Im Vogelsang (1)

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Objekts Sonstiges
Jahr von
Jahr bis 1751
Name seit
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Bezirk 1
Lage
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  3.03.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF

Im Vogelsang (1), Name des Klosterfriedhofs des Schottenklosters (Schottenstift), der die Schottenkirche von zwei Seiten umgab. Er war mit Bäumen bepflanzt, in deren Geäst sich viel gefiedertes Volk aufhielt.

1683 diente der Friedhof als allgemeiner Begräbnisplatz. Zahlreiche Verteidiger Wiens, darunter viele vom Starhembergschen Regiment, wurden hier begraben.

Der Friedhof wurde 1751 aufgelassen, teils zur Verbreiterung des Straßengrunds verwendet, teils als Baugrund für das Prioratshaus (Schubladkastenhaus).

Der neue Schottenfriehof wurde 1766 in der späteren Sensengasse eröffnet, nachdem das Stift die Wirtschaft und den Garten des Leinwandbleichers Matthias Neukam (genannt "Die Bleiche") gekauft hatte.

Als die Regierung nach Plätzen für die Errichtung von Volksschulen suchte, wurde "Im Vogelsang" vorgeschlagen. Es war ein Gebäude von mehreren Stockwerke vorgesehen, in dem eine Volksschule und Zinswohnungen errichtet werden konnten. Die Regierung griff den Vorschlag auf. Der Abt war aber dagegen. Eine Resolution vom 3. April 1773 befahl den Bau. Der Abt durfte ein Teil der Räumlichkeiten für das Schottenkloster verwenden, das Haus genoss eine Steuerfreiheit von 30 Jahren und das Kloster erhielt für ewige Zeiten das Recht, die Lehrer zu präsentieren. Auch durften private Stiftungsgelder in der Höhe von 9.500 Gulden pro hypotheca verbucht werden. Der Bau wurde von Andreas Zach fertiggestellt.

1784, nach Schließung aller Friedhöfe innerhalb der "Linie", wurde der Platz vom Josephinum gepachtet und schließlich vom Ärar angekauft.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 133