Herrengasse 7

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1811
Jahr bis
Andere Bezeichnung Innenministerium
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  23.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtHerrengasse7

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt2718211862
Innere Stadt2017701795
Innere Stadt3617951821
Innere Stadt1917701795
Innere Stadt3517951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Herrengasse 7 (Konskriptionsnummer 27).

Ursprünglich standen hier zwei Häuser deren Eigentümer 1453 Hanns von Pellendorf war. Um 1455 kamen die Häuser an die Herren von Dietrichstein. 1530 wies König Ferdinand I. an dafür zu sorgen, dass das Gässchen, das hinten aus des Freiherrn von Dietrichstein Behausung längs des zum Minoritenklosters gehörigen Garten geht, so viel erweitert werde, dass man es mit einem Wagen bequem befahren könne. Zu solch einem Umbau kam es aber nicht.

Beide Häuser waren zwischen 1566 und 1664 in eines zusammengeschlossen. Später wurden sie aber wieder getrennt.

Die Häuser blieben in der Dietrichsteinschen Familie bis 1810. 1811 erwarb das Haus Beatrix, Erzherzogin von Österreich, Prinzessin von Este. Sie war die Gemahlin des Erzherzogs Ferdinand und Mutter der dritten Gemahlin des Kaisers Franz II. (I.) Maria Ludovica. Sie ließ anstelle der beiden Häuser den gegenwärtigen Palast (2 Stock, Grund 4820 m2) errichten im Renaissancestil.

Die Regierung verlegte nach dem Ankaufe des Gebäudes verschiedene Ämter dorthin und schließlich wurde es Sitz des k.k. Ministerratspräsidiums. Auch heute noch ist das Gebäude Eigentum des österreichischen Bundesschatzes.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 7, Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 99-100