Hilde Schmölzer

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Personenname Schmölzer, Hilde
Abweichende Namensform Schmölzer, Hildegund
Titel Dr. phil., Prof.
Geschlecht weiblich
GND 121604039
Geburtsdatum 25.01.1937
Geburtsort Linz
Sterbedatum
Sterbeort
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Autorin, Fotografin, Journalistin
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus / Handschriftensammlung
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage, Gedenktage-GW
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Hilde Schmölzer, * 25. Jänner 1937 Linz, Autorin, Journalistin, Fotografin.

Biographie

Hilde Schmölzer verbrachte ihre Kindheit in Steyr. Nach der Matura 1956 absolvierte sie die zweijährige Staatslehranstalt für Fotografie in München und nahm Schauspielunterricht bei Ruth Zerboni. An der Universität Wien studierte sie Kunstgeschichte und Publizistik. Danach unternahm sie als Fotografin und freiberufliche Journalistin Reisen durch Europa, verbrachte ein halbes Jahr in Indien und ging für sechs Jahre zurück nach München. Unter anderem arbeitete sie für österreichische und deutsche Zeitungen und Zeitschriften und den ORF.

Ab 1990 arbeitet sie ausschließlich als Autorin. Vorherrschendes Thema ist dabei die Frauengeschichte, wie etwa in den Bestsellern "Phänomen Hexe" (1986) und "Die verlorene Geschichte der Frau" (1990). Hilde Schmölzer, die sich selbst als Feministin versteht, war 1997 eine der Initiatorinnen des Frauenvolksbegehrens. Den PEN-Club, dem sie seit 1992 angehört hatte (zuletzt im Vorstand), verließ sie im Frühjahr 2000 wegen politischer Differenzen. Seit 2001 ist sie Mitglied der GAV (Grazer Autorinnen Autoren Versammlung) und seit 2011 Mitglied des Literaturkreises PODIUM.

Die Handschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus erwarb 2012 den Vorlass von Hilde Schmölzer. Diese Sammlung umfasst Werke ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, eine Reihe von Kurzgeschichten und Gedichten, eine große Anzahl an Druckbelegen von Artikeln, die in diversen in- und ausländischen Printmedien erschienen sind, und zahlreiche Korrespondenzstücke von und an Hilde Schmölzer; Adressaten und Absender sind Künstlerkolleginnen und -kollegen, Verlage, Politikerinnen und Politiker sowie Freunde. 2016 eröffnete Hilde Schmölzer im Rahmen des internationalen Fotofestivals "Eyes On. Monat der Fotografie" in den Publikumsräumen der Wienbibliothek die Fotoausstellung "Das böse Wien der Sechziger“. Die großartigen Portraitfotos von österreichischen Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Literatur, Malerei, Film, Musik und Kabarett entstanden im Rahmen von Interviews, die sie in den 1960er und 1970er Jahren führte und teilweise in österreichischen sowie deutschen Tageszeitungen und Zeitschriften publizierte. Eine Auswahl von Portraitfotos von H.C. Artmann, Christian Ludwig Attersee, Wolfgang Bauer, Rudolf Hausner, Alfred Hrdlicka, Georg Kreisler, Kurt Kren, Peter Kubelka, Otto Mühl, Hermann Nitsch, Helmut Qualtinger, Arnulf Rainer, Franz Ringel, Peter Weibel, Lotte Ingrisch und Valie Export wurden gesammelt 2008 im Mandelbaum Verlag veröffentlicht und 2016 erstmals in Form einer Ausstellung in der Wienbibliothek gezeigt.

Werke (Auswahl)

  • A schöne Leich. Der Wiener und sein Tod. Wien: Kremayr & Scheriau 1980 (überarbeitete Neuauflage 2015)
  • Phänomen Hexe: Wahn und Wirklichkeit im Lauf der Jahrhunderte. Wien: Herold Verlag 1986
  • Die verlorene Geschichte der Frau: 100.000 Jahre unterschlagene Vergangenheit. Mattersburg: Edition Tau 1990 (drei Auflagen)
  • Revolte der Frauen: Porträts aus 200 Jahren Emanzipation. Wien: Ueberreuter 1999 (Neuauflage Klagenfurt/Wien: Kitab-Verlag 2008)
  • Das Vaterhaus. Eine autobiografische Erzählung. Wien: Edition Doppelpunkt 2000 (Neuauflage Klagenfurt/Wien: Kitab-Verlag 2007)
  • Rosa Mayreder. Ein Leben zwischen Utopie und Wirklichkeit. Wien: Promedia 2002 (Edition Spuren)
  • Die abgeschaffte Mutter. Der männliche Gebärneid und seine Folgen. Wien: Promedia 2005
  • Dunkle Liebe eines wilden Geschlechts: Georg und Margarethe Trakl. Tübingen: Francke 2013
  • Frauen um Karl Kraus. Klagenfurt/Wien: Kitab-Verlag 2015
  • Die Pest in Wien. Innsbruck/Wien: Haymon 2015

Links