Johann Josef Trautson

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Personenname Trautson, Johann Josef
Abweichende Namensform
Titel Graf, Reichsfürst, Fürsterzbischof
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 17.07.1707
Geburtsort Falkenstein bei Poysdorf
Sterbedatum 10.03.1757
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof St. Stephan, Nordchor; Barocksarkophag mit Obeliskaufbau
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Bischof, Priester
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Trautsongasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Fürsterzbischof von Wien17 Mai 175110 März 1757

Es wurden noch keine Auszeichnungen zu dieser Person erfasst!

Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse1Rotenturmstraße2

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Trautson, Johann Josef Graf, Reichsfürst zu Falkenstein, * 17. Juli 1707 Falkenstein bei Poysdorf, Niederösterreich, † 10. März 1757 Wien 1, Rotenturmstraße 2 (St. Stephan, Nordchor; Barocksarkophag mit Obeliskaufbau), Fürsterzbischof. Wandte sich frühzeitig dem geistlichen Stand zu, wurde Domherr zu Salzburg, Passau und Breslau, dann Propst zu Ardagger und schließlich Passauer Offizial unter der Enns (Sitz in Wien). 1750 zum Koadjutor bei Erzbischof Sigismund Graf Kollonitsch bestellt, wurde er dessen Nachfolger (Kollonitsch starb am 13. April 1751) und am 29. Juni 1751 inthronisiert. Fürsterzbischof Trautson war ein aufgeklärter Kirchenfürst, der allzu krasse gegenreformatorische Strömungen diplomatisch auszugleichen suchte. 1753 übertrug ihm Maria Theresia die Aufsicht über die Erbauung des neuen Universitätgebäudes (Aula, heute Österreichische Akademie der Wissenschaften), dessen feierliche Einweihung am 5. April 1756 stattfand. Trautson wurde zum Studienprotektor und Kardinal ernannt. Kurz danach erlitt er einen Schlaganfall, der schließlich zum Tode führte. Sein Bruder, Wenzel Fürst Trautson ließ ihm ein prächtiges Grabmal errichten (Barocksarkophag mit Obeliskenaufbau und Porträtmedaillon von Balthasar Moll). Trautsongasse.

Literatur

  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Franz Loidl, Martin Krexner: Wiens Bischöfe und Erzbischöfe. Vierzig Biographien. Wien: Schendl 1983, S. 64 f.
  • Wolfgang J. Bandion: Steinerne Zeugen des Glaubens. Die Heiligen Stätten der Stadt Wien. Wien: Herold 1989, Register
  • Alfred Missong: Heiliges Wien. Ein Führer durch Wiens Kirchen und Kapellen. Wien: Wiener Dom-Verlag ³1970, S. 31
  • Hans Rotter: Die Josefstadt. Geschichte des 8. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Selbstverlag 1918, S. 454