Johann Georg Lahner

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Personenname Lahner, Johann Georg
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 13.08.1772
Geburtsort Gasseldorf bei Ebermannstadt, Franken
Sterbedatum 23.04.1845
Sterbeort Schottenfeld 51
Begräbnisdatum
Friedhof Schmelzer Friedhof, seit 1897 Zentralfriedhof, Grab 3/4/60
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Fleischhauer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wirkungsadresse7Kaiserstraße77
Sterbeadresse7Kaiserstraße99
Wirkungsadresse7Neustiftgasse111

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Lahner Johann Georg, * 13. August 1772 Gasseldorf bei Ebermannstadt, Franken, † 23. April 1845 Schottenfeld 51 (7, Kaiserstraße 99; Schmelzer Friedhof, seit 1897 Zentralfriedhof, Grab 3/4/60; das Grab besteht nicht mehr), Fleischhauer.

Ging nach der Gesellenzeit in Frankfurt/Main auf Wanderschaft, verdingte sich unter anderem als Ruderknecht auf einem Donauschiff und kam so 1798 nach Wien, verdingte sich hier als Aufhackknecht, konnte aber 1804 mit Hilfe des Darlehens einer Gräfin eine eigene Fleischerei eröffnen (Schottenfeld 274 [7, Neustiftgasse 111]). 1843 erwarb Lahner das Bürgerrecht von Wien, 1845 übergab er das Geschäft an seinen Sohn Franz.

Er gilt als Erfinder der Würstel, die er in Erinnerung an seine Gesellenzeit "Frankfurter Würstel" nannte und die sich dank ihrer Flaumigkeit bald größter Beliebtheit erfreuten. Das Casino Zögernitz, der beste Abnehmer Lahners, erhielt deshalb im Volksmund den Beinamen "Würstelburg". Sein Erfolg ermöglichte es ihm, auch Franz I. in der Hofburg seine Spezialität vorzustellen, den er daraufhin auch beliefern durfte. Später übersiedelte die Firma Lahner in die Kaiserstraße 77. Das Geschäft blieb bis 1958 im Familienbesitz. Ein anderer Sohn Lahners, Josef, war mit dem Komponisten Josef Lanner befreundet, woraus sich das Bonmot "Der Lanner für's Herz und der Lahner für'n Magen" ableitete. Ein Neffe Lahners ging in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er die "Frankfurter" in die "Hot Dogs" verwandelte.

Literatur

  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Österreichische Gewerbezeitung. Wien 1935
  • Wien und die Wiener. Wien: Klub der alten Wiener 9/1950, S. 25
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 22