Josef Dobrowsky

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Josef Dobrowsky
Personenname Dobrowsky, Josef
Abweichende Namensform
Titel Prof.
Geschlecht männlich
GND 129165085
Geburtsdatum 22.09.1889
Geburtsort Karlsbad, Böhmen
Sterbedatum 09.01.1964
Sterbeort Tullnerbach, Niederösterreich
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Maler
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Dobrowskygasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  24.03.2017 durch DYN\lanm09bub
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Bildname Josefdobrowsky.jpg
Bildunterschrift  Josef Dobrowsky
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv: Fotosammlung, TF-002291
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
FunktionFunktion vonFunktion bis
Prof. und Leiter einer Malerklasse der Akademie der bildenden Künste Wien19461963
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Großer Österreichischer Staatspreis für bildende Kunst1936
Großer Österreichischer Staatspreis für bildende Kunst1962
Ehrenmedaille der Stadt Wien1960
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst Erster Klasse17 Juli 1959
Preis der Stadt Wien für Malerei und Grafik1949
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Geneestraße11

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Josef Dobrowsky, * 22. September 1889 Karlsbad, Böhmen (Karlovy Vary, Tschechische Republik), † 9. Jänner 1964 Tullnerbach, Niederösterreich (wohnhaft ab 1959 Tullnerbach, Geneestraße 11), Maler (Landschaftsmaler, Porträtist).


Biographie

Josef Karl Felix Dobrowsky wurde im Karlsbader „Englischen Haus“ als erstes von vier Kindern (zwei Söhnen und zwei Töchtern) des Juweliers Karl Ludwig Dobrowsky (1856-1915) und dessen Gemahlin Amalia, geb. Puschmann, geboren. Der Vater (17.5.1856 Prag – 13.12.1915 Wien) hatte Geschäfte zunächst in Prag und dann in Karlsbad (Alte Wiese) und Wien (Kärntnerstraße 16). Die Mutter Amalia, geb. Puschmann (20.6.1856 Neumarkt a.d. Ybbs – 1940 Wien), entstammte einer niederösterreichischen Bauernfamilie.

Er begann seine Ausbildung an der Malschule von Franz Hohenberger, besuchte die Wiener Kunstgewerbeschule, begann 1906 das Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Christian Griepenkerl, danach bei Rudolf Bacher, unterbrochen durch Militärdienst (1911-12) und Kriegsdienst (1914-18). Seinen Abschluss an der Akademie machte er 1919. Zu seinen Mitschülern zählten: Anton Faistauer, Sebastian Isepp, Ferdinand Kitt, Anton Kolig, Anton Peschka, Egon Schiele, Viktor Tischler und Franz Wiegele. Dobrowsky war eng befreundet mit Ernst Huber. 1921 wurde er Mitglied der Wiener, 1934 der Prager Secession. 1955 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Secession verliehen.

Von 1946 bis 1963 war er Professor und Leiter einer Meisterklasse für Malerei der Akademie der bildenden Künste Wien und prägte zahlreiche, bedeutende KünstlerInnen. Zu seinen Schülern zählten u.a. Wolfgang Hollegha, Alfred Hrdlicka, Cornelius Kolig, Josef Mikl, Florentina Pakosta und Arnulf Rainer.

Dobrowsky starb in Tullnerbach im Wienerwald, wo er seit 1959 wohnte. 1975 wurde die Dobrowskygasse in Wien-Inzersdorf nach dem Künstler benannt.

Der junge Dobrowsky ist von Gustav Klimt, Albin Egger-Lienz und Ferdinand Hodler beeinflusst, ab 1920 setzte er sich intensiv mit Pieter Brueghel dem Älteren auseinander. In dieser Periode entstehen Landschaftsmalereien und Genredarstellung. Später schuf er hauptsächlich Porträts und Landschaften in einem expressiven Kolorismus. Dobrowskys Bilder sind durch eine melancholische Grundstimmung charakterisiert.

