Joseph Selleny

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Personenname Selleny, Joseph
Abweichende Namensform Selleny, Josef
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 02.02.1824
Geburtsort Wien
Sterbedatum 22.05.1875
Sterbeort Inzersdorf, Niederösterreich
Begräbnisdatum 25.05.1875
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 1, Reihe 2, Nummer 5
Ehrengrab ja
Beruf Landschaftsmaler
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Sellenygasse (10, Inzersdorf)
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  3.02.2017 durch DYN\lanm09bub
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Vorstand des Künstlerhauses18671868

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse4Weyringergasse10
Geburtsadresse12Schönbrunner Straße249

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Joseph (Josef) Selleny, * 2. Februar 1824 Untermeidling 27 (12, Schönbrunner Straße 249), † 22. Mai 1875 Inzersdorf (Zentralfriedhof, Gruppe 1/2/5), Landschaftsmaler, unverheiratet, Sohn des herrschaftlichen Revierjägers in Meidling Franz Selleny (1794-1863) und dessen Gattin Magdalena Hirsch (1801-1862), Bruder der Theresia (Gattin Gottfried Seelos, Maler [ Seelosgasse ]) und der Maria (Gattin Josef Boyer von Berghof, Lithograph).

Als Schüler von Thomas Ender und Franz Steinfeld dem Jüngeren ausgebildet, lebte Selleny 1854/1855 in Rom, begleitete als Landschaftsmaler 1857-1859 die Fregatte "Novara" auf ihrer Weltreise (Bilder im Marinesaal des Heeresgeschichtlichen Museums) und 1859/1860 Erzherzog Maximilian nach Brasilien. Von Selleny stammt 1862 der Entwurf für den von Dr. Rudolf Siebeck ab 15. März 1862 angelegten Stadtpark (an der Stelle des alten Wasserglacis), den Maxingpark und den Park von Miramar (Italien); für die Kaiservilla in Bad Ischl schuf er Wanddekorationen (1873). Selleny war auch Zeichenlehrer des Kronprinzen Rudolf. Mitglied des Künstlerhauses ab 1861 (Vorstand 1867/1868). Er starb (nachdem er im April 1873 während des Ordnens der Kunstsammlungen in der Kaiservilla in Ischl geistig erkrankt und in die Inzersdorfer Privatheilanstalt Dr. Emil Fries eingeliefert worden war) in geistiger Umnachtung. Selleny beherrschte sieben Sprachen in Wort und Schrift und hatte umfassende Kenntnisse in Literatur, Geschichte und Naturkunde; wohnhaft 4, Weyringergasse 10. Sellenygasse


Literatur

  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Liselotte Popelka: Ein österreichischer Maler segelt um die Welt. Joseph Selleny und seine Aquarelle von der Weltreise der Novara 1857-1859. Graz [u.a.]: Böhlau 1964 (Schriften des Heeresgeschichtlichen Museums, 2)
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 80
  • Renate Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19. Jahrhundert. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1970, S. 131, S. 135 (Anmerkung 70)
  • Ferdinand Opll: Liesing. Geschichte des 23. Wiener Gemeindebezirkes und seiner alten Orte. Wien: Jugend & Volk 1982 (Wiener Heimatkunde, 23), S. 93
  • Robert S. Budig / Gertrude Enderle-Burcel / Peter Enderle: Ehrengräber am Wiener Zentralfriedhof. Wien: Compress Verlag 1995, S. 103
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 01.02.1974