Heinrich Strecker

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Personenname Strecker, Heinrich
Abweichende Namensform
Titel Prof.
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 13.02.1893
Geburtsort Wien
Sterbedatum 28.06.1981
Sterbeort Baden bei Wien
Begräbnisdatum 03.07.1981
Friedhof Helenenfriedhof, Baden
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Komponist, Verleger
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  17.12.2014 durch DYN\krabina
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Präsident der Autorengesellschaft26 März 1938
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ehrenbürger von Baden
Ehrenmedaille in Gold1978
Ehrenring der Wiener Volkskunst
Wiener Ehrenmedaille in Gold27 November 197822 Mai 1979
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Geburtsadresse5Anzengrubergasse
Wohnadresse8Lange Gasse44
NameVerwandtschaftsgrad
Heinrich StreckerVater
TheresiaMutter
Maria SteckerGroßmutter
Hans StreckerOnkel

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Strecker Heinrich, * 13. Februar 1893 Wien 5, Anzengrubergasse, † 28. Juni 1981 Baden bei Wien, Niederösterreich (Helenenfriedhof, Baden, Niederösterreich), Komponist, Verleger, Sohn des gleichnamigen Schneidermeisters und dessen Gattin Theresia. Er verlebte seine Kindheit bei der Großmutter Maria Strecker. in 8, Lange Gasse 44, besuchte in der Josefstadt die Volksschule der Piaristen, das Gymnasium hingegen bei den Lazaristen in Theux (Belgien), floh von dort jedoch, da er nicht Priester werden wollte, nach Wien, wo er bei seinem Onkel Hans Strecker (8, Florianigasse 58) Aufnahme fand. Bereits 1909 schrieb er sein erstes Klavierkonzert und durfte dieses dem belgischen König vortragen (er erhielt in Theux eine erstklassische musikalische Ausbildung). Strecker besuchte in Wien das Reformlyzeum 7, Neustiftgasse 1-3, und maturierte 1914 in Wels. Nach dem Kriegseinsatz (1914-1918) begann er ein Jusstudium, brach dieses aber ab und wandte sich der Musik zu (Meisterschule für Klavier und Violine bei Professor Fitz, Studium der Harmonielehre und des Kontrapunkts bei Professor Horn). Er betätigte sich als Klavierlehrer und Chormeister und gründete dann ein eigenes Orchester; für sein Wirken von Bedeutung wurde seine Bekanntschaft mit dem Textdichter Alfred Steinberg-Frank. Bereits 1920 fand der erste „Strecker-Abend" statt. Er komponierte Tanz- und Unterhaltungsmusik sowie zahlreiche Wienerlieder (darunter so bekannte wie: Grüß mir die Stadt der Lieder; Das war in Petersdorf; Auf der Lahmgruab'n, da steht a altes Haus; Hätt ma's net, so tat ma's net [alle: Text A. Steinberg- Frank]; Drunt' in der Lobau; I bin a Weanakind; Ja, ja, der Wein is guat); außerdem schrieb er volkstümliche Singspiele („Wien vor 100 Jahren"), Filmmusik und die Operetten „Mäderl aus der Wachau", „Ännchen von Tharau", „Mädel aus Wien" und „Der ewige Walzer". Präsident der Autorengesellschaft, Professor; Ehrenbürger von Baden, Ehrenmedaille in Gold (1978).

Literatur

  • Hans Hauenstein: Chronik des Wienerliedes. Klosterneuburg: Jasomirgott-Verlag 1976, S. 39
  • Bezirksjournal Liesing-Perchtoldsdorf, 11 (1992), S. 6