Hotel Bristol

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Kärntner Ring 1-7, Kärntner Straße 53-55, um 1942
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1911
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Ludwig Förster, Emil Breßler, Gustav Wittrisch, Ladislaus Fiedler, Pietro Palumbo
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Kärntner_Ring1-7.jpg
Bildunterschrift  Kärntner Ring 1-7, Kärntner Straße 53-55, um 1942
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Kärntner Ring1
1Kärntner Straße55

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Hotel Bristol, 1, Kärntner Ring 1, Kärntner Straße 55.

Der Hotelbetrieb wurde zunächst 1892 in einem 1863 von Ludwig Förster erbauten Wohnhaus (1, Kärntner Ring 7) eingerichtet und 1898 nach dem Erwerb des 1861-1863 ebenfalls von Förster erbauten Hoyos-Sprinzensteinschen Majoratshauses (1, Kärntner Ring 5) und des Wohnhauses Nummer 3 nach Plänen von Emil Breßler und Gustav Wittrisch grundlegend umgebaut.

1913 kam es nach Kauf der Häuser 1, Kärntner Straße 55 (erbaut 1911) beziehungsweise Kärntner Straße 53, Mahlerstraße 2, nach Plänen von Ladislaus Fiedler und Pietro Palumbo zu einem völligen Umbau (Ausführung Wilhelm Schallinger; erhalten blieben bis heute das bemerkenswerte Treppenhaus und die ovale Halle).

Das Stammhaus (Nummer 7) wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört und durch ein modernes Bürohaus (von Carl Appel, errichtet 1955/1956) ersetzt (später Besitz der Firma Steyr-Fiat, 1987 ausgebrannt, dann verkauft, demoliert und durch den Kärntnerringhof ersetzt), der Hoteleingang ins Haus Nummer 1 verlegt.

Das Hotel wendet sich mit seiner balkongezierten Front zur Ringstraße und hat an der Ecke zur Kärntner Straße verglaste Erker. Diese Ecke ist unter der Bezeichnung Sirkecke bekannt geworden (benannt nach einem Geschäft, später, nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich hier eine Bankfiliale [CA-BV], heute eine Ankerbrotfiliale. Das Kaffeehaus befindet sich jetzt Ecke Kärntner Straße-Mahlerstraße. Der Abgang in die Opernpassage wurde bei deren Anlage [1955] errichtet).

Eine Veränderung wurde 1948 von Carl Appel und Otto Mayr vorgenommen (Einbau einer Abgangstreppe zur Ringstraßenunterführung); Oswald Haerdtl gestaltete im selben Jahr den Mezzanin des Hauses Mahlerstraße 4 um.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel Bristol während der Zeit der Alliierten Besatzung (1945-1955) durch das sogenannte Zonenabkommen der Interalliierten Zone zugeteilt und von den USA besetzt. Nach dem Abzug der US-amerikanischen Besatzer wurden der Festsaal im Souterrain und der ovale Biedermeiersalon (unter der Halle) durch Otto Mayr neu gestaltet, vermutlich auch der Blaue Salon, der Bristol-Salon im Mezzanin und das Restaurant im Erdgeschoß (Kassettendecke); im Haus Kärntner Ring 3 (von dem nur der Mezzanin mitbenutzt wird) befinden sich der Jettel-, der Musik- und der Maria-Theresien-Salon.

Siehe auch

Literatur

  • Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer. Band 3/1: Wien. 1.-12. Bezirk. Salzburg: Residenz-Verlag 1990, S. 58.
  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 90.
  • Manfred Rauchensteiner: Kriegsende und Besatzungszeit in Wien 1945-1955. In: Wiener Geschichtsblätter 30. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1975, S. 191 ff.
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. 11 Bände. Wiesbaden: Steiner 1969-1981. Band 4, S. 438.