürgermeister Chunrat dem Wiltwercher erworben. Das Gebäude, das zahlreiche Keller und Geschäftsgewölbe hatte, gehörte ab 1444 dem mächtigen Kaufherrn Simon Pötel und spätestens ab 1487 dessen Schwiegersohn Ulrich Perman; sie waren grundbücherlich getrennt eingetragen (frühes Beispiel eines Teileigentums!). Das Gebäude selbst befand sich bis 1622 im Besitz der Bruderschaft der Kürschner. 1801 wurde das Haus an den Großhändlers Andreas Reichsfreiherr von Felber verkauft und abgebrochen.

Hoher Markt 8-9.

Literatur

  • Richard Perger: Der Hohe Markt. Wien [u.a.]: Zsolnay 1970 (Wiener Geschichtsbücher, 3), 51 f., 102 f.
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 2. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 459 f.