Johann Nepomuk Berger

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Personenname Berger, Johann Nepomuk
Abweichende Namensform Sternau
Titel Dr. jur.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 16.09.1816
Geburtsort Proßnitz, Mähren (Prostějov, Tschechische Republik)
Sterbedatum 09.12.1870
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 12.12.1870
Friedhof Alter Döblinger Friedhof, ab 1922 Zentralfriedhof Gruppe 32A, Beilegung im Ehrengra Alfred Bergers
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Politiker, Schriftsteller, Rechtsanwalt
Parteizugehörigkeit Demokratische Linke, Deutsch-liberale Partei
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Abgeordneter zum Reichsrat18631870
Minister ohne Portfeuille18671870
Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung1848
Gemeinderat der Stadt Wien18611867
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Orden der Eisernen Krone Dritter Klasse
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse1Seitzergasse6

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Johann Nepomuk Berger (Pseudonym Sternau), * 16. September 1816 Proßnitz, Mähren (Prostějov, Tschechische Republik), † 9. Dezember 1870 Wien 1, Seitzergasse 6 (Alter Döblinger Friedhof, seit 1922 Zentralfriedhof, Gruppe 32A [Beilegung im Ehrengrab Alfred Bergers]), Politiker, Schriftsteller, Rechtsanwalt, Gattin Franziska (* 1821, † 30. März 1858 Stadt 427 [1, Seitzergasse 6]). Kam 1834 nach Wien, Studierte an der Universität Wien (Dr. jur. 1841; Studienkollege Cajetan Felders), 1844 Assistent an der k.k. Theresianischen Ritterakademie (Lehrkanzel für Natur- und Kriminalrecht); wandte sich dann der Politik zu (1848 Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung als Mitglied der demokratischen Linken). Nach dem Scheitern der Verfassungsbewegung (1849) wurde er Rechtsanwalt in Wien Eröffnung einer eigenen Anwaltskanzlei am 1. Jänner 1850; betätigte sich daneben wissenschaftlich und schriftstellerisch. Nach dem Ende des Neoabsolutismus war Berger 1861-1867 Gemeinderat (ohne Fraktionsbindung; keine Aktivität). 1863-1870 Reichsratsabgeordneter (deutsch-liberal) und 1867-1870 Minister ohne Portefeuille im „Bürgerministerium" (Rücktritt 1870, als sein „Minoritäts-Memorandum" abgelehnt wurde). Orden der Eisernen Krone dritter Klasse (trat Freiherrnstand nie an). Siehe auch Johann-Nepomuk-Berger-Platz.

Literatur

  • Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. von der Historischen Commission bei der königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bände. Leipzig: Duncker & Humblot 1875-1912
  • Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. München: Oldenbourg 1974 - lfd.
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. Band 1: A - Blumenthal. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856
  • Moriz Bermann: Die neuen Väter der Großkommune Wien, hervorgegangen aus der freien Wahl und dem Vertrauen ihrer Mitbürger im Jahre 1861. Wien: Keck 1861, S. 2 f.
  • Gertrud Maria Hahnkamper: Der Wiener Gemeinderat zwischen 1861 und 1864. Diss. Univ. Wien. Wien 1973
  • Cajetan Felder: Erinnerungen (Wiener Stadt- und Landesarchiv), Kapitel 25, S. 9; Kapitel 28, S. 1 ff.
  • Volkszeitung, 23.02.1862
  • Wiener Zeitung, 10.12.1870