Herrengasse 23

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
1., Herrengasse 23: Palais Porcia; Freyung 4-5: Palais Kinsky, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1753
Jahr bis
Andere Bezeichnung Palais Porcia
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Johann Carl von Portia
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Herrengasse23.jpg
Bildunterschrift  1., Herrengasse 23: Palais Porcia; Freyung 4-5: Palais Kinsky, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Herrengasse23

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt5917701795
Innere Stadt6917951821
Innere Stadt6118211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Herrengasse 23 (Konskriptionsnummer 61).

Um 1400 besaß hier Rudolf Pottendorf ein Haus. In der Folge können wir auf dem Grund zwei Häuser A und B feststellen.

Haus A: Erster Eigentümer dieses Hauses wird 1448 erwähnt. 1535 wurde vom neuen Eigentümer Wilhelm von Rogendorf auch Haus B erworben.

Haus B: Dieses Objekt wird 1443 vom neuen Eigentümer erworben.

Wilhelm von Rogendorf verkaufte beide Häuser im Jahr 1538 an Gabriel Grafen zu Ortenburg. Die Grafen von Ortenburg waren Lehensträger der Grafschaft Ortenburg in Kärnten und gehörten zu den reichsten Adelsgeschlechtern dieses Landes. 1667 ging das Haus ins völlige Eigentum des Fürsten Johann Carl von Portia über, der zu den einflussreichsten Beratern des damals noch jungen Kaisers Leopold I. gehörte. Durch diesen am 17. Februar 1662 in den Reichsfürstenstand erhoben, brachte der Fürst auch die Grafschaft Ortenburg an sein Haus.

1750 erwarb das Haus die Regierung, die es laut einer Inschrift im Hof 1753 für die niederösterreichische Landesregierung umbauen ließ. Es war dann Sitz verschiedener Ämter und Behörden. 1883 wurde es für den k. k. Verwaltungsgerichtshof bestimmt und in diesem Jahr umfangreich adaptiert.

Das zwei Stock hohe Haus bedeckt ca. 2250 Quadratmeter und hat zwei Höfe. Im Oktober 1902 übersiedelte der Verwaltungsgerichtshof in das Epsteinpalais (damals Burgring 9, heute Dr.-Karl-Renner-Ring 1). Am 29. Juli 1942 wurde auch dieses amtliche Gebäude dem Eigentum des Deutschen Reiches einverleibt. 1946 wurde es in das Eigentum der Republik zurückgeführt.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 7, Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 122-124