Johann Strauss (Sohn)

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Johann Strauss (Sohn)
Personenname Strauss, Johann
Abweichende Namensform Strauss Sohn, Strauß, Johann (jun.)
Titel k. k. Hofballmusik-Direktor
Geschlecht männlich
GND 11861908X
Geburtsdatum 25.10.1825
Geburtsort Wien
Sterbedatum 03.06.1899
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 32A, Nummer 27
Ehrengrab ja
Beruf Komponist, Kapellmeister
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung / Musiksammlung
Verkehrsfläche Johann-Strauß-Gasse
Denkmal Straußdenkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  24.10.2017 durch WIEN1\lanm08mic
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Bildname johann_strauss_sohn.jpg
Bildunterschrift  Johann Strauss (Sohn)
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv: Fotosammlung, TF-007590
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse1Singerstraße21
Wohnadresse1Weihburggasse2
Wohnadresse1Kärntner Straße11
Geburtsadresse7Lerchenfelder Straße15
Sterbeadresse4Igelgasse4
NameVerwandtschaftsgrad
Adele Deutsch3. Gattin
Henriette Chalupetzky1. Gattin
Ernestine Henriette Dittrich2. Gattin

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Strauss, Johann Baptist ("Strauss Sohn"), * 25. Oktober 1825 St. Ulrich (Rofranogasse 76; 7, Lerchenfelder Straße 15; Taufe St. Ulrich), † 3. Juni 1899 Wien 4, Igelgasse 4 (seit 1899 Johann-Strauß-Gasse 4) (Palais Strauss; Zentralfriedhof, Ehrengrab, Gruppe 32A, Nummer 27 Grabdenkmal von Johannes Benk), Komponist, Kapellmeister, erste Gattin (27. August 1862) Henriette Chalupetzky (nach dem Geburtsnamen ihrer Mutter Treffz, † 8. April 1878), Sängerin, zweite Gattin (28. Mai 1878) Ernestine Henriette Angelika Dittrich (Scheidung von Tisch und Bett am 9. Dezember 1882 in Wien, am 8. Dezember 1885 aus dem österreichischen Staatsverband entlassen, am 28. Jänner 1887 als Staatsbürger von Sachsen-Coburg-Gotha aufgenommen, Scheidung dem Bande nach am 11. Juli 1887 durch Herzog Ernst von Coburg), dritte Gattin (15. August 1887 Coburg; Gedenkstein, enthüllt Oktober 1987) Adele Deutsch, Witwe nach Anton Strauss.

Kindheit und Jugend

Der Beruf des Vaters ließ Johann Strauss (Sohn) schon von Kindheit an mit dem Genre der unterhaltenden Musik und der Wiener Tanzmusik vertraut werden. Im August 1831, in seinem sechsten Lebensjahr, soll er in Salmannsdorf, im Sommerhäuschen der Großeltern mütterlicherseits, Josef und Maria Streim, erstmals einen Walzer improvisiert haben. Jedenfalls wurde 1881, 50 Jahre danach, unter dem Titel „Erster Gedanke“ ein solches Stück im Verlag seines ehemaligen Schulfreundes Gustav Lewy veröffentlicht. 1833 bezog die Familie Strauss die geräumige Wohnung im Haus Leopoldstadt 314, „Zum goldenen Hirschen“ (2, Taborstraße 17). Nach dem Besuch des Schotten Gymnasiums (1837 – 1841) studierte Johann an der kommerziellen Abteilung des Polytechnischen Instituts. Der Musikerberuf war zunächst nicht vorgesehen, wenngleich Johann Klavier und Violine spielen konnte.

Entscheidung für den Beruf als Musiker

Als im April 1843 in Wien überraschend der Komponist und Musikdirektor Joseph Lanners starb, und im unterhaltenden Musikleben der Stadt eine beträchtliche Lücke entstand, sah der Heranwachsende eine Chance, den zerrütteten Familienverhältnissen im Hause Strauss zu entkommen. In Johanns 18. Lebensjahr hatte des Vaters Geliebte, eine Modistin namens Emilie Trampusch, bereits genauso viele Kinder geboren wie die eigene Mutter Anna Strauss, die ihn nach Kräften in seinem Wunsch Musiker zu werden unterstützte, hoffte sie doch mit seiner Hilfe ihre Abhängigkeit vom ehebrechenden Gatten beenden zu können. Somit trat Johann kurz nach Lanners Tod aus dem Polytechnischen Institut aus, nahm stattdessen Unterricht im Generalbass bei Joseph Drechsler, dem anerkannten Musiktheoretiker, Theaterkapellmeister und Regens chori in der Kirche am Hof, und verbesserte sein Geigenspiel bei Anton Kohlmann, einem Violinisten des Wiener Hofopernorchesters. Da viele junge Talente trachteten Lanners Platz im Wiener Musikleben einzunehmen, erschien Eile geboten. Schon im Juli 1844 ließ sich Strauss von beiden Lehrern Zeugnisse ausstellen, die seine Qualifikation als Musikdirektor beweisen sollten. Die Beurteilungen stimmten darin überein, dass sie Strauss Talent bescheinigten und bei seinem Fleiß zukünftige Erfolge nicht ausgeschlossen erschienen, – mit anderen Worten, Strauss hatte noch nicht ausgelernt. Seine Prüfungsarbeit für Drechsler, ein Chor zu einem Gebetstext „Tu qui regis totum orbem“, wurde am 4. August 1844 in der Kirche Am Hof zur Aufführung gebracht.

Debüt

Am 31. Juli 1844 suchte Strauss beim Wiener Magistrat um die Erlaubnis zu öffentlichem Auftreten und um Bemessung der Erwerbsteuer an. Am selben Tag reichte die Mutter gegen ihren Gatten die Scheidung ein. Die Intervention von Johann Strauss (Vater) beim Wiener Magistrat um das Auftreten seines Sohnes als Musiker zu verhindern blieb erfolglos.

