Judengasse 14

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1., Seitenstettengasse 2, Judengasse 14, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1371
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Josef Georg Kornhäusel
Prominente Bewohner Paul Holzkäuffel
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  7.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Seitenstettengasse2.jpg
Bildunterschrift  1., Seitenstettengasse 2, Judengasse 14, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Judengasse14
1Fleischmarkt1B
1Seitenstettengasse2

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt49518211862
Stadt52917951821
Stadt49517701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Judengasse 14 (Konskriptionsnummer 495), Fleischmarkt 1B, Seitenstettengasse 2.

Das Haus gehörte ursprünglich zum Dreifaltigkeitshof, von dem es jedoch sehr früh getrennt wurde. Bereits 1371 wird es als selbständiges Objekt urkundlich erwähnt wurde. Noch in diesem Jahr kam eine Haushälfte in den Besitz des Bürgermeisters Thomas Swaeml. 1377 erwarb der spätere Bürgermeister Paul Holzkäuffel, der alleine am Kienmarkt drei Häuser besaß, das gesamte Gebäude, in dem er auch wohnte. In seinem Testament verfügte er, dass es seine Frau ein Jahr nach seinem Tod verkaufen solle und das Geld anzulegen habe. Aus den Erträgen sollten Bedürftige versorgt werden (zum Beispiel eine Mahlzeit und ein Bad jährlich), die dafür für das Seelenheil des Stifters zu beten hatten.

1824 kauften der k.k. Hof- und Steinmetzmeister Franz Jäger und der Architekt Josef Georg Kornhäusel das Haus. 1825 bis 1827 wurde das Haus nach Plänen von Kornhäusel neu erbaut, wobei an der Rückseite der Kornhäuselturm errichtet wurde, den er selbst als Atelier und Wohnung nutzte. Das Biedermeiergebäude fällt durch seine Nachempirefassade mit dem dorischen Pilasterportal und dem dekorativen Akanthusrankenwerk auf.

In den Jahren 1899 und 1905 erwarb die Israelitische Kultusgemeinde die beiden Haushälften und richtete darin ihre Kanzleien ein.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 556-560