Herrengasse 1-3

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1., Michaelerplatz 2-3, Schauflergasse 2, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1897
Jahr bis
Andere Bezeichnung Palais Herberstein
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Josef Graf Herberstein
Einlagezahl
Architekt Karl König
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Michaelerplatz2.jpg
Bildunterschrift  1., Michaelerplatz 2-3, Schauflergasse 2, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Herrengasse1-3
1Schauflergasse2

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt1717701795
Innere Stadt3317951821
Innere Stadt1617701795
Innere Stadt3217951821
Innere Stadt2518211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Herrengasse 1/3, identisch mit Schauflergasse 2 (Konskriptionsnummer 25).

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts besaßen die Herren Strayffing hier ein Haus, aber erst ein Jahrhundert später liegen über den Bau genauere Angaben vor.

1593 entstanden aus dem vormals einheitlichen Bau zwei Häuser A und B. Beide Häuser wurden 1686 von Graf Gundacker von Dietrichstein erworben. Beide Häuser blieben in der Folge im Besitz dieser Familie. Unter Graf Josef Carl von Dietrichstein wurden beide Häuser zu einem vereint.

Nach der Vereinigung blieb das neuerbaute Haus auf einer Grundfläche von 1644 Quadratmetern weiterhin Fideikommis der Herren von Dietrichstein. 1897 kam es zum Abbruch des Hauses. Damit verstand auch das im Haus befindlich gewesene und zur Lokalberühmtheit gewordene Café Griensteidl, das beinahe ein halbes Jahrhundert ein Sammelplatz der Literaten, Schauspieler und Künstler gewesen war. Persönlichkeiten wie Laube, Camillo Sitte, Grauf Beust, Schönerer, Steinwender oder Lustkandl zählten zu den ständigen Gästen des Lokals.

Anstelle des alten Hauses und auf verminderter Grundfläche (1136 Quadratmeter) trat das errichtete kuppelgekrönte Palais Herberstein, dessen Eigentümer 1899 Josef Graf Herberstein und in weiterer Folge seine Familie bis zum Ende des zweiten Weltkriegs blieb. In den frühen 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erwarb das Haus die Genossenschaftliche Zentralbank Wien AG.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 7, Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 94-97