Nach einem mehrmals erscheinenden Inserat in der „Wiener Zeitung“ kam es am 15. Oktober 1844, schon eineinhalb Jahre nach Joseph Lanners Tod, zum Debüt von Johann Strauss (Sohn). Ferdinand Dommayer, der Taufpate des jüngsten Bruders Eduard, hatte sein Lokal Dommayers Casino in Hietzing zur Verfügung gestellt. Johann Proksch, ein erfahrener Klarinettist aus der Kapelle von Strauss (Vater), stand dem unerfahrenen Debütanten mit seinem Wissen und Können auf den Gebieten der Komposition und Instrumentation von Tanzmusik zur Seite. Strauss (Sohn) konnte seine ersten Tanzmusikkompositionen zumindest schon aus einem reichen Vorrat selbst erfundener Melodien zusammenstellen. Er trat gleich mit vier eigenen Werken an, und konnte damit mehr Debütkompositionen präsentieren als seine Konkurrenten in der Lanner Nachfolge, Lanners Sohn August oder Josef August Adam. Des Debütanten neue, eigene Kompositionen – die Walzer „Gunstwerber“ op. 4 und „Sinngedichte“ op. 1, die „Debut Quadrille“ op. 2 und die Polka „Herzenslust“ op. 3 – wurden bereits für eine ähnlich große Orchesterbesetzung instrumentiert wie die beliebten, ebenfalls zur Aufführung gelangten Walzer „Loreley Rhein Klänge“ seines Vaters oder Joseph Lanners berühmte Walzer „Die Schönbrunner“. Das Debüt Orchester wurde von 24 Musikern gestellt, die genau eine Woche vor dem ersten Auftreten einen Vertrag mit Strauss unterzeichnet hatten, der sie auf ein Jahr band.

Orginalpartitur der Fledermaus von Johann Strauss (Sohn), Musiksammlung der Wienbibliothek im Rathaus, MH-12000. Volltext: http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv02/content/titleinfo/284303


Teamwork

Die hochgeschraubten Erwartungen in das Debüt von Johann Strauss (Sohn) erfüllten sich zunächst. Durch Vergleiche mit dem berühmten Vater und mit Lanner sah sich der junge Komponist jedoch bald mit Anforderungen konfrontiert, die er nach außen hin vielleicht zu erfüllen schien, denen er selbst aber noch nicht allein gerecht werden konnte. Wo und wann hatte er Komponieren oder Instrumentieren gelernt? Hinter den Kulissen wurde nach dem Vorbild der „Musik Werkstatt“ des Vaters in Teamwork komponiert und instrumentiert. Der schon genannte Johann Proksch war der wichtigste Helfer der ersten Jahre. Aber auch Carl Fux, ein Musiker und der Schwager des Vaters, oder der Bratschist Franz Bachhammer bereiteten den Weg des jungen Strauss. In der Öffentlichkeit durfte davon nichts bekannt werden, – wenngleich beispielsweise der Kapellmeister Philipp Fahrbach 1847 in der „Wiener allgemeinen Musik-Zeitung“ in seinem Artikel „Geschichte der Tanzmusik seit 25 Jahren“ deutlich auf Straussʼ Mängel hinwies, wenngleich er ihn nicht namentlich nannte. Wie es Strauss (Vater) oder andere Komponisten vorzeigten, entstanden bereits in dieser frühen Zeit sehr viele Tanzmusik-Kompositionen von Strauss (Sohn) aus einem aktuellen politischen, kulturellen oder sozialen Anlass, der nicht nur im Werktitel und in der Titelillustration der Klavierausgabe, sondern oft auch in Form von Melodiezitaten in der Musik selbst seinen Niederschlag fand.

Erste Konzertreisen im Konkurrenzkampf gegen den Vater

Die ersten Jahre nach dem Debüt waren vorrangig vom Konkurrenzkampf gegen Strauss (Vater) geprägt, dessen Publikum sich aus den bürgerlichen und hohen bis höchsten Bevölkerungskreisen rekrutierte, wohingegen Strauss (Sohn) sich den Studenten, den ethnischen Minderheiten und Randgruppen in Wien zuwenden musste. Daran änderte auch seine Ernennung zum Kapellmeister des Zweiten Wiener Bürger Regiments im Herbst 1845 nichts. So lag es nahe, dass Strauss (Sohn) schon in den ersten Jahren seiner Karriere auch Engagements außerhalb Wiens suchte. Im April 1845 erfolgte mit einem bereits auf 30 Musiker gewachsenen Orchester die erste Konzertreise nach Graz; im Februar 1846 machte er einen Abstecher nach Ungarisch Altenburg und Raab (Györ); im Juni 1846 stattete er mit seinem „Pesther Csárdás“ op. 23 der ungarischen Hauptstadt einen Besuch ab; im Herbst 1847 – die schlechte Wirtschaftslage in Wien ließ keinen ertragreichen Fasching erwarten – trat er die große Balkanreise über Pressburg, Neusatz, Belgrad nach Bukarest an, wo er Ende Dezember eintraf und bis Ende März 1848 blieb. Die Verdienstmöglichkeiten blieben nicht nur zufolge schlechten Wetters weit hinter den Erwartungen zurück, Strauss schuldete den Musikern das Honorar und diese wollten zurück nach Wien. Daraus ergaben sich Differenzen, die sogar in einer Auseinandersetzung mit Angehörigen der österreichischen Gesandtschaft eskalierte. Die Rückkehr nach Wien verzögerte sich.


