Herrengasse 12

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1., Strauchgasse 5; Herrengasse 12, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1914
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Preholda
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  23.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Strauchgasse5.jpg
Bildunterschrift  1., Strauchgasse 5; Herrengasse 12, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtStrauchgasse5
Innere StadtHerrengasse12
Innere StadtWallnerstraße11
Innere StadtLeopold-Figl-Gasse2

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt15317701795
Innere Stadt25717951821
Innere Stadt24718211862
Innere Stadt28217951821
Innere Stadt12417701795
Innere Stadt24918211862
Innere Stadt12617701795
Innere Stadt27118211862
Innere Stadt25417951821
Innere Stadt15217701795
Innere Stadt25617951821
Innere Stadt24618211862
Innere Stadt28117951821
Innere Stadt24818211862
Innere Stadt12517701795
Innere Stadt27018211862
Innere Stadt12717701795
Innere Stadt25517951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Herrengasse 12, identisch mit Wallnerstraße 11 und Leopold-Figl-Gasse 2 und Strauchgasse 5

Die ältesten Häuser auf diesem Grund waren drei kleine Bürgerhäuser, die an der Einmündung der Wallnerstraße in die Strauchgasse lagen. So um den Beginn des 14. Jahrhunderts wurden dann aber alle drei Häuser in eines verbaut.

Die Herren von Maissau, einem der ersten hier ansiedelnden Adelsgeschlechts, erbauten hier um 1373 ein Haus. Die Maissauer besaßen das Haus bis mindestens 1408.

Einen genaueren Überblick über die auf der Herrengasse Nr. 12 gestanden Häuser gewinnen wir allerdings erst ab dem 15. Jahrhundert an.

Haus Nr. 246: ist unter Wallnerstraße Nr. 11 aufgenommen.

Haus Nr. 247 und Nr. 248: bildete bis 1569 mit Nr. 248 ein Haus. 1447 wird das Haus an die Stadt Wien verkauft. Wie lange es in deren Besitz blieb konnte leider nicht festgestellt werden. Unter den damaligen Besitzern des Hauses kam es 1569 zur Trennung des Hauses in zwei Teile, einmal Nr. 247 und Nr. 248. 1851 erwarb die beiden Häuser der Architekt und Stadtbaumeister Eduard Kuscheé, durch den 1859 anstelle der nun abgebrochenen Häuser Nr. 246 bis 248 ein Neubau aufgeführt wurde.

Haus Nr. 249: Dies war das größte unter den Häusern des Baublockes und nahm die ganze Frontseite der Herrengasse ein.

Haus Nr. 270: lag ganz in der Front der (heutigen) Regierungsgasse, die im Katasterplan von 1858 noch als Wallnergasse beschrieben ist. Dieses Haus wird erstmals 1448 im Harrer-Band erwähnt. Zuckerbäcker August Dehne erwarb Haus Nr. 249 und Nr. 270 im Jahre 1837.

1908 brachte die Zivnostenska banka in Prag alle zu diesem Baublock gehörenden Häuser an sich, um dort ihre Wiener Filiale einzurichten. Erst 1914 ließ sie anstelle der Häuser durch den Architekten Preholda auf einer Grundfläche von 623 m2 ein vier Stock hohes Haus ausschließlich zur Nutzung als Bankgebäude errichten. Anlässlich des Neubaus wurden rund 60m2 Baufläche an Straßengrund abgetreten. Mit Kaufvertrag vom 30. Juni 1938 ging das Gebäude in den Besitz der Länderbank Wien, A. G. und mit Kaufvertrag vom 18. Februar 1939 in jenen des Hypotheken- und Kreditinstitutes in Wien über.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 7, Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 131-137