Himmelpfortgasse 16

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1358
Jahr bis
Andere Bezeichnung Zum Dachel
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Heinz Gerl
Prominente Bewohner Franz Grillparzer, Carl Maria von Weber
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  23.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtHimmelpfortgasse16
Innere StadtSeilerstätte18

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt96018211862
Stadt101717951821
Stadt98517701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Himmelpfortgasse 16 (Konskriptionsnummer 960), Seilerstätte 18.

1358 wird zum ersten Mal ein Haus auf diesem Grundstück urkundlich erwähnt. In einem Grundbucheintrag aus dem Jahr 1449 wird es als Gebäude, "das vormalen zwei Häuser gewesen sind", beschrieben. Damals wurde es von einem Kaplan für eine bereits bestehende Messstiftung angekauft. Nachdem sich die Kapläne der Stiftung nach 1506 nicht mehr darum kümmerten, im Grundbuch eingetragen zu werden und das Haus in "Verödung und Abbau" kommen ließen, wurde es auf Antrag der Stadt geschätzt, verkauft und der Erlös für die Stiftung angelegt. Für das 18. Jahrhundert ist der Hausname "Zum Dachel" belegt.

Von 1837 bis 1844 wohnte hier Franz Grillparzer. Seine Wohnung, die im dritten Stock lag, bestand laut der Nichte seiner Hauswirtin aus einem kleinen Vorzimmer, einem ebenfalls kleinen Alkoven, durch welchen man in das Schlafzimmer und ein geräumiges Eckzimmer gelangte. In diesem stand der große Schreibtisch des Dichters, davor sein grüner ledergepolsterter Lehnstuhl, rechts der Tür das Klavier und an den übrigen Wänden Bücherregale. Zwei Fenster der Wohnung lagen an der Himmelpfortgasse, eines an der Seilerstätte.

1902 wurde das heutige Haus nach Plänen von Heinz Gerl auf einer Grundfläche von 617 Quadratmetern errichtet.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 216-219