Revolution 1848

Nach dem Ausbruch der März Revolution 1848 in Wien erwartete man Anfang April Strauss (Sohn) als einen im Kampf um die Freiheit Verbündeten in seiner Heimatstadt zurück. Doch Strauss blieb bis Ende Mai verschollen. Jedenfalls sind seine Kompositionen im Jahr 1848, auch mit zahlreichen verpönten Melodiezitaten gespickt, ein Spiegelbild damaliger revolutionärer Gesinnung: „Freiheitslieder“ op. 52, „Revolutions-Marsch“ op. 54, „Burschen Lieder“ op. 55, „Studenten Marsch“ op. 56, „Liguorianer Seufzer“ op. 57, „Brünner Nationalgarde Marsch“ op. 58, „Geisselhiebe“ op. 60. Nach dem Abspielen der Marseillaise – die musikalischer Ausdruck revolutionärer Gesinnung war – einen Tag nach der Inthronisation von Kaiser Franz Joseph, verantwortete sich Strauss geschickt, indem er darauf hinwies, dass er diesbezüglichen Wünschen des Publikums nachgeben müsse, um Ausschreitungen zu vermeiden.

Übernahme des Orchesters seines Vaters

Nachdem Strauss (Vater) am 25. September 1849 plötzlich verstorben war, gelang es dem Sohn beide Orchester zu vereinigen. Ab diesem Zeitpunkt gehörten vier statt zwei Hörner zur Standard-Besetzung der Strauss-Kapelle. Nun brauchte Strauss Erfolge und vor allem Einnahmen, die in der besonders repressiven Zeit unmittelbar nach der fehlgeschlagenen Revolution in Wien kaum zu erzielen waren. Im Herbst 1850 plante er daher mit seinem neu formierten Orchester eine Reise nach Berlin zu unternehmen. Zufolge des schwelenden Konflikts zwischen Preußen und dem Habsburgerreich um die Vorherrschaft in Deutschland drohte für eine österreichische Musikgesellschaft der Boden in Berlin jedoch zu heiß zu werden, weshalb sich Strauss nach Konzerten in Ratibor und Breslau nach Warschau wandte, wo der russische Zar Nikolaus I. und der österreichische Kaiser Franz Joseph einander zu Besprechungen in der deutschen Frage trafen. Der Warschauer Verleger Rudolf Friedlein erreichte für die Strauss-Kapelle eine Einladung der Zarin Alexandra Feodorowna, einer Tochter des Preußenkönigs, vor der schon Strauss (Vater) gespielt hatte. Die Strauss-Kapelle trat daraufhin bei zwei Festveranstaltungen im Palais Lazienki auf, bei deren erster nicht nur das russische Kaiserpaar, sondern auch Kaiser Franz Joseph von Österreich anwesend war. In der Folge erhielt Strauss die Genehmigung zu musikalischen Darbietungen während der Pausen der Vorstellungen im Teatr Wielki, die sich äußerst erfolgreich gestalteten. Außerdem wurden zwei Konzerte im Klub der Kaufmannschaft absolviert.

Im Sommer 1852 konnte Strauss mit der „Annen-Polka“ op. 117 seinen ersten großen Erfolg feiern. Anfang Oktober desselben Jahres brach er mit seinem Orchester zu einer sechswöchigen Deutschlandtournee auf. Über Prag, Dresden, Leipzig und Berlin erreichte er schließlich Hamburg. Die Rückfahrt verlief entlang derselben Route.

k. k. Hofballmusik-Direktor

Die Ausführung der Musik am Kaiserhof blieb ihm vorerst aber noch versagt. Erst ab 1852 – zunächst noch neben Philipp Fahrbach sen. – wurde ihm dieselbe übertragen. Die Verleihung des Titels k. k. Hofballmusik-Direktor erfolgte erst mit dem dritten Ansuchen vom 20. Februar 1863 (Verleihungsdekret vom 25. Februar 1863), als er schon mit Jetty verheiratet war. Zuvor, 1856 und 1859, war ihm der Titel wegen seines aktenkundig gewordenen Verhaltens während des Revolutionsjahres und wegen seines unsteten Lebenswandels verweigert worden.

Am 5. Jänner 1871, etwa einen Monat vor der Uraufführung seiner ersten Operette „Indigo und die vierzig Räuber“, hatte Strauss um die Enthebung seiner Verpflichtungen am Kaiserhof angesucht, was genehmigt wurde. Den Titel k. k. Hofball Musikdirektor durfte er weiterführen. Die Strauss-Kapelle überantwortete er seinem Bruder Eduard. Selbst dirigierte er nur noch gelegentlich, vorwiegend die Uraufführungen eigener Werke.

Gesundheitliche Probleme

Straussʼ enormes Arbeitspensum forderte seinen Tribut: Körperliche Zusammenbrüche machten eine Serie von Kuraufenthalten (1853 Bad Neuhaus, 1854 Badgastein, 1855 Badgastein und Bad Ischl) und damit im Sommer 1853 das Debüt von Josef Strauss notwendig.

Pawlowsk bei St. Petersburg

1855 ließ sich Strauss in Badgastein nicht nur zu seinen Walzern „Gedanken auf den Alpen“ op. 172 inspirieren, sondern fädelte auch für den Sommer 1856 ein fünfmonatiges Gastspiel in Pawlowsk, dreißig Kilometer südlich der damaligen russischen Hauptstadt St. Petersburg ein. Dort am Endpunkt der ersten russischen Eisenbahn, die von St. Petersburg ausging und über die Sommerresidenz der Zaren, Zarskoje Selo (Puschkin), führte, hatte man einen „Vauxhall“ genannten Vergnügungspavillon errichtet. Die dort erlebbaren Attraktionen, zu denen insbesondere Musik zählte, sollten zahlungskräftige Kunden aus der Hauptstadt dazu bewegen, das neue Verkehrsmittel zu frequentieren und auf diese Weise rentabel zu machen. Strauss nahm das Angebot an, und aus der projektierten einen Sommersaison wurden schließlich elf, von denen die ersten zehn ohne Unterbrechung aufeinanderfolgten (1856 – 1865, 1869). Die Strauss-Kapelle blieb mit Ausnahme einiger Stimmführer in Wien zurück. Vor Ort wurde ein neues Orchester zusammengestellt. Ab der zweiten Saison rekrutierte Strauss die Musiker vor allem in Deutschland. Schon das Einstandskonzert im Mai 1856 geriet zu einem Sensationserfolg, und Strauss war von da an Jahr für Jahr der Löwe der Saison. Insbesondere dem weiblichen Publikum hatte es der junge Kapellmeister angetan. Das Wirken von Strauss wurde nicht nur für die seriöse Musikkritik, sondern vor allem für die Klatschspalten zu einem unerschöpflichen Thema. Durch die Widmung mancher seiner Kompositionen wusste Strauss auch die Zarenfamilie für sich zu gewinnen.

