Isak Noa Mannheimer

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Personenname Mannheimer, Isak Noa
Abweichende Namensform Mannheimer, Isaak Noa
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 17.10.1793
Geburtsort Kopenhagen
Sterbedatum 18.03.1865
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof Israelitische Abteilung;
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Rabbiner
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse1Seitenstettengasse4

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Mannheimer Isak (Isaak) Noa, * 17. Oktober 1793 Kopenhagen, † 18. März 1865 Wien 1, Seitenstettengasse 4 (Zentralfriedhof, Israelitische Abteilung, 1. Tor), Rabbiner. Wurde 1816 (nach dem Studium an der Universität Kopenhagen und intensivem Unterricht in den talmudischen Disziplinen) zum königlichen Katecheten ernannt und 1824 als Leiter der Israelitischen Religionsschule nach Wien berufen. Vor dem rechtlichen Bestand der Israelitischen Kultusgemeinde führte er den Titel Prediger, ab 1852 Rabbiner; er hielt unter anderem die Predigt bei der Grundsteinlegung des Wiener Stadttempels (1825) in der Seitenstettengasse und veranstaltete mit dem Katholiken Dr. Anton Füster eine „ökumenische Leichenfeier" am Grab der Märzgefallenen. Mannheimer regte 1826 die Führung von Matriken an und reformierte (trotz heftiger Gegenwehr der Orthodoxie) den synagogalen Ritus (Wiener oder Mannheimer-Ritus; Kürzung der Gebetsordnung, Übersetzung von Gebeten ins Deutsche, Einführung von Chor und deutscher Predigt, jedoch grundsätzlich Beibehaltung der hebräischen Sprache). 1839 entstand der Waisenhausverein, 1843 eine Kinderbewahranstalt, 1846 der Verein für Krankenpflege und Versorgung handeltreibender Israeliten, 1852 das Taubstummeninstitut und 1861 der Studentenunterstützungsverein. Reichstagsabgeordneter (1848); Oberrabbiner; Bürger der Stadt Wien ehrenhalber.

Literatur

  • Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. von der Historischen Commission bei der königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bände. Leipzig: Duncker & Humblot 1875-1912
  • Georg Herlitz / Bruno Kirschner [Hg.]: Jüdisches Lexikon (Lexicon). Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden. Mit über 3.000 Illustrationen, Beilagen, Karten und Tabellen. Berlin: Jüdischer Verlag 1927-1930
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Patricia Steines: Hunderttausend Steine. Grabstellen großer Österreicher jüdischer Konfession auf dem Wiener Zentralfriedhof, Tor I und Tor IV. Wien: Falter-Verlag 1993, 147 ff.
  • M. Rosenmann: Isak Noa Mannheimer. Sein Leben und Werk. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der israelitischen Kultusgemeinde in Wien in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts nebst einer Auswahl der politischen Reden und Schriften Mannheimers. Wien [u.a.]: Löwit 1922
  • Klaus Lohrmann [Hg.]: 1000 Jahre österreichisches Judentum. Ausstellungskatalog. Eisenstadt: Edition Roetzer 1982 (Studia Judaica Austriaca, 9)