Heinrich von Srbik

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Personenname Srbik, Heinrich von
Abweichende Namensform Srbik, Heinrich Ritter von
Titel Dr. phil., Univ. Prof, Ritter von
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 10.11.1878
Geburtsort Wien
Sterbedatum 16.02.1951
Sterbeort Ehrwald, Tirol
Begräbnisdatum
Friedhof Friedhof Ehrwald, Tirol
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Historiker, Politiker
Parteizugehörigkeit Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  21.03.2015 durch DYN\krabina
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Mitglied des Großdeutschen Reichstages26 März 19381945
Präsident der Wiener Akademie der Wissenschaften26 März 19381945
Präsident des Vereines für Geschichte der Stadt Wien19331942
Minister für Unterricht19221923

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Heinrich von Srbik, * 10. November 1878 Wien, † 16. Februar 1951 Ehrwald, Tirol, Historiker.

Studierte an der Universität Wien (Dr. phil. 1902), wurde Assistent, habilitiert sich 1907 an der Universität Wien für Österreichische Geschichte, lehrte 1912-1922 als Professor an der Universität Graz und 1922-1945 als Inhaber der Lehrkanzel für Neuere Geschichte an der Universität Wien. 1929/1930 war Srbik Unterrichtsminister; 1933-1942 leitete Srbik den Verein für Geschichte der Stadt Wien. Mit seiner „gesamtdeutschen Geschichtsauffassung" übte er in der Zwischenkriegszeit auf seine Hörer großen Einfluss aus, dem „Anschluss" selbst (1938) stand er jedoch eher reserviert gegenüber; dennoch war er 1938-1945 Mitglied des Großdeutschen Reichstags und Präsident der Akademie der Wissenschaften in Wien. Mitglied der antisemitischen Professorenclique Bärenhöhle. Obwohl Srbiks Hauptwerke der österreichischen (beziehungsweise deutschen) Geschichte zuzuordnen sind (Das österreiche Kaisertum und das Ende des Heiligen Römischen Reiches, 1927; Quellen zur deutschen Politik Österreichs 1859-1866, fünf Bände, 1934-1938; Deutsche Einheit, vier Bände, 1935-1942; Geist und Geschichte vom deutschen Humanismus bis zur Gegenwart, zwei Bände, 1950/1951), stehen doch manche in engerer Beziehung zur Wiener Stadtgeschichte (etwa seine Biographie „Metternich, der Staatsmann und Mensch", zwei Bände, 1925). Für Wien von unmittelbarem Interesse sind seine Veröffentlichungen „Die Wiener Revolution des Jahres 1848 in sozialgeschichtlicher Beleuchtung" (in: Schmollers Jahrbuch, 1919), „Die politische Stellung der Stadt Wien" (in: Othenio Abels „Wien", 1924) sowie (postum gedruckt) „Die geschichtliche Stellung Wiens 1740-1895" (in: Heinrich Srbik/Reinhold Lorenz: Die geschichtliche Stellung Wiens 1740-1918. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1962 (Geschichte der Stadt Wien, Neue Reihe, 1); bis 1918 fortgesetzt durch Reinhold Lorenz).

Literatur

  • Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte. Begründet von Hellmuth Rössler und Günther Franz, bearbeitet von Karl Bosl [u.a.]. München: A. Francke 1973-1975
  • Neue österreichische Biographie. 1815 – 1918. Wien [u.a.]: Amalthea-Verlag 1923-1935. Band 12, S. 171 ff.
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon [der Ersten und Zweiten Republik]. Wien: Ueberreuter 1992
  • S. Kaehler: Srbik als Geschichtsschreiber der deutschen Einheit. 1951
  • Helga Frühwald: Großdeutsch und gesamtdeutsch bei Heinrich von Srbik. Diss. Univ. Wien. Wien 1965
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften: Almanach. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 101 (1951), S. 195, S. 327
  • Siegfried Nasko: Bibl contra Srbik. In: Österreich in Geschichte und Literatur 15 (1971)
  • Otto Brunner: Heinrich von Srbik. Ein Nachruf. In: Wiener Geschichtsblätter 6 (1951), S. 32