Es waren die Aufenthalte in Pawlowsk, die Strauss (Sohn) endgültig aus dem Schatten seines Vaters heraustreten ließen, der vielen Wienern immer noch als der einzig rechtmäßige „Walzerkönig“ galt.

Man muss jedoch anmerken, dass von den heute noch regelmäßig gespielten Werken von Strauss (Sohn) vor seinem Russland Debüt nur die „Annen Polka“ op. 117 existierte. In Pawlowsk entstanden dann Zugstücke wie die „Tritsch Tratsch Polka“ op. 214, die endgültige Fassung des „Perpetuum mobile“ op. 257, der „Persische Marsch“ op. 289 und der „Egyptische Marsch“ op. 335 („Tscherkessen Marsch“), die „Pizzicato Polka“, eine Gemeinschaftskomposition mit Josef Strauss, und die Polka „Im Krapfenwaldl“ op. 336 („Im Pawlowsker Walde“).

Privatleben mit Frauen

In Pawlowsk hegte Strauss auch Heiratspläne. Bereits 1856 hatte er zu Saisonende beim Zaren um die Erlaubnis zur Ehe mit der russischen Kaufmannstochter Maria Fränkel angesucht. Obwohl die „Allerhöchste Erlaubnis“ erteilt worden war, ließ er die Hochzeit im letzten Moment platzen indem er – nach eigenen Angaben – seine Verhaftung und Abschiebung durch die Polizei organisierte. Die Liebesbeziehung (1858 – 1860) zur russischen Aristokratin und Amateur Komponistin Olga Smirnitskaja scheiterte am Veto von deren Eltern. Ein um 1860 in Berlin entstandenes Foto zeigt ihn in die Mitte genommen vom Ehepaar Georg Büchmann (Herausgeber der Sammlung „Geflügelte Worte“, Berlin 1864) mit einer Dame namens Elisabeth Jacobs, jener „Elise“ von der er sich für Olga Smirnitzkaja mit Unterstützung seiner Mutter trennen wollte.

1862 heiratete Strauss die um sieben Jahre ältere ehemalige Sängerin Jetty Treffz, die ihm Geliebte, Häushälterin, Sekretärin und Mutterersatz war. Kurz nach der Hochzeit zogen beide aus dem „Hirschenhaus“ aus und gründeten einen eigenen Haushalt. Nachdem Jetty 1878 gestorben war, heiratete Strauss sieben Wochen später die 25 Jahre jüngere Schauspielerin und Sängerin Angelika (Lili) Dittrich (Hochzeitsreise nach Wyk auf Föhr). 1882 zog Lili zu Theaterdirektor Franz Steiner ins Theater an der Wien, und es kam zur Scheidung. Strauss tröstete sich mit der 31 Jahre jüngeren Witwe Adele Strauss. Um die Scheidung von Lili auch dem Bande nach zu ermöglichen und Adele 1887 heiraten zu können, konvertierte Strauss vom Katholizismus zum Protestantismus, trat aus dem österreichischen Staatsverband aus und wurde Bürger von Sachsen-Coburg und Gotha, wo ihm Herzog Ernsts II. die Ehetrennung und Wiederverheiratung ermöglichte.

Komponist von Bühnenwerken

Der inzwischen weit über seine Heimat hinaus berühmt gewordene Johann Strauss (Sohn) kämpfte mit der Hinwendung zur Operette zunächst mit den Problemen eines Anfängers. Der Siegeszug der Operetten von Jacques Offenbach in Wien, wirtschaftliche Überlegungen und nicht zuletzt der enorme Druck der Öffentlichkeit ließen in Strauss den Entschluss zur Operettenkomposition reifen. Zwischendurch entstanden Welterfolge wie die Walzer „An der schönen blauen Donau“ op. 314 (1867), „Künstlerleben“ op. 316 (1867), „Geschichten aus dem Wienerwald“ op. 325 (1868) oder „Wein, Weib und Gesang“ op. 333 (1869). Die Konzerte in Paris anlässlich der Weltausstellung 1867 und anschließend in London verliefen erfolgreich, jedenfalls waren sie finanziell ertragreich und halfen dadurch mit den Operettenstart hinauszuschieben. Ein erhalten gebliebener Kompositionsversuch zu dem Libretto „Die lustigen Weiber von Wien“ von Josef Braun zeigt, dass Strauss der Textvertonung noch nicht gewachsen war. Als im Sommer 1869 der ehemalige Theatersekretär Maximilian Steiner und die Sängerin Marie Geistinger die Direktion des Theaters an der Wien übernahmen, wurde konkreter am Operettenstart von Strauss gearbeitet: Steiner erkannte Straussʼ mangelnde Erfahrung bei der Vertonung von Texten. Es gelang ihm, Strauss einen Bühnenpraktiker als Helfer zur Seite zu stellen, nämlich den im September 1868 von Prag an das Theater an der Wien engagierten erfahrenen Theaterkapellmeister und Komponisten Richard Genée.

