Johann Jordan

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Titelblatt des ersten Postbüchls von Wien aus 1701
Personenname Jordan, Johann
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 1665
Geburtsort Gmünd
Sterbedatum 08.04.1738
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Nikolaifriedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf kaiserlicher Postamtsbriefträger, Käsestecher
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  30.01.2017 durch WIEN1\lanm08son
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Bildname Johannjordan postbuechl.jpg
Bildunterschrift  Titelblatt des ersten Postbüchls von Wien aus 1701
Bildquelle Titelblatt aus: Johann Jordan: Schatz, Schutz und Schantz deß Ertz-Hertzogtumbs Oesterreich. Wienn: gedruckt bey Johann van Ghelen, 1701
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
SterbeadresseInnere StadtStadt791
SterbeadresseInnere StadtWollzeile34
SterbeadresseInnere StadtZedlitzgasse5

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Johann Jordan, * 1665 Gmünd, † 18. April 1738 Stadt 791 (1, Wollzeile 34 [ehemals 32], Zedlitzgasse 5; Nikolaifriedhof), kaiserlicher Postamtsbriefträger und Käsestecher, erste Gattin (24. Juli 1695) Maria Apollonia Reinwald († 26. Dezember 1709), Witwe des Steuerdieners Josef Balthasar Kinich († 1694), die am Wohnort (1, Wollzeile 32) einen Verkaufsladen für Milchprodukte betrieb (1700 Verkauf des Käsestecherhandels und Übersiedlung ins Haus Wollzeile 24, 1702 Ankauf des Hauses 8, Lederergasse 9 [„Zum Postherndl"], 1708 Übersiedlung ins Haus Wollzeile 33 [ihr Sterbehaus]), zweite Gattin (8. Februar 1711 Linz) Maria Elisabeth († 11. September 1737 Wien 1, Riemergasse 5), Tochter des Inneren Rats und Chirurgen zu Linz, Johann Michael von Ohlenhausen und dessen Gattin Rosina.

Jordan erwarb am 5. August 1695 das Wiener Bürgerrecht. Er veröffentlichte 1701 das erste Wiener Gassenverzeichnis unter dem Titel „Schatz, Schutz und Schanz des Erzherzogtums Österreichs" (gedruckt bei Johann von Ghelen in Wien), eine „sehr genaue und ordentliche Beschreibung aller Gassen, Platz, Palläst, Häuser und Kirchen". Jordan bezeichnete sich in dieser Schrift selbst als „der römische kayserliche majestätische Obrist-Hoff-Post-Ampts Tax-Briefftrager und Burger". Die Schrift ist zugleich das älteste erhaltene Wiener Postbüchel.

Anfänglich Briefträger der inländischen Post, war er (spätestens) 1725 Briefträger der frei- und ausländischen Briefe und behielt diese Stellung bis zu seinem Tode. 1726 hatte er Dienst in Baden und Wiener Neustadt zu leisten. 1728 wurden seine Jahresbezüge auf Lebenszeit um 50 Gulden erhöht. Ab 1717 wohnte Jordan (nach Verkauf des Hauses in der Josefstadt) in der Stadt (1, Riemergasse 2).


Literatur

  • Emil Karl Blümml: Johann Jordan, Herausgeber des ersten Wiener Häuserschemas. In: Blümml-Gugitz, Von Leuten und Zeiten im alten Wien. 1922, S. 22 ff.
  • Emil Karl Blümml, In: Monatsblatt des Altertums-Vereines zu Wien 1919, S. 75 ff.
  • Hanns Jäger-Sunstenau: Über den kaiserlichen Briefträger Johann Jordan. In: Wiener Geschichtsblätter 20 (1965), S. 453 ff.

Quelle

Johann Jordan: Schatz, Schutz und Schantz deß Ertz-Hertzogtumbs Oesterreich : das ist ein sehr genaue und ordentliche Beschreibung aller Gassen, Plätz, Palläst, Häuser und Kirchen der berühmten Haubt- und Kayserl. Residenz-Statt Wienn. Wienn: gedruckt bey Johann van Ghelen 1701.
Volltext: http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/433504