Hugo Hantsch

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Hugo Hantsch (1965)
Personenname Hantsch, Hugo
Abweichende Namensform
Titel Dr.phil., ao. Prof., o. Prof.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 15.01.1895
Geburtsort Teplitz-Schönau
Sterbedatum 06.08.1972
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 11.08.1972
Friedhof Stift Melk
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Historiker, Archivar
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit  römisch-katholisch
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  3.03.2017 durch DYN\lanm09bub
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Bildname Hugohantsch.jpg
Bildunterschrift  Hugo Hantsch (1965)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 65241/6
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ehrenkreuz für Wissenschaft und K00.03.1964unst I. KlasseMärz 1964
Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen LandsmannschaftMai 1967
Wiener Ehrenmedaille in Gold4 November 1970
Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaft1965

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Hugo Hantsch, * 15. Jänner 1895, Teplitz-Schönau, Böhmen (Teplice-Sanov, Tschechische Republik), † 6. August 1972 Stift Melk, Niederösterreich (andere Quellen: Wien), Historiker. Besuchte das Stiftsgymnasium Melk sowie die Universitäten in Wien und (ab 1914) Innsbruck, studierte Geschichte, Germanistik und Geographie (Dr. phil. 1921), trat in den Benediktinerorden ein und wurde zum Priester geweiht. Zunächst war Hantsch als Archivar tätig (Bayerisches Staatsarchiv, Hausarchiv der Grafen Schönborn), 1930 habilitierte er sich jedoch an der Universität Wien für Neuere Geschichte (ao. Prof. in Graz). 1938 von den Nationalsozialisten verhaftet und bis 1939 in Konzentrationslagern festgehalten.

1945 kehrte er an die Universität Wien zurück (o. Prof. für Neuere Geschichte). Neben den philosophischen Fächern studierte Hantsch auch Theologie (Mitglied des Benediktinerordens, im Konzentrationslager Pfarrer). Zu seinen zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gehören „Der deutsche Bauernkrieg" (1925), „Jakob Prandtauer" (1926), „Reichsvizekanzler Friedrich Karl Graf Schönborn" (1929), „Die Entwicklung Österrich-Ungarns zur Großmacht" (1933), die „Geschichte Österreichs" (zwei Bände; 1937, 1950), „Die Nationalitäten im alten Österreich" (1953), „Leopold Graf Berchtold" (zwei Bände, 1963) und „Österreich und Europa" (1965). Ab 1953 Herausgeber der „Wiener historischen Studien" und 1962 der „Gestalter der Geschicke Österreichs". Mitglied der Akademie der Wissenschaften; Preis der Stadt Wien für Geisteswisssenschaften (1965).


Literatur

  • Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. München: Oldenbourg 1974 - lfd.
  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Richard Bamberger / Franz Maier-Bruck: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Band 1: A–K. Wien: Österreichischer Bundesverlag / Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1966
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik, Wien: Ueberreuter 1992
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften: Almanach. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 123, 1973, S. 338 ff.
  • Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Wien/München: Oldenbourg / Wien/Graz/Köln: Böhlau / Innsbruck: Wagner 89, 1981
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 14.01. 1965