Im Mai 1870 konnte es schließlich zum Vertragsabschluss zwischen Strauss und der Direktion des Theaters an der Wien, Geistinger & Steiner, bezüglich der ersten Produktion, „Indigo und die vierzig Räuber“, kommen. Die Operette wurde am 10. Februar 1871 uraufgeführt. Die überlieferten Noten-Manuskripte zu diesem Werk zeigen, dass Genée in der Partitur alle Gesangsstimmen notierte und dazu oft auch den kompletten Streichersatz ausführte. Strauss vervollständigte anschließend die Instrumentierung in den Bläserstimmen, wobei ihm zwangsläufig kaum noch kompositorischer Freiraum verblieb. Lediglich die Ouvertüre und rein instrumentale Abschnitte stammen ausschließlich von Straussʼ Hand. Diese „Arbeitsteilung“ setzte sich so fort, über „Die Fledermaus“ (1874), „Das Spitzentuch der Königin“ (1880), bis hin zur neunten Operette „Eine Nacht in Venedig“ (1883). Mit der Komposition des von der Konzeption einer Oper glücklicherweise doch noch zur Operette mutierten Bühnenwerks „Der Zigeunerbaron“ (1885) bewies Strauss, dass er auch ohne fremde Hilfe Operetten komponieren konnte. Die nach vier Jahren mühsamer Kompositionsarbeit am Neujahrstag 1892 in der Wiener Hofoper uraufgeführte einzige Oper „Ritter Pásmán“ erwies sich als Misserfolg. Strauss wandte sich wieder der auch finanziell ertragreicheren Komposition von Operetten zu, ohne jedoch mit „Fürstin Ninetta“ (1893), „Jabuka“ (1894), „Waldmeister“ (1895) und „Die Göttin der Vernunft“ (1897) an frühere Erfolge anknüpfen zu können. Insgesamt hatte Strauss 16 Bühnenwerke geschaffen. Die posthum uraufgeführte Operette „Wiener Blut“ arrangierte zur Gänze Adolph Müller jun. nach bekannten Melodien von Strauss; das Ballett „Aschenbrödel“ vollendete Joseph Bayer nach Entwürfen im Nachlass.

Weitere Konzertreisen und Einladungen

Im Sommer 1872 trat Strauss (Sohn) seine weiteste Konzertreise an. Sie führte ihn über den Atlantik zum „Weltfriedensfest“ nach Boston und dann nach New York. Der Musiker und Impresario Patrick Sarsfield Gilmore hatte ein Programm der Superlative organisiert, vor allem, was die ungeheure Anzahl der Ausführenden betraf.

Von den Konzertreisen, die Strauss später noch unternahm, ist vor allem die Italien Tournee des Jahres 1874 zu nennen. Mit der Kapelle von Julius Langenbach, die ihm schon bei der Wiener Weltausstellung 1873 gute Dienste geleistet hatte, gab er 21 Konzerte in verschiedenen Städten des Landes. Dabei bewährte sich wieder, wie schon 1867 in Paris mit dem Orchester von Benjamin Bilse, die Programmteilung in einen „ernsten“ von Langenbach dirigierten Block und einen von Strauss geleiteten „unterhaltenden“ Teil. In Turin hob Strauss seine Walzer „Bella Italia“ aus der Taufe, die später unter dem Titel „Wo die Citronen blühn“ op. 364 ediert wurden.

Schließlich begab sich Strauss gemeinsam mit Adele zu Ostern 1886 noch einmal nach Russland. In St. Petersburg dirigierte er eine Serie von Wohltätigkeitskonzerten. Nach einem Abstecher nach Moskau, wo er seinen Misserfolg im Jahr 1858 mehr als wettmachte, verabschiedete er sich im „Vauxhall“ von Pawlowsk endgültig vom russischen Publikum.

Für außergewöhnliche Anlässe stand Strauss bis an sein Lebensende als Komponist und Dirigent zur Verfügung: Am 21.Oktober 1889 führte er anlässlich der Eröffnung des neuen Berliner Konzertsaales „Königsbau“ den „Kaiser Walzer“ op. 437 erstmals auf; am 12. Februar 1890 folgten bei einem Ball anlässlich der Eröffnung des Festsaals im Wiener Rathaus die „Rathausball Tänze“ op. 438; am 31.Mai 1898 im Deutschen Volkstheater in Wien anlässlich der Enthüllung des Raimund Denkmals die „Klänge aus der Raimundzeit“ op. 479, sein letztes mit Opus-Zahl erschienenes Werk.

Ehrungen

Johann Strauss (Sohn) wurde im Laufe seiner Karriere vielfach durch Ordensverleihungen und andere Auszeichnungen geehrt. Manche ergaben sich als Dank für die Widmung eines seiner Werke. Anlässlich seiner Künstlerjubiläen 1884 und 1894 wurde er bei zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Zum 40-jährigen verlieh ihm die Stadt Wien mit Gemeinderats-Beschluss vom 10. Oktober 1884 taxfrei das Bürgerrecht; beim 50-jährigen ernannte ihn die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien zum Ehrenmitglied.

Am 22. Mai 1899 dirigierte er zum letzten Mal in der Wiener Hofoper die Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“, war verschwitzt, verkühlte sich, zog sich eine Lungenentzündung zu und starb am 3. Juni 1899.

Denkmäler und weitere Ehrungen

Am 19. Mai 1876 erhielt Strauss die Genehmigung zum Bau eines Wohnhauses in der damaligen Igelgasse (Denkmal im Hof des Hauses [4, Johann-Strauß-Gasse 4], Straußpalais). Strauss besaß 1883-1902 das Haus 8, Laudongasse 49. Gedenktafeln am Geburtshaus (mit Porträtrelief), am Sterbehaus (enthüllt 1. Juni 1900) und an den Häusern 2, Praterstraße 54 und 13, Maxingstraße 18. Wohnungen: 1, Singerstraße 21 (1862); 1, Weihburggasse 2, Kärntner Straße 11 (1864/1865 mit Jetty Treffz)).