Dobrowskygasse

Literatur

  • Allgemeines Künstlerlexikon: die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker = The artists of the world / hrsg. von Andreas Beyer ... [Begr. und mithrsg. von Günter Meißner. Unter der Schirmherrschaft des Comité International d'Histoire de l'Art (CIHA)] . Berlin [u.a.]: de Gruyter . 3-598-22740-X. Bd.: 28 Disney - Donnus , 2001 . LII, 580 S. 3-598-22768-X/ WB-Sign: A-213984/28: S. 174/175 Dobrowsky, Josef
  • Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts / unter Mitw. von Fachgelehrten des In- und Auslandes bearb., redigiert und hrsg. von Hans Vollmer. Leipzig: E.A. Seemann. Bd.: 1 A-D , 1953. - VIII, 619 S./ WB-Sign: B-131901: S. 573 Dobrowsky, Josef
  • Zemen, Herbert: Josef Dobrowsky. 1889-1964; ein Künstlerbildnis / hrsg. von Herbert Zemen. 2., stark verm. Aufl. Wien: Privatdruck, 2007. XX, 464 S.: Ill., WBR-Sign. A-291471
  • Josef Dobrowsky 1889-1964. Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen; 7.Juni bis 14.Juli 1979, Galerie Würthle, Wien. Wien, 1979. [96] S.: überw. Ill., B-Sign. C-255637
  • Rochowansky, L.W.: Der Maler Josef Dobrowsky / L.W. Rochowansky, 1946 (Aus: Freude aus Wien Nr. 2 [1946]), WB-Sign. B-179437
  • Josef Dobrowsky - "Überall malt er die Innenseite der Erscheinungen" [Katalog der Sonderausstellung]/ Giese&Schweiger Kunsthandel. Wien, 2007. 93 S.: überw. Ill., WB-Sign. B-293210* Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. München: Oldenbourg 1974 - lfd.
  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Rudolf Schmidt: Österreichisches Künstlerlexikon. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien: Tusch 1974-1980
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Hans Vollmer [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts. 6 Bände. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag 1953-1962
  • Hermann A. Ludwig Degener: Wer ist wer. Unsere Zeitgenossen. Zeitgenossenlexikon enthaltend Biographien nebst Bibliographien. Angaben über Herkunft, Familie, Lebenslauf, Werke, Lieblingsbeschäftigungen, Parteiangehörigkeit, Mitgliedschaft bei Gesellschaften, Adresse. Andere Mitteilungen von allgemeinem Interesse. Berlin-Grunewald: Arani-Verlag 1905-1958
  • Lebendige Stadt. Almanach. Wien: Amt für Kultur, Volksbildung und Schulverwaltung der Stadt Wien 1954-1963
  • Bestandskatalog der Österreichischen Galerie. Kunst des 20. Jahrhunderts. Wien: Brandstätter 1991
  • Rudolf Schmidt: Das Wiener Künstlerhaus. Eine Chronik 1861-1951. Wien: Gesellschaft Bildender Künstler Wiens 1951, S. 262, 308
  • Robert Weissenberger: Die Wiener Secession. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1971, S. 257
  • Hans Pemmer / Franz Englisch: Landstraßer Häuserchronik. Manuskript (Wiener Stadt- und Landesarchiv). Band 2. Wien, S. 88 (wohnhaft 3, Untere Weißgerberstraße 17)
  • Josef Dobrowsky 1889 - 1964. Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen. Ausstellung Galerie Würthle 7.6. - 14.7.1979. Wien: Galerie Würthle 1979
  • Herbert Giese: Farbe, Ausdruck und Erzählung. Eine Verbeugung vor Josef Dabrowsky. In: Parnass. Das Kunstmagazin 1993, Heft 2, S. 25 ff.
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 18.07.1959, 19.09.1964
  • Wiener Zeitung, 18.03.1946, 15.01.1964
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Dobrowsky_(Maler) [Stand: 06.12.2013]
  • http://www.josefdobrowsky.at/ [Stand: 06.12.2013]
  • http://www.josefdobrowsky.at/de/biografie [Stand: 06.12.2013]
  • http://www.kettererkunst.de/bio/josef-dobrowsky-1889.shtml [Stand: 06.12.2013]
  • http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.d/d592941.htm [Stand: 06.12.2013]
  • http://archiv.belvedere.at/kuenstler/773/dobrowsky_josef [Stand: 06.12.2013]

Links

Wikipedia: Josef Dobrowsky