Johannesgasse 3

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1379
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Abensberg-Traunsches Majoratshaus
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Ferdinand Franz Berehinak
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  5.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Johannesgasse3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt97018211862
Stadt102817951821
Stadt99617701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Johannesgasse 3 (Konskriptionsnummer 970).

Die älteste urkundliche Erwähnung eines Hauses auf diesem Grundstück stammt aus dem Jahr 1379. Ab 1417 gehörte es dem Stift Herzogenburg (siehe Herzogenburger Hof), dessen Propst 1448 bei einem Streit um den Neubau des Nachbargebäudes (Fleischhof; Haus Stadt 969; Johannesgasse 1) in Erscheinung tritt. Als es das Stift 1541 verkaufte, musste sich der neue Eigentümer verpflichten, hier nichts zu bauen, was dem (anderen) Nachbarn (Haus Stadt 971; Johannesgasse 5; siehe Questenbergpalais) das Licht nehmen würde. 1563 ist das damals zweistöckige Haus im Hofquartierbuch (siehe Hofquartierwesen) als Wirtshaus ausgewiesen. In der Folgezeit gehörte das Gebäude meist Gastwirten. Im Jahr 1689 wird der Name des Wirtshauses mit "Zur guldenen Rose" angegeben.

Am 28. Juli 1797 wurde das Haus von Johann Adam Graf von Abensberg und Traun erworben und blieb bis 1870 im Besitz dieser Familie. Bei Realis wird es als "Abensberg-Traunsches Majoratshaus" geführt.

1912/1913 entstand das heutige Haus nach Plänen von Ferdinand Franz Berehinak. Die unverändert gebliebene Grundfläche beträgt 356 Quadratmeter. Mit Kaufvertrag vom 12. März 1928 wurde das Gebäude von der "Vienna Grundstücks A.G." erworben, die es bis 1937 besaß. Danach kaufte es Ella Ordoy-König, von der es 1952 in den Besitz des "Ordody-Treu Unternehmens" kam.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

  • Wirtshaus "Zur guldenen Rose"
  • Café Capua
  • Café de Paris
  • US-Militärcasino


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 2. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 248-250