Johann-Strauß-Gasse, Straußdenkmal. Johann-Strauß-Wohnung (2, Praterstraße 54).


Quelle

Originalpartitur der Fledermaus von Johann Strauss (Sohn), Musiksammlung der Wienbibliothek im Rathaus, MH-12000. Volltext: http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv02/content/titleinfo/284303

Digitalisierte Handschriften von Johann Strauss (Sohn) im Volltext: http://www.digital.wienbibliothek.at/nav/classification/301786

Literatur

  • Thomas Aigner: Petersburger Raubdrucke – früher russischer Ruhm? In: Die Fledermaus. Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Thomas Aigner: Die russischen Verleger von Johann Strauss (Sohn). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 6 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1993.
  • Thomas Aigner: Johann Strauss in Russland. Katalog zur Ausstellung vom 27. 9. bis 11. 10. 1995 Wien, Tutzing 1995.
  • Thomas Aigner: Der Strauss-Rummel in Pawlowsk. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 9-10 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1995.
  • Thomas Aigner: Die „leichte Muse“ auf österreichischen Briefmarken. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 5 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, September 1992.
  • Thomas Aigner: Russische Quellen zu „Indigo“. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 7-8 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, März 1994.
  • Thomas Aigner: Ergänzendes zur letzten Russland-Reise von Johann Strauss (1886). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 6 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, Jänner 1993.
  • Thomas Aigner: Ganz und gar kein Held. Das unrühmliche Ende des Gastspiels von Johann Strauss in Bukarest. In: Wiener Geschichtsblätter, Heft 4, Wien 2010.
  • Thomas Aigner / Norbert Rubey / Christian Mertens: Johann Strauss entarisiert. Die Sammlung Strauss-Meyszner: Impulse für Forschung und Interpretation. Katalog der 242. Wechselausstellung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek [heute: Wienbibliothek im Rathaus], Wien 2003.
  • Per Daniel Atterbom: Reisebilder aus dem romantischen Deutschland (1817-1819). Nachdruck, S. Fischer, Frankfurt/Main o. J.
  • Martin Bjelik: Schumanns „Träumerei“ als Auftakt zu Strauss’ „Schwärmereien“. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 11-13 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, August 2000.
  • Wilhelm Brauneder: Verfassungs- und Verwaltungsorganisation. In: Das Zeitalter Kaiser Franz Josephs. 1. Teil, Von der Revolution zur Gründerzeit, 1848-1880, Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung, Schloss Grafenegg 1984.
  • Eugen Brixel / Gunter Martin / Gottfried Pils: Das ist Österreichs Militärmusik, Graz 1982.
  • Viorel Cosma: Johann Strauss Sohn und die Rumänischen Länder (1847-1848), Typoskript, Bukarest o. J.
  • Camille Crittenden: Der russische Einfluss in den Werken von Johann Strauss (Sohn). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 6 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1993.
  • Ernst Decsey: Johann Strauss. Ein Wiener Buch, Stuttgart-Berlin 1922.
  • Walter Deutsch: „Walzer im Ländlerstyle“. Eine typologische Studie zur Erkennung volksmusikalischer Merkmale in den Tänzen von Johann Strauss (Sohn). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 14-17 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 2003.
  • Dexter Edge: Der gegenwärtige Stand der Strauss-Forschung zu den Strauss-Handschriften. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 4 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1992.
  • Dexter Edge / Norbert Rubey: Stimmbücher aus der Strauss-Kapelle. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Ludwig Eisenberg: Johann Strauss, Leipzig 1894.
  • Erich Wilhelm Engel: Johann Strauss und seine Zeit, Wien 1911.
  • Jürgen Erdmann: „Nie hätte ich gedacht, dass ein Stück meines Herzens in dieser Stadt bleiben wird.“ Johann Strauss in der Landesbibliothek Coburg. In: Johann Strauss und Coburg, Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft Coburg e. V., Heft 6, Coburg 1990.
  • Monika Elke Fink: Johann Strauss, op. 381 bis 385: Werke nach Motiven aus „Blindekuh“. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 4 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, März 1992.
  • James J. Fuld: The Book of World-Famous Music, New York 1985.
  • Norman Godel: Secrets of a Sketchbook. The Johann Strauss Society of Great Britain, 1990.
  • Norman Godel: Thematische Ähnlichkeiten in den Werken von Johann Strauss (Sohn). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 7-8 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1994.
  • Vladimir Haklik: Johann Strauss (Sohn) und die slawischen Volksstämme. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 3 des Wiener Instituts für Stauss-Forschung, Tutzing 1991.
  • Eduard Hanslick: Aus dem Concert-Saal. Kritiken und Schilderungen aus 20 Jahren des Wiener Musiklebens 1848-1868, Wien 1897.
  • Auktionshaus Galerie Wolfdietrich Hassfurther: Katalog der Kunst- und Autographenauktion 28. Oktober 1994, Wien.
  • Ernst Hilmar: Dokumente zum ersten Auftreten von Strauss in Dommayer’s Casino. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 1 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Alexander Hummel: Große Fertigkeit und Bravour. Johann Strauss in Siebenbürgen und im Banat. In: Neuer Weg, Bukarest 17.8.1968.
  • Hanns Jäger-Sunstenau: Johann Strauss. Der Walzerkönig und seine Dynastie. Familiengeschichte, Urkunden. In: Wiener Schriften 22, Wien 1965.
  • Peter Kemp: The Strauss Family. Portrait of a Musical Dynasty, Kent 1985.
  • Peter Kemp: Beihefte zur „J. Strauss, Jr.“-Edition, Marco Polo CD, o. O., o. J. [1998 ff].
  • Peter Kemp: Casting Light on the Shade. A 150th Anniversary Tribute to Marianne Preindlsberger. In: Vienna Music. Journal of the Johann Strauss Society of Great Britain, No. 89, Spring 2005.
  • Galina Kopytowa: Hommage à Rigolboche II: In: Die Fledermaus. Mitteilungen 7-8 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1994.
  • Helmut Kowar: Strauss auf mechanischen Spielwerken im 19. Jahrhundert. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 14-17 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 2003.
  • Helmut Kowar:Tanzmusik auf Kammspielwerken von Olbrich, Rzebitschek und Stern. Bemerkungen zur Form und Satztechnik der musikalischen Arrangements. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 20 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 2008.
  • Norbert Linke: Musik erobert die Welt. Wie die Wiener Familie Strauss die „Unterhaltungsmusik“ revolutionierte, Wien 1987.
  • Norbert Linke: Johann Strauss (Sohn) mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. rowohlts monographien 304, hrsg. von Kurt und Beate Kusenberg, Reinbek bei Hamburg 1982.
  • Norbert Linke: Johann Strauss (Sohn) mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. rowohlts monographien 304, hrsg. von Kurt und Beate Kusenberg, 2. Aufl., Reinbek bei Hamburg 1989.
  • Norbert Linke: „’S ist mir alles eins“. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 3 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1991.
  • Franz Mailer: Johann Strauss (Sohn). Leben und Werk in Briefen und Dokumenten. Bd 1 - Bd 10. Tutzing 1983 - 2007.
  • Franz Mailer: Beihefte zur „J. Strauss. Jr.“-Edition, Marco Polo CD, o. O., o. J. [1989 ff].
  • Hans Markl: Kennst Du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien-München-Zürich 1959.
  • Sylvia Mattl-Wurm [Red.]: Interieurs. Wiener Künstlerwohnungen 1830 – 1930. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien 138, Künstlerwohnung, Wien 1990.
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien 1961.
  • Pietro Mechetti qm Carlo: Verlags-Katalog. Wien 1846. Hrsg. von Alexander Weinmann. In: Beiträge zur Geschichte des Alt-Wiener Musikverlages 2/10, Wien 1966.
  • Kurt Paupié: Handbuch der österreichischen Pressegeschichte 1848-1959, Bd 1, Wien-Stuttgart 1960.
  • Franz Pazdírek: Universal-Handbuch der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, 1. Teil, Wien oJ. [1904-1910].
  • Marcel Prawy: Johann Strauss. Weltgeschichte im Walzertakt. Wien 1975.
  • Marcel Prawy: Johann Strauss. Wien 1991.
  • Fritz Racek: Johann Strauss. Zum 150. Geburtstag. Katalog der Ausstellung der Wiener Stadtbibliothek und Landesbibliothek vom 22. Mai bis 31. Oktober 1975, Wien 1975.
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien 16. 01. 1991; 01. 12. 1994.
  • Alexander Rausch: Die „Nordstern-Quadrille“ op. 153 von Johann Strauss. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 5 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, September 1992.
  • Gerhard Renner: Die Nachlässe in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Ein Verzeichnis. Publikationen aus der Wiener Stadt- und Landesbibliothek 1, Wien 1993.
  • Norbert Rubey: Schubert im Repertoire der Strausskapelle in Pawlowsk. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 1 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Norbert Rubey (zusammen mit Dexter Edge): Stimmbücher der Strausskapelle. In: „Die Fledermaus“, Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Norbert Rubey: Alle Werke von Johann Strauss (Sohn)? Erster Versuch einer chronologischen Ordnung der Kompositionen zwischen den Opusnummern 1 und 50 nach Erstaufführungsdaten. In: „Die Fledermaus“, Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Norbert Rubey: Das erste Skizzenbuch von Johann Strauss (Sohn). Bemerkungen und Ergänzungen zu Norman Godel: „Secrets of a Sketchbook“. In: „Die Fledermaus“, Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Norbert Rubey: „Musikalische Presse“, herausgegeben von Carl Millöcker. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien, 1990.
  • Norbert Rubey: Vom Mitläufer der Revolution 1848 zum Anwärter auf den Titel eines k. k. Hofballmusik-Direktors. Die Opera 51-100 als musikalischer Niederschlag einer Wende im Leben und Schaffen von Johann Strauss (Sohn). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 3 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1991.
  • Norbert Rubey: „Sne Hoheit ist doch der beschissene“. Eine Widmung von Johann Strauss (Sohn). In: „Die Fledermaus“, Mitteilungen 4 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1992.
  • Norbert Rubey: Das österreichische Kaiserlied in den Kompositionen von Johann Strauss (Sohn). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 5 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, September 1992.
  • Norbert Rubey: Der Einfluss des Krimkriegs auf das Schaffen von Johann Strauss (Sohn). In: Die Fledermaus. Mitteilungen 6 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing, Jänner 1993.
  • Norbert Rubey: Constanze Geiger – Franziska Geiger. In: „Die Fledermaus“, Mitteilungen 7-8 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1994.
  • Norbert Rubey: Der Deutsch-Dänische Krieg. In: Johann Strauss (Sohn). Geschichte in Musik, Wien 1994.
  • Norbert Rubey: Die „Tritsch-Tratsch-Polka“ – eine Polka schnell! In: Die Fledermaus. Mitteilungen 9-10 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1995.
  • Norbert Rubey: Johann Strauss: „Telegrafische Depeschen“. Bekenntnis zur österreichischen Musik in Forschung und Lehre. Festschrift für Eberhard Würzl, hrsg. v. Walter Pass, Vom Pasqualatihaus, Wien 1996.
  • Norbert Rubey: Nicolaus Dumba. Portrait eines Mäzens. Die Schubert-Sammlung der Stadt Wien. Katalog der 233. Wechselausstellung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien 1997.
  • Norbert Rubey: Melodiezitate in den Kompositionen von Johann Strauss (Sohn). In: International Symposium of Johann Strauss Societies, 6 April 1997, Koyu Kaikan of The Tokai University. Hrsg v. The Johann Strauss Society of Japan. Tokyo 1997.
  • Norbert Rubey: Revolutionsmusik von Johann Strauss (Sohn). In: Reminsizenzen zum Revolutionsjahr 1848, Katalog zu Konzerten und Ausstellung des Musikvereins Symphonia, hrsg. v. Norbert Nischkauer, Wien 1998.
  • Norbert Rubey: Johanns Größenwahn. In: „Vernissage“, 7. Jg., Nr. 9, Die Zeitschrift zur Ausstellung „Johann Strauss. Unter Donner und Blitz“ im Historischen Museum der Stadt Wien, 6. 5. – 26. 9. 1999. Heidelberg 1999.
  • Norbert Rubey: „Die lustigen Weiber von Wien“ – Ein Operettenfragment von Johann Strauss. In: „Die Fledermaus“, Mitteilungen 11-13 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Schneider, Tutzing 2000.
  • Norbert Rubey: Wiener Strauss-Karikaturen im 19. Jahrhundert. Katalog der 236. Wechselausstellung im Wiener Rathaus, Wien 1999.
  • Norbert Rubey: Der Wienerwald in der Musik. In: „G’schichten aus dem Wienerwald. Vom Urwald zum Kulturwald“, Katalog zur Ausstellung des Landes Niederösterreich und der Stadt Wien, Kartause Mauerbach 12. 5. – 27. 10. 2002, St. Pölten 2002.
  • Norbert Rubey: Einflüsse fremder Kompositionsstile und Musikzitate in den Kompositionen von Johann Strauss (Sohn). In: Bericht zum Symposium „Johann Strauss. Musik – Umfeld – Interpretation“, veranstaltet vom Wiener Institut für Strauss-Forschung, 22. – 25. 10. 1999, in: „Die Fledermaus“, Mitteilungen 14 – 17 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung. Tutzing 2003.
  • Norbert Rubey: „Ein unbekannter Walzerteil von Johann Strauss (Sohn). Expertise zu einer Neuerwerbung der Wienbibliothek im Rathaus (Signatur MHc-21070). Wien 2008.
  • Norbert Rubey: [Johann Strauss (Sohn)] „Das Spitzentuch der Königin“. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters, Bd. 6, hrsg. v. Carl Dahlhaus / Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth. München 1997.
  • Philipp Ruft: 150. Geburtstag von Johann Strauss. In: Briefmarkenabhandlung der Postdirektion anlässlich des Erscheinens von österreichischen Briefmarken, Wien 1975.
  • Johann Strauss (Sohn). Katalog Nr. 298, Tanzmusik aus drei Jahrhunderten, 3. Teil. Hrsg. Musikantiquariat Hans Schneider, Tutzing 1987.
  • Strauss-Elementar-Verzeichnis (SEV), Thematisch-Bibliographischer Katalog der Werke von Johann Strauss (Sohn), hrsg, v. Wiener Institut für Strauss-Forschung, Projektleitung: Norbert Rubey, in der „Schriftenreihe zur Musik“ der Wienbibliothek im Rathaus (früher: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Bd. 6, Teilband A, 1. - 8. Lieferung
  • Max Schönherr: Lanner-Strauss-Ziehrer. Synoptisches Handbuch der Tänze und Märsche, Wien-München 1982.
  • Max Schönherr / Johann Ziegler: Aus der Zeit des Wiener Walzers. Titelblätter zu Tanzkompositionen der Walzerfamilie Strauss. Erläutert, datiert und mit Randbemerkungen versehen. Die bibliophilen Taschenbücher Nr. 285, Dortmund 1981.
  • Max Schönherr / Karl Reinöhl: Johann Strauss Vater, London – Wien – Zürich 1954.
  • Max Schönherr: Ästhetik des Walzers. In: Österreichische Musikzeitschrift, Heft 2, Wien 1976.
  • Max Schönherr: An der schönen blauen Donau. In: Österreichische Musikzeitschrift, Heft 1, Wien 1967.
  • Max Schönherr: Bibliographie zum Donau-Walzer. In: Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ), Wien 1967.
  • Heinz Schöny: Von den Bildnissen des Walzerkönigs. In: Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ), Wien 1967.
  • Isabella Sommer: Johann Strauss am Wiener Hof 1852-1855. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 4 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1992.
  • Isabella Sommer: „Satanella“-Arrangements. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 4 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1992.
  • Isabella Sommer: Die Titelillustration zu Strauss’ „Nordstern-Quadrille“. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 5 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1992.
  • Eduard Strauss: Erinnerungen, Leipzig – Wien 1906.
  • Alexander Weinmann: Verzeichnis sämtlicher Werke von Johann Strauss Vater und Sohn, Wien o. J. [1956].
  • John Whitten: Johann Strauss und der Wiener Männergesang-Verein. In: Österreichische Musikzeitschrift, Heft 10, Wien 1975.
  • Constant von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd 1-60, Wien 1856-1891.
  • Eberhard Würzl: Johann Strauss. Höhen und Tiefen der Meisterjahre 1884-1894. Diss. phil., Wien 1987.
  • Eberhard Würzl: Identifizierung eines „Walachischen Tanzes“. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Eberhard Würzl: Die Strauss-Konzerte in Pawlowsk im Sommer 1856. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 2 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Wien 1990.
  • Eberhard Würzl: Johann Strauss-Forschung in ehemals österreichisch-ungarischen Kronländern. Forschungsauftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Typoskript, Wien 1993.
  • Eberhard Würzl: Strauss, Johann Sohn, Op. 314, An der schönen blauen Donau, Walzer. In: Beiträge zur musikalischen Quellenkunde, hrsg. Günter Brosche, Tutzing 1989.
  • Eberhard Würzl: Die „Aschgraue Donau“. Eine Berichtigung. In: Die Fledermaus. Mitteilungen 4 des Wiener Instituts für Strauss-Forschung, Tutzing 1992.

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